Warncke (auch: Warnke), Karl (Carl) Otto Werner

Version vom 28. Mai 2016, 08:51 Uhr von Bohmann (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Karl (Carl) Otto Werner Warncke [auch: Warnke] (10.10.1854 Neustrelitz – 21.4.1944 Coburg); Sohn des Obergendarmen Johann Heinrich Warncke u. der Wilhelmine geb. Weinmann

Verf. Frank-Rutger Hausmann

Romanische Philologie, bes. französisches Mittelalter

Stud. Neuere Sprachen Leipzig, Berlin, Genf, Halle a. S., 1878 Prom. (Hermann Suchier) ebd.; längerer Aufenthalt in London; 1905 Lehrer f. Neuere Sprachen Gymn. Casimirianum Coburg; 1907 OStDir. Herzogliche Alexandrinenschule Coburg; zuletzt OSchulR.; 1923 i. R.; arbeitete eng mit seinem Kollegen am Casimirianum, Ludwig Pröscholdt (1854-1906), zusammen.

On the formation of English words by means of Ablaut, Teil I, Halle a. S. 1878 (Diss.); Die Lais der Marie de France. Hrsg. v. Karl Warncke. Mit vergleichenden Anmerkungen von Reinhold Köhler, Halle a. S. 1885 u. ö.; Die Fabeln der Marie de France, mit Benutzung des von Eduard Mall hinterlassenen Materials. Hrsg. v. K. W., Halle a. S. 1898; Die Quellen des Esope der Marie de France, Halle a. S. 1900; Repetitionsgrammatik der französischen Sprache zum Gebrauch an höheren Schulen u. zum Selbststudium, Wolfenbüttel 1919; , s. l. 1927; Das Buch vom Espurgatoire S. Patrice der Marie de France u. seine Quelle, Halle a. S. 1938[1937].

„Von ausgesprochen kritischen Ausgaben altfranzösischer Litteraturwerke ist hier vor allen die K. WARNCKE zu verdankende neue Ausgabe der Fabeln von Marie de France, für welche dem Herausgeber das von Ed. Mall hinterlassene umfangreiche Material zur Verfügung stand, rühmend zu erwähnen. Welchen Fortschritt die altfranzösische Textkritik während der letzten 60 Jahre gemacht hat, lässt eine Vergleichung dieser in jeder Hinsicht tüchtigen Arbeit mit dem Text, welchen B. de Roquefort 1832 von denselben Fabeln veröffentlicht hat, recht augenfällig erscheinen. […] Im übrigen ist aber die Untersuchung, welche W. der Sprache Maries widmet, eine sehr sorgfältige und stützt sich überall auf die am besten gesicherten Reime der Fabeln. Dagegen hätte ihre Vers- und Reimkunst eine etwas eingehendere Würdigung verdient, springt doch die Schlichtheit der Reime und der archaische Bau ihrer 8-Silbner alsbald in die Augen“ (KrJb 5, 1897/98 I, 261 [Edmund Stengel 9).

StA Coburg, Unterlagen (Personenstandsarchiv); Voretzsch, Das Romanische Seminar, 1926, 30; Ridoux, Evolution, 2001, 345, 781, 900; 150 Jahre Gymnasium Alexandrinum Coburg, Coburg 2002, 128 (P).

Zuletzt geändert am 28. Mai 2016 um 08:51