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		<title>Romanistenlexikon - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Schuchardt, Hugo Ernst Mario</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
'''''Hugo'' Ernst Mario Schuchardt''' (4.2.1842 Gotha – 21.4.1927 Graz); Sohn des herzoglichen Notars Dr. iur. Ernst Julius Schuchardt (1809-1885) u. der Malwine geb. von Bridel-Brideri (1815-1899)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Sprachwissenschaft; Baskologie u. Kreolistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 Abitur Gymn. Ernestinum Gotha; 1859 Stud. Rechtswiss. Jena, dann Philol.; 1861 Bonn; 1864 Prom. (Ritschl u. Friedrich Diez) Bonn; 1867-69 Studienaufenthalte Genf u. Rom; 1870 Habil. (Adolf Ebert) Leipzig; 1870er u. 1880er Jahre Studienreisen Wales, Andalusien, Baskenland; 1873 o. Prof. Halle; 1876 o. Prof. Graz; 1890 Rufablehnung Budapest u. Leipzig, 1891 Breslau; 1900 vorzeitig em.; weitere Studienreisen Süditalien, Ägypten, Skandinavien, Südfrankreich u. Katalonien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 o. Mitgl. d. Akad. d. Wiss. in Wien; 1890 Inst. de France, Paris; 1896 Akad. d. Wiss. Lissabon; 1897 Bayer. Akad. d. Wiss. München; 1902 Accademia dei Lincei Rom; 1910 Akad d. Wiss. Amsterdam; 1911 Christiania (Oslo); 1912 Preuß. Akad. d. Wiss. Berlin; 1914 Akad. d. Wiss. Kopenhagen; 1919 Euskaltzaindia Bilbao; weiterhin Akad. d. Wiss. zu Budapest, Bologna, Bukarest, Coimbra, Java u. Mailand; Ehrenmitgl. zahlr. wiss. Ges.; Dr. phil. h. c. (Bologna, Budapest, Oslo u. Graz); zahlr. Orden; hinterließ Prof. Dr. H. S.’sche Malwinen-Stiftung, Univ. Graz (seit 1917).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. S. Brevier, Ein Vademecum der allgemeinen Sprachwissenschaft. Hrsg. v. L. Spitzer, &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1928, Nachdr. 1976 (P)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De sermonis Romani plebei vocalibus (gedr. u. d. T. Der Vokalismus des Vulgärlateins, 3 Bde., 1866–68, Nachdr. 1975 (Diss.); Über einige Fälle bedingten Lautwandels im Churwälschen, Gotha 1870 (Habil.-Schr.); Dem Herrn Franz von Miklosich: Slawo-deutsches u. Slawo-italienisches, Graz 1884, Nachdr. hg. v. D. Gerhardt, 1971; Über d. Lautgesetze. Gegen d. Junggrammatiker, Berlin 1885; Romanisches u. Keltisches: gesammelte Aufsätze, Berlin 1886;  Kreolische Studien, 4 Bde., Wien 1882–90; Baskische Studien I., Über die Entstehung der Bezugsformen des baskischen Zeitworts, Wien 1893; Baskisch u. Romanisch, Halle a. S. 1906;  Die iberische Deklination, Wien 1907;  Zur Kenntnis d. Baskischen von Sara (Labourd), Berlin 1922; Sprachursprung, 3 Bde., Berlin 1919/20;  Der Individualismus in der Sprachforschung, Wien-London 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Das Leben Schuchardts umspannt den Zeitraum von der Entstehung der wissenschaftlich-akademischen Philologien bis zur Entstehung der neueren Linguistik im engeren Sinn, und er hat sich in dieser ganzen Entwicklung entscheidend zu Wort gemeldet und diese nicht unmaßgeblich mitbestimmt. […] In der Grundlegung der romanischen Philologie liefert er Klassiker, die bis heute, mehr als 100 Jahre nach ihrer Entstehung, zu Marksteinen des Fachs gehören: In der sogenannten Leipziger Probevorlesung von 1872 […] zum Beispiel entwickelt er die These des kontinuierlich graduellen Überganges zwischen benachbarten Dialekten und daraus im wörtlichen Sinne eine Wellentheorie, die in verschiedenen Humanwissenschaften die ältere Stammbaumtheorie abgelöst hat und bis heute zum Standard gehört. Die romanische Dialektologie hat es von damals bis heute verstanden, in der Avantgarde der sprachwissenschaftlichen Diskussion mitzuwirken. Schuchardt war auch einer der schärfsten Beobachter und Kritiker sprachwissenschaftlicher Theoriebildung und als solcher Opponent der damals dominierenden Schule der Junggrammatiker […], die – immerhin mit großem fachinternen Erfolg und einiger Radiationskraft in der geisteswissenschaftlichen Wissenschaftstheorie allgemein – den Versuch formuliert haben, Prinzipien naturwissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten in die Beschreibung von Sprachentwicklung einzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pionierarbeit leistete Schuchardt auch zum Feld von Sprachmischung und Mischsprachen, die Begründung der Kreolistik scheint darin nur ein logischer Teil zu sein, jedenfalls einer, der fachgeschichtlich einige Bedeutung hatte und hat. Auch hier handelt es sich um Forschungsfelder, zu deren Entstehung Schuchardt Wesentliches geleistet hat, wo seine Arbeiten bis heute als Klassiker gelten […]. Man denke an seine Baskischen Studien, die sowohl im engeren Sinn linguistische Beschreibungen sind, etwa des berüchtigt komplizierten Verbalsystems, aber auch Arbeiten zum Sprachkontakt. Und in Fortsetzung Humboldtscher Tradition unterschied er zwischen historischer und elementarer Sprachverwandtschaft, und damit bekommen die Termini Sprachvergleichung, Sprachmischung und Mischsprachen die einerseits auseinanderstrebende, aber auch die verbindende Bedeutung: Nur aus dem Sprachvergleich, aus der Systematik der Unterschiede lassen sich typologische Zusammenhänge erkennen“ (Hurch, in: Leo Spitzers Briefe, 2006, XIV-XV).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/ HSchA]; Elise Richter, ASNSpr 153-154, 1928, 623-624; Dies., NÖB VI, 1929, 122-131 (P); Homeyer, Zumbini, 1982, 97-104; Storost, Hugo Schuchardt, 1992; Wolf, Hugo Schuchardt Nachlaß, 1993; LexGramm 1996, 842-843 (Daniel Baggioni); Pierre Swiggers, „La canonisation d’un franc-tireur. Le cas de Hugo Schuchardt“, in: Wolfgang Dahmen [u.a.], Kanonbildung in der Romanistik u. den Nachbardisziplinen, Tübingen 1998, 269-304; LRL I, 1, 2001, 129-130 (Peter Wunderli); Storost, 300 Jahre, 2001, II, 451, bes. I, 300-308; Leo Spitzers Briefe, 2006; Bernhard Hurch, ADB 23, 2007, 623-624; Hurch, „Hugo Schuchardt“, in: Karl Acham (Hg.): Kunst und Geisteswissenschaften aus Graz. Werk und Wirken überregional bedeutsamer Künstler u. Gelehrter vom 15. Jahrhundert bis zur Jahrtausendwende, Wien [u. a.] 2009; Wolf, Kontinuität und Wandel, 2012, 172-176.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baskisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreol]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Steinthal,_Heymann_(auch:_Hajim,_Heinemann,_Hermann,_Heinrich)</id>
		<title>Steinthal, Heymann (auch: Hajim, Heinemann, Hermann, Heinrich)</title>
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				<updated>2016-12-01T14:05:59Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Heymann [auch: Hajim, Heinemann, Hermann, Heinrich] Steinthal''' (16.5.1823 Gröbzig, Anhalt – 14.3.1899 Berlin); Sohn eines Kaufmanns&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachwissenschaft; Romanische Philologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stud. Sprachwiss. u. Mythologie Berlin; 1850 PDoz. f. Mythologie; 1852-55 Paris, dort bes. Stud. d. Chines.; 1863 ao. Prof. Berlin; 1872 Doz. Hochschule d. Judentums;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Classification der Sprachen dargestellt als die Entwickelung der Sprachidee, Berlin 1850; Charakteristik der hauptsächlichsten Typen des Sprachbaues, Berlin 1860; Philologie, Geschichte u. Psychologie in ihren gegenseitigen Beziehungen, Berlin 1864; Abriss der Sprachwissenschaft, Berlin 1871-93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„HAJIM STEINTHAL aber war es vorbehalten, die romanistische Linguistik als ein Teilgebiet der Sprachwissenschaft, und zwar nach den von ihm im Anschluss an die HERBARTsche Philosophie festgelegten Grundsätzen einer historisch-psychologischen Betrachtung in den Berliner Universitätsunterricht einzuführen, und es sei gleich hinzugefügt, dass er bis an das Ende seiner akademischen Laufbahn dahin gehörige Materien mit grosser Vorliebe zum Gegenstande von Vorlesungen gewählt hat. Dass Steinthal die romanischen Sprachen als Töchter des Lateinischen in W. v. HUMBOLDT&amp;lt;sup&amp;gt;s&amp;lt;/sup&amp;gt; Sinne aufgefasst und damit den wohlbegründeten Widerspruch von FRANZ SCHMOLLE herausgefordert hat, sei hier nur kurz angedeutet. Von der Art seiner romanisch-linguistischen Ideen kann man nach Massgabe seiner allgemeinen sprachphilosophischen Richtung eine im ganzen wohl zutreffende Vorstellung gewinnen; es wäre aber sehr erwünscht, wenn einer seiner Hörer sich über den Umfang und die Tiefe seiner romanischen Kenntnisse im einzelnen und ihre Verwendung bei der Einordnung in die grossen leitenden Prinzipien einmal vernehmen liesse“ (Risop, 1910, 51).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2781 HSchA Nr. 11271]; Michael Holzman, ADB 54, 1908, 467-474; Risop, Die romanische Philologie, 1910, 50-51; Jürgen Trabant, „,und die Seele leuchtet aus dem Style hervor‘. Zur Stiltheorie im 19. Jhdt.: Heymann Steinthal“, in: Ders. (Hrsg.), Logos semantikos. (FS Coseriu), Bd. 1, Geschichte der Sprachphilosophie u. der Sprachwissenschaft, Berlin-New York / Madrid, 1981, 245-258; Rudolf Lassahn, BBKL 10, 1995, Sp. 1335-1338; Hartwig Wiedebach / Annette Winkelmann (Hrsg.), Chajim H. Steinthal. Sprachwissenschaftler u. Philosoph im 19. Jahrhundert = Chajim H. Steinthal. Linguist and Philosopher in the 19&amp;lt;sup&amp;gt;th&amp;lt;/sup&amp;gt; Century, Leiden 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Spitzer,_Siegfried_Leo</id>
		<title>Spitzer, Siegfried Leo</title>
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				<updated>2016-12-01T14:02:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Siegfried ''Leo'' Spitzer''' (7.2.1887 Wien – 16.9.1960 Forte dei Marmi b. Viareggio); Sohn des Forstbesitzers u. Holzfabrikanten Wilhelm Spitzer (1848-1919); Verwandter des humoristischen Feuilletonisten Daniel Spitzer (1835-1893)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Stilistik &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besuch der Volksschule u. Franz-Josefs-Gymn. Wien; 1906/07-10 Stud. Rom. u. Philos. Wien; 1910/11 Paris (Sorbonne, École des Hautes Études, Collège de France, École des Langues Orientales); 1911/12 Leipzig; 19.4. / 6.5.1910 Prom. (Wilhelm Meyer-Lübke) Wien; 4.3.1913 Habil. Wien; 1913-18 PDoz. Wien, unterbrochen durch Kriegsdienst 1915-16; ab 1916 gleichzeitig tätig in der Zensurabt. d. Gemeinsamen Zentralnachweisebüros Wien als Leiter einer ital. Zensurgruppe; 1918 Umhab. Bonn; 1919 PDoz. mit LA f. Lit. u. Sprache d. iberischen Halbinsel; 1921 nb. ao. Prof. Bonn; 1925 o. Prof. Marburg u. Dir. d. Rom. Sem.; 1930 o. Prof. Köln; April 1933 aufgrund der Rassengesetze suspendiert; 1933 Prof. f. „europäische Philologie“ Istanbul; 1936 Prof. Johns Hopkins University Baltimore/Madison; 1946 Rückberufung nach Köln abgelehnt; 1956 em.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 Premio Feltrinelli d. Accad. Nazionale dei Lincei, Rom; 1956 Accad. dei Lincei, Rom; Accad. della Crusca Florenz; Rumän. Akad. d. Wiss.; korr. Mitgl. Akad. d. Wiss. Heidelberg; Hispanic Society New York.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archivum Romanicum, Heft 31, 1937 (FS zum 50. Geburtstag); Studia philologica et litteraria in honorem L. Spitzer. Hrsg. von A. G. Hatcher u. K. L. Selig, Berlin 1958.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wortbildung als stilistisches Mittel, exemplifiziert an Rabelais, Halle a. S. 1910 (Diss.); Fremdwörterhatz u. Fremdvölkerhaß. Eine Streitschrift gegen die Sprachreinigung, Wien 1918; Anti-Chamberlain. Betrachtungen eines Linguisten über Houston Stewart Chamberlains „Kriegsaufsätze“ u. die Sprachbewertung im allgemeinen, Leipzig 1918; Aufsätze zur romanischen Syntax u. Stilistik, Halle a. S. 1918, 1967; Studien zu Henri Barbusse, Bonn 1920; Die Umschreibungen des Begriffes „Hunger“ im Italienischen, Halle a. S. 1920; Italienische Kriegsgefangenenbriefe. Materialien zu einer Charakteristik der volkstümlichen italienischen Korrespondenz, Bonn 1921 (auch ital.); Italienische Umgangssprache, Bonn-Leipzig 1922; Puxi, eine kleine Studie zur Sprache einer Mutter, München 1927; Stilstudien, 2 Bde., München 1928, 1961; Romanische Stil- u. Literaturstudien, 2 Bde., Marburg 1931; Essays in Historical Semantics, New York 1948, 1968; Linguistics and Literary History. Essays in Stilistics, Princeton 1948, 1962; A Method of Interpreting Literature, Northampton, Mass. 1949; Critica stilistica e storia del linguaggio, ed. Alfredo Schiaffini, Bari 1954, 1966; Romanische Literaturstudien 1936-1956, Tübingen 1959; Interpretationen zur Geschichte der französischen Lyrik [Gastvorlesungen Heidelberg SS 1958]. Hrsg. von Helga Jauß-Meyer u. Peter Schunck, Heidelberg 1961; Essays on English and American Literature, ed. Anna Granville Hatcher, Princeton, N. J. 1962; Classical and Christian Ideas of World Harmony, Baltimore 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Während Spitzer also den rhetorischen Gestus des Positivismus benutzte, um seine ungebrochene Loyalität zu den nüchternen Prinzipien seiner akademischen Ursprünge herauszustellen, verrät die zunehmende Häufigkeit, mit der das Wort ,Stil‘ als (selbst-)beschreibendes Attribut auftaucht, seine wachsende Nähe zu Voßlers Position. 1922 bot der achtzigste Geburtstag des großen Linguisten Hugo Schuchardt, Emeritus der Universität Graz, Leo Spitzer die Möglichkeit, gleichsam als eine Liebeserklärung an einen potentiellen Adoptivvater innerhalb der akademischen Welt zu schreiben, den er sich als die Verkörperung einer Konvergenz zwischen Meyer-Lübke und Voßler vorstellen wollte. Auch wenn Spitzer aufgrund von Schuchardts Alter und dessen berühmter ostentativer Distanz gegenüber dem akademischen Alltag der Berufungen und Beförderungen auf keinerlei institutionelle Unterstützung durch ihn hoffen konnte, stellte er eine umfassende – und intellektuell beeindruckende – Auswahl von Schuchardts thematisch weit gestreuten (und wie es scheint: nicht leicht zugänglichen) Essays zusammen. Da Schuchardts Forschungen ihm den Respekt selbst der positivistischsten aller Sprachwissenschaftler eingebracht hatten, fühlte sich Spitzer nun frei, sein Werk als Paradigma jener Überleitung der Sprachanalyse in die Kulturwissenschaften zu rühmen, welche er nur zwei Jahre zuvor so harsch an seinem Rivalen Eugen Lerch verurteilt hatte“ (Gumbrecht, 2001, 33-34).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/877 HSchA Nr. 10763-11215]; Erich Köhler, RoJb 5, 1952, 37-40 (Schrift.-Verz.); Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis, 1979, 612; Christmann / Hausmann, Deutsche und österreichische Romanisten, 1989, 322-324 (Strobach-Brillinger); Hausmann, „Aus dem Reich“, 1993, 21-43, 145-169; LexGramm 1996, 877-878 (Edgar Radtke); Gumbrecht, Leo Spitzers Stil, 2001; LRL I, 2, 2001, 198-200 (Wolf-Dieter Stempel); Gumbrecht, Vom Leben und Sterben, 2002, 72-151; Leo Spitzers Briefe, 2006, XIII-XL (Einleitung Bernhard Hurch); Hausmann, „Vom Strudel“, 2008, 813-814, bes. 309-336; Bernhard Hurch, NDB 24, 2010, 722-724; Maas, Verfolgung u. Auswanderung, 2010, 762-786; Angela Bianchini, (Übers. u. Kommentar: Frank-Rutger Hausmann), „Rückkehr nach Johns Hopkins – Hommage an Leo Spitzer“, RZLG 35, 2011, 135-160.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stilistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Seifert,_Eva_Johanna_Helene</id>
		<title>Seifert, Eva Johanna Helene</title>
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				<updated>2016-12-01T14:00:57Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''''Eva'' Johanna Helene Seifert''' (8.10.1889 Altenburg, Sachsen-Anhalt – nach 1957 Berlin); Tochter des Kaufmanns u. Bankdirektors Adolf Seifert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Spanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 Abitur Dreikönigschule Dresden; 1910-16 Stud. Neuere Sprachen u. Gesch. Oxford, Freiburg i. Br., Marburg, Berlin; 31.10.1916 1 StE.; 29.4.1919 Prom. (Heinrich Morf; Erhard Lommatzsch) Berlin; 24.9.1920 2. StE.; 1918-20 Probezeit Oberlyzeum Lichterfelde, Oberlyzeum Südende-Mariendorf, Auguste Victoria-Schule; 1920-21 Kleistlyzeum Berlin; 1939 StR.in Hansaschule Berlin; WS 1941/42 LA (Geschichte Spaniens) FWU Berlin; 1949 LA FU Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entwicklung der Proparoxytona auf ''-ite'', ''-ita'', ''-itu'' im Galloromanischen, Leipzig-Borna 1919 (Diss.); Die Proparoxytona im Galloromanischen, Halle a. S. 1923; Moderne spanische Prosa, Leipzig 1927; Die Verben „habere“ u. „tenere“ im „Fuerzo Juzgo“, Coimbra 1930; Novos aspectos do filologia românica, Coimbra 1934; Tenere „Haben“ im Romanischen, Florenz 1935; Germânia romana: conferência realizada na Faculdade de Letras, curso de ferias, de 1935, Coimbra 1935; Uma volta pelos arabismos da terra iberoromânica: conferência realizada na Faculdade de Letras, curso de ferias, de 1935, Coimbra 1935; Lectura divertida: Leichte span. Lesetexte f. Anfänger ausgew. u. bearb. von Eva Seifert, Bielefeld 1951.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2720 HSchA Nr. 10497]; Handbuch d. dt. Wissenschaft I, 1949, 11; Asen, Gesamtverzeichnis, 1955, 185; BBF, Archivdatenbank; romanistinnen.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spanisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Richter,_Elise</id>
		<title>Richter, Elise</title>
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				<updated>2016-12-01T13:53:46Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Elise Richter''' (2.3.1865 Wien – 21.6.1943 Ghetto Theresienstadt); Tochter von Dr. med. Maximilian Richter (1824-1890), Chef des Sanitätsdienstes der k. u. k. privilegierten Südbahn; Schwester der Anglistin Helene Richter (1861-1942)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. historische romanische Lautlehre u. Syntax, zumal der ältesten Zeit; historische romanische Semantik; allgemeine Phonetik; zeitgenössisches Französisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897, nach Privatunterricht u. Gasthörerschaft U Wien Maturitätsprüfung als Externe Akad. Gymn. Wien; im gleichen Jahr, nach Zulassung der Frauen zum Studium, Immatrik. Wien Indogerm., Germ. u. Rom.; 2.7.1901 Prom. (Wilhelm Meyer-Lübke; Adolfo Mussafia) als dritte Frau in Wien; 3.6.1905 Habil. Wien; 1907 erste PDoz.in Österreich; 29.8.1921 Titel einer ao. Professorin, doch erst 1927 bezog sie Gehalt aufgrund eines am 14.2.1922 erteilten LA.s f. Sprachwiss. u. Phonetik; 1922 Gründung d. Verbands der Akademikerinnen Österreichs (Mitgl. bis 1930). Am 10.3.1938 Beendigung d. Lehrtätigkeit; nach dem „Anschluß“ Österreichs an das Dt. Reich verlor sie am 23.4.1938 aufgrund der NS-Rassengesetze ihren LA. 1940 beendete sie ihre thematisch geordnete Autobiographie „Summe des Lebens“, einen durch Nüchternheit wie analytische Schärfe bestechenden Lebensbericht. Ein Angebot, nach Großbritannien zu emigrieren, lehnten R. und ihre Schwester ab. 1941 (oder 42) Zwangseinweisung in ein Wiener Altersheim; am 10.10.1942 Deportation beider Schwestern nach Theresienstadt, wo sie im Abstand eines halben Jahres starben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Elise Richter ist ein Preis benannt, den der DRV seit 1999 anläßlich der Romanistentage für herausragende Dissertationen u. Habilitationen vergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Erziehung u. Entwicklung“, in: Elga Kern (Hrsg.), Führende Frauen Europas in sechzehn Selbstschilderungen, München 1928, 70-93; Summe des Lebens, Wien 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entwicklung der romanischen Wortstellung aus der lateinischen, Halle a. S. 1903 (Diss.); AB im Romanischen, Halle a. S. 1904 (Habil.-Schr.); Die Bedeutungsgeschichte der romanischen Wortsippe bur(d), Wien 1908; Wie wir sprechen. Sechs volkstümliche Vorträge, Leipzig 1912, 1925; Fremdwortkunde, Leipzig-Berlin 1919; Lautbildungskunde. Einführung in die Phonetik, Leipzig-Berlin 1922; Die Entwicklung des neuesten Französischen, Bielefeld-Leipzig 1933; Beiträge zur Geschichte der Romanismen I. Chronologische Phonetik des Französischen bis zum Ende des 8. Jahrhunderts, Halle a. S. 1934; Kleinere Schriften zur allgemeinen u. romanischen Sprachwissenschaft. Hrsg. Yakov Malkiel / B. M. Woodbridge, Jr., Wolfgang Meid, Innsbruck 1977 (bibl. raisonnée 583-599).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Sie reklamierte für sich eine Sprachforschung, der ,keine sprachliche Äußerung entgehen durfte‘ […] – und stand damit durchaus auch im Horizont der zeitgenössischen unmittelbaren Sprachanalyse, wenn sie ,diskursanalytisch‘ aktuelle Fragestellungen der Öffentlichkeit aufgriff […]. Sprachwissenschaft hatte für sie einen umfassenden Sinn: Basis war die Phonetik (die sie instrumentell betrieb – sicherlich ein gezielter emanzipatorischer Akt einer Frau, in der gesuchten naturwissenschaftlichen Orientierung, erleichtert vielleicht durch einen Vater, der als Arzt praktizierte), und insofern war für sie (wie für die späteren deskriptiven Strukturalisten) die ''gesprochene'' Sprache methodisch primär, die die analytischen Muster gerade auch zur sprachlichen Rekonstruktion liefern mußte. Die Schriftsprache kommt bei ihr nur indirekt in den Blick: als indirekte Ausdrucksform der grundsätzlich gesprochenen Sprache wie in ihrem als ,Einführung in die Sprachwissenschaft‘ avisierten Bändchen ''Wir sprechen''. Dann vor allem als (in der Regel verzerrte) Form der historischen Belege […]. Ihre syntaktische Theorie gründete sie auf sorgfältige experimentelle Studien, vor allem auch im Bereich von Akzent und Intonation, indem sie den Satzbau aus den dialogischen Bedingungen der Gesprächssituation zu begreifen sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der positivistischen Faktenanhäufung der Junggrammatiker hat sie die Grenzen des sprachwissenschaftlichen Gegenstandsbereiches weit gezogen: wie auch bei anderen ihrer Generation bildet die Analyse stilistischer Erscheinungen den Grenzwert syntaktischer Analysen und gehört insofern dazu; von da aus konnte sie dann auch Exkurse in literarische Bereiche unternehmen (wie etwa in ihrem einflußreich gewordenen Aufsatz ,Impressionismus, Expressionismus und Grammatik‘). Damit konnte sie sich in Übereinstimmung mit den frühen strukturalistischen Theoriereflexionen sehen. Wenn sie schon früh de Saussures Vorlesungen rezipiert, so i. S. von dessen Schüler und Herausgeber Bally: die synchronische Beschreibung der Sprachstruktur als ein analytisch erforderliches Artefakt, das bei der Analyse der Sprachpraxis im Hinblick auf seine praktische ''Motiviertheit'' weiter zu bestimmen ist“ (Maas, 2010, I, 632-633).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2516 HSchA Nr. 09540-09581]; Benjamin M. Woodbridge Jr., A Bibliography of the Writings of Elise Richter, Romance Philolgy 26, 1972-73, 342-360; H. H. Christmann, Frau und „Jüdin“ an der Universität. Die Romanistin E. R., Mainz 1989; Christmann, in: Christmann / Hausmann, Deutsche u. österreichische Romanisten, 1989, 316-317; LexGramm 1996, 791-792 (Ernst Pulgram); Hausmann, NDB 21, 2003, 525-526; Hurch, Bausteine I, 2009, 113-133 („,Bedauern Sie nicht auch, nicht an der Front zu sein?!‘, oder: Zwei Generationen und Krieg. Der Briefwechsel zwischen Hugo Schuchardt und Elise Richter“); 135-197 („,Damours vient mon chant et mon plour‘. Briefe von Carolina Michaëlis de Vasconcellos an Elise Richter“); 199-244 („,Wir haben die Zähigkeit des jüdischen Blutes!‘ Leo Spitzer und Elise Richter“); Maas, Verfolgung und Auswanderung, 2010, I, 631-645; Tanzmeister, „Die Wiener Romanistik“, 2010, 488-514; Hausmann, „Romanisten erinnern sich“, 2010, 141-142; Hoffrath, Bücherspuren, 2010; www.romanistinnen.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Micha%C3%ABlis_de_Vasconcelos,_Carolina_Wilhelmina_(auch:_Karoline_Michaelis)</id>
		<title>Michaëlis de Vasconcelos, Carolina Wilhelmina (auch: Karoline Michaelis)</title>
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				<updated>2016-12-01T13:37:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Carolina Wilhelmina Michaëlis de Vasconcelos [auch: Karoline Michaelis]''' (15.3.1851 Berlin – 18.11.1925 Porto); Tochter des Mathematikers u. Parlamentsstenographen Prof. Gustav Michaelis (1813–1895) u. der Louise Lobeck († 1863); Ehefrau des portugiesischen Kunsthistorikers Joaquim António da Fonseca Vasconcel[l]os (1849–1936), Prof. in Porto&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Hispanistik u. Lusitanistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857–66 Höhere Töchterschule Berlin; da Frauen ein Stud. nicht erlaubt war, bildete sie sich im Selbststudium u. im Kontakt mit angesehenen Romanisten wie Graziadio Isaia Ascoli, Gaston Paris, Adolfo Mussafia, Hugo Schuchardt u. Friedrich Diez zur Romanistin; 1876 Eheschließung u. Übersiedlung nach Porto; 1911 Lehrstuhlinhaberin Lissabon (nicht ausgeübt); o. Prof. f. German. u. Rom. Philol. in Porto (ausgeübt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrenmitgl. d. Inst. f. Lebende Sprachen, Berlin; 1893 Dr. h. c. Freiburg i. Br.; 1916 Hamburg; 1923 Coimbra; 1911 Offz. d. Ordens v. Santiago.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studien zur romanischen Wortschöpfung, Leipzig 1876; Studien zur hispanischen Wortbedeutung, Florenz 1885; Romanzenstudien, Halle a. S. 1891; Der portugiesische Infinitiv, Erlangen 1891; Geschichte der portugiesischen Literatur, Straßburg i. E. 1893; Zum Liederbuch des Königs Denis von Portugal: textkritische u. litterarhistorische Bemerkungen, Halle a. S. 1895; Randglossen zum altportugiesischen Liederbuch 1896; Notas Vicentinas: Preliminares de uma edição crítica das obras de Gil Vicente, 4 Bde., Coimbra 1912–22; A saudade portuguesa: Divagações filológicas e literário-históricas em volta de Inês de Castro e o Cantar Velho, Porto 1922; Tragedia de la insigne Reina Dona Isabel, 1922; [vgl. Gerhard Moldenhauer, „Bibliografia de D. Carolina Michaëlis de Vasconcelos“, Revista da Universidade de Coimbra 11, 1933, XVII-XXII, 171 Titel].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„M. war eine der herausragenden Gestalten des portugies. Geisteslebens und eine bedeutende Vermittlerin zwischen deutscher und portugies. Kultur. Ihre ersten wissenschaftlichen Arbeiten galten dem romanischen Wortschatz. 1876 erschien ein umfangreicher Band ,Studien zur romanischen Wortschöpfung‘, sodann die ,Studien zur hispan. Wortbedeutung‘ (1885), deren Ergebnisse zum sicheren Bestand der romanischen Wortkunde geworden sind. Volkskunde und Literaturwissenschaft verbinden sich in ihren Arbeiten zu einer schönen Harmonie; M. besaß ein feines ästhetisches Empfinden, und in ihren Werken paart sich philologische Gründlichkeit mit künstlerischer Auffassungsgabe. Aus ihren zahlreichen Arbeiten ragen die Untersuchungen und Ausgaben altportugies. Liederbücher vor allem des ,Cancioneiro da Ajuda‘, die kritische Ausgabe der Werke Sá de Mirandas (1895), die Kommentare zu den dramatischen Schöpfungen Gil Vicentes und ihre Camões-Studien hervor“ (Kröll, 1994, 438).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2194 HSchA Nr. 07313-07351]; Fritz Krüger, „C. M. de V. zum Gedächtnis“, ZrP 46, 1926, 513–516; Albin E. Beau, D. Carolina Michaelis de Vasconcelos: conferência lida em 7 de Decembro de 1956 para inaugurar uma exposição comemorativa, Lissabon 1958; Winfried Busse, „Eine Berliner Romanistin in Portugal: Carolina Michaëlis de Vasconcelos (1851–1925)“, in: Trabant, Beiträge, 1988, 45–56 (P mit ihren Enkeln); Heinz Kröll, NDB 17, 1994, 437–438; Scheler, „Geschichte“, 2007, 41; Hurch, Bausteine I, 2009, 19–111 („,In der Phäakenluft von Graz bin ich erst recht faul geworden‘. Der Briefwechsel von Caroline Michaëlis de Vasconcellos und Hugo Schuchardt“); Maria M. G. Delille (Hrsg.), Carolina Michaëlis e Joaquim de Vasconcelos a sua protecção nas artes e nas letras portuguesas, Coimbra 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spanisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Portugiesisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturwissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Lemcke,_Ludwig_Gustav_Konstantin</id>
		<title>Lemcke, Ludwig Gustav Konstantin</title>
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				<updated>2016-12-01T13:29:52Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''''Ludwig'' Gustav Konstantin Lemcke''' (25.12.1816 Brandenburg a. d. Havel – 21.9.1884 Gießen); Sohn eines Apothekers u. Stadtrats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie; Anglistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1827-35 Pro- u. Obergymn. Braunschweig; 1835/36 Collegium Carolinum Braunschweig, dort Abitur; 1836-40 Stud. Alte u. Neue Sprachen, Sanskrit, Arabisch, Gesch. u. Lit. Berlin; 1839 od. 40 Prom. Berlin; 1840-63 Privatgelehrter u. Lehrer in Braunschweig (Pottsche Mädchenschule; ab 1859 Obergymn. Braunschweig); Forschungsreisen nach Paris; 27.3.1863 ao. Prof. f. Neuere Sprachen u. Abendländ. Lit. Marburg (Nachf. v. Adolf Ebert); 15.4.1865 o. Prof. Marburg; 1.10.1867 o. Prof. d. Rom. u. Engl. Philol. Gießen; 1870 Gründung einer „Romanisch-englischen Gesellschaft“; 1873/74 Rektor U Gießen; abgelehnte Rufe Breslau 1873 u. Marburg 1874; August 1882 i. R.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hrsg. Jahrbuch für romanische u. englische Litteratur, 1865-1877.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handbuch der spanischen Litteratur: Auswahl von Musterstücken aus den Werken der klassischen spanischen Prosaisten u. Dichter von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart, mit biographisch-litterarischen Einleitungen, 3 Bde., Leipzig 1855-64; Die Wechselbeziehungen zwischen Geisteswissenschaften u. Naturwissenschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akademische Festrede, Gießen 1873.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Er beschäftigte sich insbesondere mit Arbeiten, die sich auf die romanischen Sprachen und Literaturen bezogen. Um diese an der Quelle zu studieren und um für sein Handbuch der spanischen Literatur die Kaiserliche Bibliothek zu benutzen, ging er 1853 auf ein Jahr nach Paris, begab sich auch zum Studium der Schätze des Britischen Museums wiederholt nach England. Mitte der 50er Jahre veranlassten ihn Vermögensverluste, sich dem Lehrfache zu widmen“ (Kössler).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2020 HSchA Nr. 06376-06381]; Hermann Breymann, Nachruf, ASNSpr 74, 1885, 109-114; W. Mangold, Englische Studien 9, 1886, 496-505 (Schrift.-Verz.); Edward Schröder, ADB 51, 1906, 639-642; Gundlach, Catalogus professorum Academiae Marburgensis, 1927, Nr.721; Haenicke / Finkenstaedt, Anglistenlexikon, 1992, 194-195; Kössler, Personenlexikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anglistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Hubschmid,_Johann_Ulrich</id>
		<title>Hubschmid, Johann Ulrich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Hubschmid,_Johann_Ulrich"/>
				<updated>2016-12-01T13:19:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Johann Ulrich Hubschmid [Hubschmied]''' (4.2.1881 Rüschegg – 14.5.1966 Küsnacht); Sohn des ref. Pfarrers Johann Hubschmid&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Ortsnamenkunde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberschule Rüschegg; Städt. Gymn. Bern; Stud. Rom. u. Germ. Zürich (Heinrich Morf), Bern (Louis Gauchat), Florenz (Ernesto Giacomo Parodi) u. Paris (Mario Roques; Jules Gilliéron); 1904 Gymnasiallehrerdiplom (Franz., Ital., Latein); 1907 Prom. Bern; 1906-09 Mitarb. am Idiotikon; 1906 Lehrer Lehrerseminar Küsnacht; 1923-49 Lehrer Gymnasium Zürich; 1944 Habil.; 1944-52 PDoz. Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bildung des Imperfekts im Frankoprovenzalischen, Halle a. S. 1914 (Diss.); Bezeichnungen von Göttern u. Dämonen als Flussnamen. Antrittsrede, Bern 1947.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Lebensarbeit J.U. Hubschmieds liegt heute in einer ununterbrochenen Kette linguistischer Pubikationen vor. Seine Untersuchungen bewegen sich aus dem romanistischen Bereich der Gegenwart in die Tiefe der gallischen, illyrischen und zuletzt eben auch der etruskischen Frühzeit. Anhand von dunkeln, nach Deutung rufenden Örtlichkeitsnamen suchte er den Schleier der Jahrtausende zu heben und in den helvetischen und rätischen Tälern die Spuren aufzudecken, die die längst untergegangenen Vorsiedler in diesen erstarrten und sinnleer gewordenen Namenrelikten hinerlassen hatten. Mit unaufhaltsamer Spürkraft und unbeirrter Intuition versuchte er an diesen alten Namen zugleich auch die Denk- und Vorstellungswelt der einst auf unserm Boden hausenden Frühvölker zu erhellen, und er zeichnete nun, besonders aus den Zeugnissen des gallischen Namenserbes, eine urtümlich-magische, von unserm logischen Denken weit abliegende Auffassungsweise nach: nicht mehr eine Welt distanzierter Objekte ersteht in Hubschmieds Deutung solcher Namenszusammenhänge, sondern eine phantasievoll verlebendigte Landschaft, in der noch Götter und Unholde ihr Wesen treiben. Vor allem die vorrömisch-gallischen Flussnamen sind nach seiner Überzeugung überwiegend Benennungen einer Gottheit, die einst in dem Gewässer gehaust haben soll. […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Ausbreitung vorgeschichtlicher Sprachvolkstümer, über älteste Verkehrswege in den Alpen, über die ursprüngliche Naturgegebenheit wie über alte Rechtsverhältnisse hat unser Ortsnamenforscher ebenfalls immer wieder Aufschlussreiches dargelegt“ (Zinsli, 1958/59, 360).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/1807 HSchA Nr. 04874-04891]; NL Augsburg, UA (Romanistenarchiv); Paul Zinsli, „Johann Ulrich Hubschmid“, Onoma 8, 1958/59, 359-361 (P; Schrift.-Verz.); Johannes Hubschmid, „Johann Ulrich Hubschmid“, Onoma 11, 1964/65, 321-325; K. Marti-Weissenbach, hls (online).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsnamenkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Hoepffner,_Ern(e)st</id>
		<title>Hoepffner, Ern(e)st</title>
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				<updated>2016-12-01T13:12:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ern(e)st Hoepffner''' (14.11.1879 Runzenheim / Elsaß – 16.10.1956 Straßburg); Sohn des Pfarrers Theodor Eugen Hoepffner (1850-1926) u. der Anna Emilie Jung (1856-1929); Bruder des Rechtsanwalts Robert Hoepffner (1892-1972), Präsident der Evangelischen Kirche Augsburger Konfession im Elsass u. Lothringen 1938-54&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Abitur Protestant. Gymn. Straßburg; Stud. Rom. u. Klass. Philol. Straßburg; 1903 Prom. (Gustav Gröber) Straßburg; 1904 Studienaufenthalt Paris (Antoine Tomas; Joseph Bédier; Alfred Morel-Fatio); 1906 Habil. Straßburg; PDoz. (Altfranz. u. Altprovenz.); 1911 o. Prof. Jena (Nachf. v. Leo Wiese); 1918 Rückkehr ins Elsaß; 1919-48 Lehrstuhl Université de Strasbourg; 1940-44 exiliert mit der Université de Strasbourg in Clermont-Ferrand; 1943 Gestapohaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Korr. Mitglied d. Académie des Inscriptions et Belles-Lettres; Officier de la Légion d’honneur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hrsg. Zeitschrift f. Rom. Philologie, 1912-1919; Mithrsg. Romania.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mélanges de philologie romane et de littérature médiévale: offerts à Ernest Hoepffner par ses élèves et ses amis, Paris 1949 (Schrift.-Verz.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/1774 HSchA Nr. 04772-04795]; Eustache Deschamps. Biographische Studie, Straßburg 1903 (Diss.; Teildruck); Eustache Deschamps. Leben und Werke, Straßburg 1904; La prise amoureuse von Jehan Acart de Hesdin: allegorische Dichtung aus dem XVI. Jahrhundert, zum ersten Male hrsg., Dresden 1910; Œuvres de Guillaume de Machaut, 3 Bde., Paris 1908-1921.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„L’activité scientifique de notre confrère s’est dépensée dans deux domaines différents: l’ancien français et l’ancien provençal de deux sortes: des éditions de textes et des études proprement littéraires. J’ignore les raisons qui ont amené Ernest Hoepffner à consacrer sa dissertation inaugurale à Eustache Deschamps, poète à l’œuvre surabondante et qui mourut à l’aube du XV&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècle; mais on comprend que cette dissertation l’ait conduit au maître d’Eustache Deschamps, à ce Guillaume de Machaut dont il entreprit d’éditer les œuvres dès 1908. Si l’on en croit un excellent juge en la matière, l’édition entreprise par Ernest Hoepffner et qui devait comprendre trois volumes était une œuvre d’abnégation, car, si Guillaume de Machaut est un poète toujours prolixe, il est souvent insipide; mais il a été le créateur de nouvelles formes strophiques, qui ont persisté durant deux siècles et l’édition de ses œuvres a été pour Ernest Hoepffner l’occasion de plusieurs articles qui constituent une contribution fort originale à l’histoire de la versification française au Moyen Age“ (Perrin, 1956, 398).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Charles-Edmond Perrin, „Éloge funèbre de M. Ernest Hoepffner, membre libre non résidant“, Comptes rendus des séances de l’Académie des Inscriptions et Belles Lettres 100, 1956, 396-401; Baldinger, „Der Max Niemeyer Verlag u. die Romanistik“, 1995, 182 (P), Hausmann, „Elsässische Romanistikprofessoren, 2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Fetter,_Johann_O.</id>
		<title>Fetter, Johann O.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Fetter,_Johann_O."/>
				<updated>2016-12-01T12:51:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Johann O. Fetter''' (24.12.1847 Ledeč, Unter Kralowetz, Böhmen - 1897 Wien); Sohn von Josef u. Antonye geb. Bohacs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktik des Französischunterrichts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1872 Lehrer Theresianische Akad. (er unterrichtet u. a. Kg. Alfons XII. v. Spanien); 1875-76 deutsche Staats-Oberrealsch. Trautenau (Truntov); 1876 Oberrealschule Graz; 1884-93 Realschulprof. k. k. Staatsunterrealschule Leopoldstadt Wien, II. Glockengasse; 1894 Dir. k. k. Staatsoberrealschule im IV. Bezirk Wiens, vormals Wiener Communal-Oberrealschule;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Commandeur d. span. Isabellen-Ordens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emploi de la négation dans les chefs-d’œuvres de Corneille, Trautenau 1876; Emploi de l’infinitiv dans la syntaxe francaise, Graz 1877; Lehrgang der französischen Sprache, 5 Teile, Wien 1888-90; Ein Versuch mit der analytischen Lehrmethode beim Unterricht in der französischen Sprache, Wien 1888; Über die Reformbestrebungen auf dem Gebiete des neusprachlichen Unterrichtes, Wien 1888; Zwei Jahre Erfahrungen mit der analytischen Lehrmethode beim Unterricht in der französischen Sprache, Wien 1889; Französischer Reform-Unterricht, Wien 1890-91; Lehrgang der französischen Sprache, Wien 1897; [Hrsg. verschiedener Lehrbücher für den Französisch-Unterricht].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Der Wiener Realschul-Direktor JOH. FETTER hat mit seinem fünfbändigen Unterrichtsmittel eine recht tüchtige Arbeit geliefert, in dem die auf direkter und geistiger Anschauung beruhenden Erfahrungs- und Vorstellungskreise des Schülers zu ihrem Rechte kommen. Einige kühne Streichungen im Lesestoff würden den übertrieben starken Umfang des Werkes weniger unliebsam empfinden lassen“ (KrJb 2, 1896-97, 326 [R. Kron]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
HSchA 03030; Wendt, Enzyklopädie, 1909, 446, bes. 182-183.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachdidaktik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulunterricht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Fankhauser,_Franz</id>
		<title>Fankhauser, Franz</title>
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				<updated>2016-12-01T12:49:14Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Franz Fankhauser''' (2.9.1883 Bleichegut b. Burgdorf, Kt. Bern – 16.11.1959 Winterthur); Sohn des Landwirts u. Unternehmers Franz Fankhauser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Lexikographie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burgerliche Elementarschule u. Gymn. Burgdorf; 1902 Maturität; 1902-09 Stud. Rom., Klass. Philol., Sanskrit u. Gesch. Basel, dann Bern (Louis Gauchat); Juli 1909 Prom. (Karl Jaberg) Bern; 1909-53 Lehrer f. Franz., Ital. u. Lat. Gymn. Winterthur; 1929 Rufangebot Lausanne abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Patois von Val d’Illiez (Unterwallis), Halle a. S. 1911 (Diss.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Neben der Schultätigkeit setzte die Forschung nicht aus. Wir wiesen schon auf die Sammlung der westschweizerischen Flur- und Familiennamen hin, die Franz Fankhauser angelegt hat. In ähnlicher Weise arbeitete er mit seinem Vetter, dem Mediziner Prof. Leopold Rütimeyer, an dessen Ur-Ethnographie der Schweiz. Von den eigenen Forschungen sind zum Abschluß gekommen: «Zu tessinisch torba» 1918, «Aus der Walliser Volkskunde des XVIII. Jahrhunderts, nach den Aufzeichnungen des Pfarrers J. M. Clement in Mase» 1926 und «Traubentransport in Ledersäcken im Wallis» 1936. Zeigen diese Arbeiten die Besonderheit seiner Forschungsweise, das Verbinden von Sache und Wort, so liegt der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Leistung in der Mitarbeit am ''Glossaire des Patois de la Suisse romande'', am ''Dicziunari rumantsch grischun'', am ''rätoromanischen Namenbuch'', am ''Sprach- und Sachatlas Italiens und der Südschweiz'', am ''französischen etymologischen Wörterbuch'' von W. von Wartburg. An der inhaltlichen und drucktechnischen Gestaltung der Jubiläumsschriften für seine Freunde, die Professoren Gauchat, Jaberg und Jud, und weitgehend auch an der Beschaffung der Mittel dafür hat F. F., wie er in den Briefen kurz bezeichnet wird - als Fank lebt er in Wintertthur weiter - die Hauptarbeit geleistet. Sechzehn wertvolle Sammlungen zur Namenkunde (Noms de lieu et de famille) harren noch der Bearbeitung, über fünfzig Dissertationen hat unser Freund nebenher als Berater und Korrektor betreut, vielen, vielen tausend Druckfahnen das Imprimatur gegeben“ (Aeschlimann, 1961, 13-14).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
HSchA Nr. 02872-02874; Max Pfister, VRom 18, 1959, 379-387; Andrea Schorta, „In memoria da dr. Franz Fankhauser“, Analas da la Societad Retorumantscha 73, 1960, 222-226; Rudolf Aeschlimann, Burgdorfer Jb. 1961, 11-17 (P).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lexikographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

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		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Fankhauser,_Franz</id>
		<title>Fankhauser, Franz</title>
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				<updated>2016-12-01T12:48:52Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Franz Fankhauser''' (2.9.1883 Bleichegut b. Burgdorf, Kt. Bern – 16.11.1959 Winterthur); Sohn des Landwirts u. Unternehmers Franz Fankhauser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Lexikographie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burgerliche Elementarschule u. Gymn. Burgdorf; 1902 Maturität; 1902-09 Stud. Rom., Klass. Philol., Sanskrit u. Gesch. Basel, dann Bern (Louis Gauchat); Juli 1909 Prom. (Karl Jaberg) Bern; 1909-53 Lehrer f. Franz., Ital. u. Lat. Gymn. Winterthur; 1929 Rufangebot Lausanne abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Patois von Val d’Illiez (Unterwallis), Halle a. S. 1911 (Diss.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Neben der Schultätigkeit setzte die Forschung nicht aus. Wir wiesen schon auf die Sammlung der westschweizerischen Flur- und Familiennamen hin, die Franz Fankhauser angelegt hat. In ähnlicher Weise arbeitete er mit seinem Vetter, dem Mediziner Prof. Leopold Rütimeyer, an dessen Ur-Ethnographie der Schweiz. Von den eigenen Forschungen sind zum Abschluß gekommen: «Zu tessinisch torba» 1918, «Aus der Walliser Volkskunde des XVIII. Jahrhunderts, nach den Aufzeichnungen des Pfarrers J. M. Clement in Mase» 1926 und «Traubentransport in Ledersäcken im Wallis» 1936. Zeigen diese Arbeiten die Besonderheit seiner Forschungsweise, das Verbinden von Sache und Wort, so liegt der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Leistung in der Mitarbeit am ''Glossaire des Patois de la Suisse romande'', am ''Dicziunari rumantsch grischun'', am ''rätoromanischen Namenbuch'', am ''Sprach- und Sachatlas Italiens und der Südschweiz'', am ''französischen etymologischen Wörterbuch'' von W. von Wartburg. An der inhaltlichen und drucktechnischen Gestaltung der Jubiläumsschriften für seine Freunde, die Professoren Gauchat, Jaberg und Jud, und weitgehend auch an der Beschaffung der Mittel dafür hat F. F., wie er in den Briefen kurz bezeichnet wird - als Fank lebt er in Wintertthur weiter - die Hauptarbeit geleistet. Sechzehn wertvolle Sammlungen zur Namenkunde (Noms de lieu et de famille) harren noch der Bearbeitung, über fünfzig Dissertationen hat unser Freund nebenher als Berater und Korrektor betreut, vielen, vielen tausend Druckfahnen das Imprimatur gegeben“ (Aeschlimann, 1961, 13-14).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
HSchA 02872-02874; Max Pfister, VRom 18, 1959, 379-387; Andrea Schorta, „In memoria da dr. Franz Fankhauser“, Analas da la Societad Retorumantscha 73, 1960, 222-226; Rudolf Aeschlimann, Burgdorfer Jb. 1961, 11-17 (P).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lexikographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Ebert,_Georg_Karl_Wilhelm_Adolf</id>
		<title>Ebert, Georg Karl Wilhelm Adolf</title>
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				<updated>2016-12-01T12:46:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Georg Karl Wilhelm ''Adolf'' Ebert''' (1.6.1820 Kassel – 1.7.1890 Leipzig); Sohn eines kurhessischen Regierungsassessors&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Literaturen des Mittelalters&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stud. Gesch., Philos. u. Rom. Marburg, Leipzig u. Berlin; 1844 Prom. Göttingen (Geschichte: Historia Ioannis secundi Castellae regis, usque ad pugnam apud Olmedium commissam enarrata); 1845 Habil. f. Gesch. u. rom. Literatur Göttingen; 1845-50 PDoz. f. Gesch. u. Rom. Philol. Göttingen; 1850-56 PDoz. Marburg; 1856-62 ao. Prof. Marburg; 1862 o. Prof. f. Rom. Sprachen u. Literaturen Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.6.1867 o. Mitgl. d. Sächs. Akad. d. Wiss. zu Leipzig, 12.12.1883-01.07.1890 Stellv. Sekretar d. Phil.-hist. Kl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begr. u. Hrsg. (mit Ferdinand Wolf): Jahrbuch für romanische und englische Literatur, 1859-1864.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellenforschungen aus der Geschichte Spaniens, Kassel 1849; Handbuch der italienischen Nationalliteratur, Frankfurt a. M. 1854; Entwicklungsgeschichte der französischen Tragödie vornehmlich im 16. Jahrhundert, Gotha 1856; Allgemeine Geschichte der Literatur des Mittelalters im Abendlande, 3 Bde., Leipzig 1874-1887.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„In seinen Veröffentlichungen verlangte Ebert, Friedrich Schlosser und Georg Gervinus folgend, einen streng historischen Zugang zur Literatur. Schon seine erste literarhistorische Arbeit, eine Schrift zum französischen Theater, enthielt ein methodologisches Postulat in dieser Richtung, das er in der Vorrede dezidiert ankündigte: ,Der Literarhistoriker hat meiner Ansicht nach eben vor allem Historiker zu sein‘. Die Literaturgeschichte habe sich als ,Zweig der Geschichtswissenschaft‘ zu begreifen und ihrer Periodisierung zu folgen, d. h., die Literatur der Antike, des Mittelalters und der Neuzeit unter ihrer jeweiligen den ''Kunststil'' bedingenden historisch-gesellschaftlichen Spezifik zu untersuchen. Dies richtete sich gegen eine überzeitliche, allein ästhetischen Kriterien verpflichtete Auffassung, die nur ''vollkommen subjektiv'' sein könne, ihr Wert allenfalls'' bloß ein kritisch-ästhetischer''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eberts Bedeutung für die Geschichte der Romanistik ist schließlich auch durch seine Zeitschrift bestimmt, der ersten Fachzeitschrift für die neuphilologischen Literaturen des Auslands überhaupt. Noch in Marburg hatte Ebert ''unter besonderer Mitwirkung von Ferdinand Wolf'' von 1859 an das ''Jahrbuch für romanische und englische Literatur'' herausgegeben, um dessen Erscheinen er sich seit 1853 bemüht hatte. Die Hoffnung, die Zeitschrift an die Leipziger Fakultät anzubinden, erfüllte sich jedoch nicht. Zu sehr von seinen akademischen Verpflichtungen beansprucht, übertrug Ebert ihre Herausgabe 1864 seinem Marburger Kollegen Ludwig Lemcke. Als Mitarbeiter blieb er ihr aber bis 1867 treu“ (Bochmann / de Toro, 2009, 635 [Bochmann]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/1430 HSchA Nr. 02678-02694]; L. J. Fränkel, ADB 48, 1904, 230-241; Alfred Noyer-Weidner, NDB 4, 1959, 253; Ernst Robert Curtius, Gesammelte Aufsätze, 1960, 484; Haenicke / Finkenstaedt, Anglistenlexikon, 1992, 77-78; Klaus Bochmann, „Sprachwissenschaftler wider Willen: Adolf Ebert und die Anfänge der Leipziger Romanistik“, in: Ders., Lebendige Philologie. Studien zur Soziolinguistik, Gesellschaftstheorie u. zur Wissenschaftsgeschichte der Romanistik. Hrsg. v. Jürgen Erfurt u. Falk Seiler, Leipzig 1999, 125-138; Bochmann / de Toro, „Romanistik“, 2009, 633-636 (P); Kalkhoff, Romanische Philologie, 2010, 353; Professorenkatalog der Universität Leipzig / catalogus professorum lipsiensium (online); http://www.saw-leipzig.de/de/mitglieder/eberta (P).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediävistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalterliche Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Bezzola,_Reto_R.</id>
		<title>Bezzola, Reto R.</title>
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				<updated>2016-12-01T12:37:56Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''''Reto R.'' [Raduolf] Bezzola''' (13.9.1898 Schlarigna/Celerina, Kt. Graubünden – 7.1.1983 Samedan); Sohn des Kaufmanns Nuot Otto Bezzola&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie; Literaturwissenschaft (italienische, französische u. rätoromanische Literatur), Mediävistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Matura Kantonsschule Chur; 1918-22 Stud. Rom. Genf, Zürich, Florenz (Istituto di Studi Superiori, 1922), Paris (ÉPHÉ, 1922); 1922 Prom. Zürich; Lehrer an verschiedenen Schulen in Zuoz, Zürich, Ftan; 1929 Habil. Zürich; 1929 PDoz.; 1938 Titularprof. Zürich; 1938-45 ao. Prof. Zürich; 1945-68 o. Prof.; 1968 em.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 Prix Courcelles, Institut de France; 1963 Comember da Felibrige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orbis mediaevalis. Mélanges de langue et de littérature médiévales offerts à Reto R. Bezzola à l’occasion de son quatre-vingtième anniversaire, éd. par G. Güntert, M.-R. Jung, K. Ringger, Bern 1978 (Schrift.-Verz.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Contributo alla storia dei gallicismi italiani nei primi secoli (750-1300). Saggio storico-linguistico, Zürich u. Heidelberg 1924 (Diss.); Spirito e forma nei canti di Giacomo Leopardi, Bologna 1930 (Habil.-Schr.); Deutsch-romanisches Wörterbuch: Ladinisch. Hrsg. von der Lia Rumantscha, Chur 1944; &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1976; &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1982; Les origines et la formation de la littérature courtoise en Occident (500-1200), Paris 1944, 1960, 1963 (3 Bde.); Liebe und Abenteuer im höfischen Roman, Hamburg 1961; Litteratura dals Rumauntschs e Ladins, Chur 1979.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Quant on parcourt les 169 publications que recence, toutes entrées confondues, la bibliographie parue dans les ''Mélanges'' qu‘on lui a offerts pour ses 80 ans, on est frappé par la diversité et l’étendue de leur contenu. Une très grande partie porte sur la langue, la littérature, bref la culture rhéto-romane, souvent publiée non pas dans des revues scientifiques, mais dans la presse locale. Un autre pan important est occupé par la littérature italienne qu’il se plaisait également à cultiver dans toute son étendue, allant de Dante jusqu’au Novecento. Quantitativement parlant, la littérature française vient seulement en troisième position, mais encore faudrait-il nuancer, car elle arrive en dernière position seulement si l’on compte le nombre de publications. Si l’on recensait le nombre de pages, elle se placerait probablement en tête, et ce sont ses grands livres sur la littérature française qui ont fait la réputation de Bezzola, en particulier sur celle du Moyen Âge, son domaine de prédilection, même si son enseignement a volontiers occupé toutes les périodes de la littérature française“ (Trachsler, 2009, 265).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
HSchA Nr. 01008; Kurt Ringger, NZZ, 13.9.1978; Marc-René Jung, NZZ 15./16.1.1983; Lucia Walther, hls (online); Richard Trachsler, „Reto R. Bezzola (1898-1983). L’homme qui voulait percer le secret de l’ange souriant“, in: Bähler / Trachsler, Portraits, 2009, 263-279 (P).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italienische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rätoromanische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediävistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italienisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rätoromanisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Curtius,_Ernst_Robert_Gustav_Tassilo</id>
		<title>Curtius, Ernst Robert Gustav Tassilo</title>
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				<updated>2016-12-01T12:37:09Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''''Ernst Robert'' Gustav Tassilo Curtius''' (14.4.1886 Thann i. E. – 19.4.1956 Rom; beiges. Hauptfriedhof Freiburg i. Br.); Sohn des Kreisdirektors Friedrich Curtius (1851-1933) u. der Schweizerin Louise, geb. Gräfin v. Erlach-Hindelbank (1857-1919)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Literaturwissenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gymn. Thann, Colmar u. Straßburg; 1903 Abitur Straßburg, Protestant. Gymn.; 1903-10 Stud. Vgl. Sprachwiss. u. Indologie, Philos., Rom. u. Angl. Straßburg, Berlin u. Heidelberg; 19.12.1908 1. StE Englisch u. Franz.; 28.2.1910 Prom. (Gustav Gröber) Straßburg; 1912/13 Probejahr im Schuldienst am Protestant. Gymn. Straßburg; 22.10.1913 Habil. (Heinrich Schneegans) Bonn; 1914-16 Kriegsdienst, EK II; 16.5.1916 Entlass. a. d. Heeresdient als Leutnant d. R.; 15.12.1919 Lehrtätigkeit als PDoz. Bonn; ao. Prof. Bonn; 1.4.1920 o. Prof. Marburg; 1.4.1924 o. Prof. Heidelberg; 1922 u.1924 Teilnahme a. den Décades de Pontigny; 1.11.1929 o. Prof. Bonn; 1932 Frühjahr Spanienaufenthalt; Juni 1935 Rundreise durch Portugal u. Teilnahme an den Feierlichkeiten zu Ehren des Nationaldichters Luis de Camões in Lissabon; Weiterreise nach Paris, dort Teiln. an den Feierlichkeiten aus Anlaß des 50. Todestages von Victor Hugo und der 300-Jahrfeier der Académie Française; Juni 1949 Teiln. an der Goethe Bicentennial Convocation in Aspen; Sept.-Dez. 1949 Member Institute for Advanced Study, Princeton; 31.3.1951 em.; 20.6.1951 Dr. iur. h. c. Glasgow; 19.11.1954 Dr. phil. h. c. Sorbonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.1.1950 Lessingpreis d. Freien u. Hansestadt Hamburg; 31.5.1952 Orden Pour le Mérite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 Korr. Mitglied Medieval Academy d. USA; 1942 Akad. d. Wiss. Göttingen; 1944 Bayer. Akad. d. Wiss.; Schwed. Akad. d. Wiss. Stockholm; 1955 British Acad. London.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freundesgabe für Ernst Robert Curtius zum 14. April 1956. Hrsg. Max Rychner u. Walter Boehlich, Bern 1956.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Französischer Geist im neuen Europa, Stuttgart u.a. 1925 (erg. Ausg. u. d. T. Französischer Geist im 20. Jahrhundert, Bern 1952; 3. Aufl. 1965); Die franz. Kultur. Eine Einführung, Stuttgart 1930 (2. Aufl. Bern 1975; auch franz., schwed., engl. u. türk. Übers.); Deutscher Geist in Gefahr, Berlin 1932 (auch katal. Übers.); Europäische Literatur u. lateinisches Mittelalter, Bern 1948; 2., durchges. Ausg. 1954; 11. Aufl. Tübingen 1993 (auch engl., franz. u. portug. Übers.); Kritische Essays zur europ. Literatur, Bern 1950 (2., erw. Aufl. 1954); Büchertagebuch, Bern 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Nehmen wir an, es gelingt uns doch zu zeigen, daß Ernst Robert Curtius für die deutschen Romanisten ,lebendiger Besitz‘ ist, – selbst dann müssen wir auf die kritische Frage gefaßt sein, wie es denn zu seinen Lebzeiten stand, ob es da nicht ein unheilvolles Spannungsverhältnis gab zwischen dem genialen Pionier und der rückständigen professoralen Zunft. Und zugleich ein Spannungsverhältnis, das man auf die Schlagworte bringen kann (in dem durch Curtius gern verwendeten Englisch): ,popular acclaim, professionel reserve‘. Die Formulierung ist von Earl Jeffry Richards und besagt, daß die Curtius-Rezeption gekennzeichnet gewesen sei durch Zustimmung, ja Begeisterung des großen Publikums, der Literaten, der Journalisten, gegenüber Reserve und Skepsis der eigenen Profession, der eigenen Kollegenschaft“ (Christmann, 1987, 4).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„In der literaturwissenschaftlichen Landschaft von heute mag Curtius entweder Nostalgie oder Mißtrauen erwecken: Nostalgie, weil sein Werk manchmal als ein Modell für eine inzwischen unmögliche Versöhnung von ,Belletristik‘ und Philologie mit einem leichten Hauch von trostspendendem Humanismus rezpiert wurde; Mißtrauen, weil man – besondes nach 1968 – Verbindungen zwischen Curtius und der westdeutschen Restauration der fünfziger Jahre zieht. Beide Reaktionen sind gleichermaßen ideologisch motiviert und anachronistisch, weil die prägendsten intellektuellen Erlebnisse, die den Zusammenhang für Curtius’ Werk ausmachen, alle vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges liegen. Aber das methodische Problem, dem beide hier pauschal charakterisierten Reaktionen ausweichen, ist die Verwechselung vom Zusammenhang (der ja zweifelsohne mitberücksichtigt werden muß, vorausgesetzt natürlich, dass man ihn richtig rekonstruiert) mit dem eigentlichen Inhalt des Werkes“ (Richards, in: Berschin / Rothe, 1989, 260-261).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/1348 HSchA Nr. 02207]; Heinrich Lausberg, ADB 3, 447-448; Nerlich, „Romanismus u. Antikommunismus“, 1972; Earl Jeff Richards, Modernism, medievalism and humanism: a research bibliography on the reception of the works of Ernst Robert Curtius, Tübingen 1983; Christmann, Ernst Robert Curtius und die deutschen Romanisten, 1987; Berschin / Rothe, Ernst Robert Curtius, 1989; Lange, „In Ihnen begegnet sich das Abendland“, 1990; Bem / Guyaux, Ernst Robert Curtius et l’idée d’Europe, 1995; Karl Thönnissen, Ethos u. Methode. Zur Bestimmung der Metaliteratur nach Ernst Robert Curtius, Aachen 2001; Christine Jacquemard-de Gemaux, Ernst Robert Curtius (1886-1956). Origines et cheminements d’un esprit européen, Bern [u.a.] 1998 (Etudes et documents, 43); Gumbrecht, Vom Leben und Sterben, 2002, 49-71; Christine de Gemaux, IGI 1, 2003, 353-355; Ross, Trockene Spätlese, 2003, 49-55, 162-177; Ernst Robert Curtius, Briefe aus einem halben Jahrhundert, 2015; Ernst Robert Curtius / Max Rychner, Freundesbriefe 1922-1955, 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Bartoli,_Matteo_Giulio</id>
		<title>Bartoli, Matteo Giulio</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Bartoli,_Matteo_Giulio"/>
				<updated>2016-12-01T12:27:06Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''''Matteo'' Giulio Bartoli''' (22.11.1873 Labin [Albona, Tüberg] Kroatien – 23.1.1946 Turin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie; Allgemeine Sprachwissenschaft (Storia comparata delle lingue classiche e neolatine; Linguistica; Glottologia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stud. Rom. (Wilhelm Meyer-Lübke; Adolfo Mussafia) Wien, Straßburg (Gustav Gröber) u. Paris (Jules Gilliéron); 1903 Lektor f. Ital. Straßburg; 1906 Prom. Wien; 1907 o. Prof. Turin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mithrsg. Archivio glottologico italiano, 1926 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dalmatische. Altromanische Sprachreste von Veglia bis Ragusa u. ihre Stellung in der apennino-balkanischen Romania, 2 Bde. (1. Einleitung und Ethnographie Illyriens 2. Glossare und Texte. Grammatik und Lexikon), Wien 1906.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/1089 HSchA Nr. 00539-00550]; Tullio De Mauro, DBI 6, 1964 (online); Klaus Bochmann, „Matteo Bartoli in der Geschichte der romanischen Sprachwissenschaft“, in: Baum, Lingua et Traditio, 1994, 359-366.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Sprachwissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Witte,_Johann_Heinrich_Friedrich_Karl</id>
		<title>Witte, Johann Heinrich Friedrich Karl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Witte,_Johann_Heinrich_Friedrich_Karl"/>
				<updated>2016-11-04T14:12:57Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Johann Heinrich Friedrich ''Karl'' Witte''' (1.7.1800 Lochau, Saalkreis – 6.3.1883 Halle); Sohn des Pfarrers Karl Heinrich Gottfried Witte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jurist; Danteforscher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1814 Dr. iur. h. c. Gießen; 1814 mathem. Examen Göttingen; 1816 jurist. Examen Heidelberg; 1817 Habil. FWU Berlin; 1823 ao. Prof. Breslau; 1829 o. Prof. Breslau; 1833 o. Prof. Halle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 Mitbegr. DDG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hrsg. d. Jb. d. DDG, 1867-71.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ueber Dante, Breslau 1831; Dante Alighieris lyrische Gedichte. Übersetzt u. erklärt von Karl Ludwig Kannegießer u. Karl Witte, 2 Teile, Leipzig 1842; Quando e da chi sia composto l’Ottimo Comento a Dante, Leipzig 1847; Nuova centuria di correzioni al Convivio di Dante Alighieri, Leipzig 1854; Die ersten Gesänge von Dantes Göttlicher Komödie als Probe einer neuen Übersetzung, Halle a. S. 1861; Dante u. die italienischen Fragen, Halle a. S. 1861; La Divina Commedia di Dante Alighieri secondo la lezione di Carlo Witte, Mailand 1864; Dante Alighieris Göttliche Komödie, übersetzt, Berlin 1865; Dante-Forschungen: Altes u. Neues. Mit Dante‘s Bildnis nach Giotto; Bd. 1, Halle a. S. 1869; Bd. 2, Heilbronn 1879; Dantis Alligherii De monarchia libri III codicum manuscriptorum ope emendati per Carolum Witte, Wien 1874 (1. Ausg. Halle a. S. 1871); La Vita Nuova di Dante Allighieri ricorretta coll‘ajuto di testi a penna ed illustrata da Carlo Witte, Leipzig 1876.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Berühmt geworden ist Witte nicht durch seine juristische Lehr- und Forschungstätigkeit, sondern durch seine Arbeit an Dante, die ihn an die Spitze der Danteforschung führte. Bereits mit 23 Jahren wies er ihr neue Wege und stellte für sie ein noch heute gültiges, richtungsbestimmendes Programm auf. Durch Vergleich der Handschriften sollte unter Anwendung scharfer Kritik eine ,Texteskonstituierung‘ der Divina Commedia durchgeführt werden. Für die Göttliche Komödie wie überhaupt für ein Werk der romanischen Sprachen erhob und erfüllte er diese Forderung als erster. Er unterwarf ihr alle seine Dantearbeiten. Nach jahrelangen, umfangreichen Untersuchungen hat er bis ins hohe Alter Textausgaben für die Divina Commedia, die Monarchia und die Vita Nova herausgegeben“ (Haupt, 1971, 9).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/3028 HSchA Nr. 12867-12870]; Leopold Witte, ADB 43, 1898, 595-599; Hermann Witte, Karl Witte. Ein Leben für Dante. Vom Wunderkind zum Rechtsgelehrten u. zum größten deutschen Dante-Forscher. Hrsg. v. Hans Haupt''',''' Hamburg 1971; Hausmann, Die Deutsche Dante-Gesellschaft, 2012, 297, bes. 15ff.,76f., 95-98; 271f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jura]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Danteforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Wagner,_Max_Leopold</id>
		<title>Wagner, Max Leopold</title>
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				<updated>2016-11-04T14:11:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Max Leopold Wagner''' (17.9.1880 München – 9.7.1962 Washington); Sohn des Kaufmanns Max Wagner u. der Leopoldine Wagner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Sardisch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 Abitur Neuburg a. d. Donau; 1899-1904 Stud. Neuere Sprachen u. Allg. Sprachwiss. München, Würzburg, Paris u. Florenz; 1902-04 1. StE. Franz. u. Engl.; 1907 Prom. (Adolf Tobler) Würzburg; 1907-10 Oberlehrer an den Deutschen Schulen Istanbul; 1.1.1912-1.4.1913 Wiss. Mitarb. am Hamburgischen Kolonialinstitut; Lehrer in Mexiko; Juni 1915-1.4.1917 Wiss. Hilfslehrer Fichtegymn. Berlin-Wilmersdorf; 1915 Habil. (Heinrich Morf) FWU Berlin; 1921 LA f. Span.; 1922 ao. Prof. Berlin; 1924 wegen § 175 entlassen; lebte danach als Privatforscher in Italien u. führte Aufträge f. das AA aus; 1947 Prof. Coimbra; gleichz. GProf. Univ. of Illinois; 1951 Übersiedlung nach Washington DC, eingeladen von seinem Freund u. Gönner Raphael G. Urciolo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 Società Nazionale di Scienze in Neapel; 1952 Accad. della Crusca, Firenze; 1954 korr. Mitgl. Bayer. Akad. d. Wiss.; 1956 Deputazione di storia patria per la Sardegna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lautlehre der südsardischen Mundarten. Mit besonderer Berücksichtigung der um den Gennargentu gesprochenen Varietäten, Halle a. S. 1907 (Diss.); La poesia popolare sarda, Cagliari 1907; Beiträge zur Kenntnis des Judenspanischen von Konstantinopel, Wien 1914 (Habil.-Schr.); Die „Rimas Spirituales“ von Girolamo Araolla nach dem einzigen erhaltenen Exemplar der Universitätsbibliothek in Cagliari, Dresden 1915; Das ländliche Leben Sardiniens im Spiegel der Sprache, Heidelberg 1921 (Beiheft 4 zur Wörter u. Sachen); Die spanisch-amerikanische Literatur in ihren Hauptströmungen, Leipzig 1924; Jean Lemaire de Belges um 1473–1515: Dichtungen, Berlin 1924 (in Zusammenarbeit mit Erhard Lommatzsch); Methodologie du Français, Berlin 1924 (in Zusammenarbeit mit Erhard Lommatzsch); Studien über den sardischen Wortschatz: (I. Die Familie – II. Der menschliche Körper), Genève 1930; Restos de Latinidad en el Norte de África, Coimbra 1936; Historische Lautlehre des Sardischen, Halle 1941; Historische Wortbildungslehre des Sardischen, Bern 1952; Dizionario etimologico sardo, 3 Bde., Heidelberg 1960ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Seinen Ruf begründete er durch seine grundlegenden sardistischen Forschungen, für die er in seinem Streben nach wissenschaftlicher Unabhängigkeit und Individualität – Vossler nannte ihn einen ,''caballero andante e ingenioso hidalgo'' della filologia‘ – die allerbesten Voraussetzungen hatte. Der auch menschlich in seinem Forschungseifer bemerkenswerte Wagner war ein geselliger, humorvoller, dem guten Essen und Trinken freudig ergebener Mensch, der überall schnell Kontakt fand und diese Kontaktfreudigkeit nutzte, sich zahlreiche gesprochene Sprachen anzueignen, die es ihm ermöglichten, seinen eigenen, spontan empfundenen Interessen zu folgen und einen großen Fächer sprach- und literaturwissenschaftlicher Gebiete zu bearbeiten. Auf dem Gebiet der Hispanistik hatte er sich intensiv mit den spanischen Sprachen und Literaturen Südamerikas beschäftigt, so daß er sich auch hier für ein spanisches Wörterbuch bestens empfohlen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch verhielt sich Wagner zögerlich, fürchtete er doch, daß er bei Übernahme einer so großen Aufgabe keine Zeit mehr fände für die Bearbeitung seines umfangreichen sardischen materials“ (Storost, 2001, I, 315).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Neben dem Sardischen steht eine Fülle von Aufsätzen und Monographien zu allen möglichen Themen der mediterranen Kulturlandschaft, vom Portugiesischen bis zum Türkischen und Arabischen, methodisch besonders im Bereich der Etymologie, Namenskunde und Wortbildung angesiedelt, wo er inbesondere der formalen Integration heterogenen Wortguts in eine ,Volkssprache‘ nachgeht. Ein besonderer Forschungsbereich ist das Judenspanische […], das für ihn eine wirkliche Volkssprache in der (städtischen) Türkei ist, im Gegensatz zur französischen Oberschichtkultur. Die in einem erstaunlich breiten und heterogenen sprachlichen Horizont entwickelte etymologische Aufbereitung der von ihm erhobenen Texte zeigt auch das Bemühen, den kulturellen Ausdrucksformen des ,einfachen Volkes‘ zu einer symbolischen Präsenz in der Bildungswelt zu verhelfen. Später spricht er auch von der ,ganze[n] primitive[n] Kultur eines Sprachraums‘ als seinem Forschungsgegenstand“ (Maas, 2010, I, 850).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2963 HSchA Nr. 12578-12588]; Gerhard Rohlfs, Nachruf, ZrP 78, 1962, 621-627; Yakov Malkiel, in: Thomas A. Sebeok, Portraits of Linguistis. A Biographical Source Book for the History of Western Linguistics, 1746-1963, Bloomigton/London 1966, 2, 463-474; Malkiel, Linguistics, 1972, 167, bes. 23-25, 38-40; LexGramm 1996, 987 (Heinz Kröll); Storost, 300 Jahre, 2001, II, 454, bes. I, 313-320; Giovanni Masala, „Max Leopold Wagner: Ein Kurzporträt“, in: Wagner, Reisebilder aus Sardinien, Stuttgart 2003, 166–184; Dirk Naguschewski, „Ungeklärte Umstände. Warum der Berliner Romanist Max Leopold Wagner 1925 die Universität verließ“, Trajekte. Zeitschrift d. Zentrums für Literatur- u. Kulturforschung 20, 2010, 46–51; Ders., „Der ,bedeutendste Sardologe aller Zeiten‘ – Zur Renaissance Max Leopold Wagners“, Italienisch 61, Mai 2009, 190-195; Kalkhoff, Romanische Philologie, 2010, 153-154; Maas, Verfolgung und Auswanderung, 2010, I, 848-854; BBF, Archivdatenbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sardisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Vossler,_Karl_(Carl)_Robert_Heinrich</id>
		<title>Vossler, Karl (Carl) Robert Heinrich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Vossler,_Karl_(Carl)_Robert_Heinrich"/>
				<updated>2016-11-04T14:09:07Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''''Karl (Carl)'' Robert Heinrich Vossler ''' (6.9. 1872 Hohenheim [jetzt: Stuttgart-Hohenheim] – 18.5.1949 München); Sohn des Direktors der Landwirtschaftlichen Akademie Hohenheim Otto Heinrich von Vossler (1831-1906) u. der Anna Maria Faber (1848-1946); Vater des Historikes Prof. Dr. Otto Vossler (1902-1987)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Human. Gymn. Ulm; 1891-97 Stud. Germ. u. Rom. Tübingen, Straßburg, Rom u. Genf; 1897 Prom. (Max von Waldberg) Heidelberg; Wiss. Assist. Heidelberg (Fritz Neumann); 1899 Habil. Heidelberg; 1902 ao. Prof. Heidelberg; 1904 o. Prof. Würzburg; 1911 o. Prof. München; 1938 vorzeitig em.; 1945 reaktiviert; 1926/27 u. 1945-47 Rektor; 1927 Geheimer Rat; 1928 Dr. h. c. TH Dresden; 1944 Madrid u. Coimbra; 1949 Halle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 o. Mitgl. d. Bayer. Akad. d. Wiss.; 1926 Pour le Mérite; 1932 korr. Mitgl. d. Akad. d. Wiss. Buenos Aires; 1937 Wien u. Madrid; 1944 Komturkreuz d. span. Ordens Alfono X el Sabio; 1949 Akad. d. Wiss. Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Idealistische Neuphilologie: FS f. Karl Vossler zum 6. Sept. 1922. Hrsg. v. Victor Klemperer u. Eugen Lerch, Heidelberg 1922.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theodor Ostermann, Bibliographie der Schriften Karl Vosslers: 1897-1951. Mit einem Nachruf auf Karl Vossler, vorgel. von Hans Rheinfelder, 1951.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das deutsche Madrigal. Geschichte seiner Entwicklung bis in die Mitte des XVIII. Jh.s, Weimar 1891, 1972 (Diss.); Poetische Theorien der italienischen Frührenaissance, Berlin 1900 (Habil.-Schr.); Die philosophischen Grundlagen zum „süßen neuen Stil“ des Guido Guinicelli, Guido Cavalcanti u. Dante Alighieri, eine Studie, Heidelberg 1904; Sprache als Schöpfung u. Entwicklung, eine theoretische Untersuchung mit praktischen Beispielen, Heidelberg 1905; Die göttliche Komödie, 4 Teile, Heidelberg 1907-10; Frankreichs Kultur im Spiegel seiner Sprachentwicklung. Geschichte der französischen Sprache von den Anfängen bis zur klassischen Neuzeit, 1913 (&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1921, ab der 4. Aufl.: Frankreichs Kultur u. Sprache, 1929); Italienische Literatur der Gegenwart von der Romantik zum Futurismus, Heidelberg 1914; La Fontaine u. sein Fabelwerk, Heidelberg 1919; Dante als religiöser Dichter, Bern 1921; Leopardi, München 1923; Das heutige Italien, München 1923; Geist u. Kultur in der Sprache, Heidelberg 1925; Jean Racine, München 1926; Lope de Vega u. sein Zeitalter, München 1932; Poesie der Einsamkeit in Spanien, München 1935 u. ö.; Romanische Dichter, München 1936; Einführung in die spanische Dichtung des Goldenen Zeitalters, Hamburg 1939; Aus der romanischen Welt, 4 Bde., Leipzig 1940; Bd. 5 1950; Luis de León, München 1943; Südliche Romania, Leipzig 1950; Die Romanische Welt. Gesammelte Aufsätze. Mit einem Vorwort v. Hugo Friedrich, Stuttgart 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Mit dem gedruckten Werk blieb uns wenigstens manches von der elementaren Persönlichkeit Vosslers erhalten. Es wäre kaum eine so große überfachliche Strahlkraft von den Schriften dieses romanistischen Fachmannes ausgegangen, wenn der Leser nicht schon immer das Herz gespürt hätte, das in ihnen schlägt. Vossler besaß die Gabe, sich in den Ergebnissen seiner Forschung ganz nach außen zu kehren. Das Fachmännische ist da, aber es wird nicht aufgedrängt. In dem notwendigen, jeder Wissenschaft auferlegten Rhythmus zwischen Kleinarbeit und enzyklopädischer Überschau zeigte er am liebsten die letztere, ohne die erstere preiszugeben oder gar zu verachten. Schweiß und Staub fehlen seinen Büchern, als wäre alles nur ein Spiel. Einige Kritiker nannten ihn daher unwissenschaftlich. Er tat ihnen den Gefallen und gab sich in Briefen und Gesprächen gerne als Müßiggänger aus. Nun, dieser ,Müßiggänger‘ hat in einem langen Gelehrtenleben fast die ganze räumliche und zeitliche Ausdehnung, fast alle Schichten und Ausdrucksformen der romanischen Völker durchdrungen. Mit Italien begann er, dann ging’s hinüber in die Provence, von da ins nördliche Frankreich hinauf und schließlich hinunter in das Land, das seine geistige Wahlheimat geworden ist: Spanien. Wie einen Blütengarten, der durchwandert, nicht verpachtet werden soll, hat er die Romania vor uns aufgetan. Mit Aisance bewegt er sich im Unerforschten und nun von ihm Erforschten und überläßt es uns, zu erkennen, wo er Neuland betrat. In seinem Auge, mit dem er die Dichter und ihre erdichteten Personen anblickt, lebt etwas von der Erscheinungsfreude Goethes, in der Vernunft, mit der er sie abschätzt, einiges von dessen Lebensweisheit“ (Friedrich, 1965, 8).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2956 HSchA Nr. 12528-12551]; Drüll, HGL 1803-1932, 1986, 278-279; LexGramm 1996, 984 (Daniel Buggioni); Storost, 300 Jahre, 2001, II, 454, bes. I, 484-490, 562-564; LRL I, 2, 2001, 189-198 (Wolf-Dieter Stempel); Gumbrecht, Vom Leben u. Sterben, 2002, 24-48; Hausmann, „Auch im Krieg“, 2002, 399, bes. 348-350; Hausmann, in: M. M. Rückert (Hrsg.), Württembergische Biographien, 2006, Bd. I, S. 288-290; Ders., „Vom Strudel der Ereignisse verschlungen“. Deutsche Romanistik im „Dritten Reich“, 2008, 816; Maas, Verfolgung und Auswanderung, 2010, Bd. 1, 840-848; Kalkhoff, Romanische Philologie, 2010, 357; Kai Nonnenmacher, „Karl Vossler et la littérature française“, in: Wolfgang Asholt / Didier Alexandre (Hrsg.), France – Allemagne, regards et objets croisés. La littérature allemande vue de la France. La littérature française vue de l’Allemagne, Tübingen 2011, 225–240; Ders., „Form und Leben zwischen Positivismus und Idealismus“, Romanische Studien 1, 2015, 171–190.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italienische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Danteforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Voretzsch,_Karl</id>
		<title>Voretzsch, Karl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Voretzsch,_Karl"/>
				<updated>2016-11-04T14:07:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Karl Voretzsch''' (17.4.1867 Altenburg – 15.5.1947 Naumburg); Sohn eines Architekten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 Abitur Gymn. Altenburg; 1886/87 Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger; Stud. Neuere Sprachen Tübingen, Freiburg i. Br., Halle a. S.; 1890 Prom. (Hermann Suchier) Halle; 1891 Habil. Halle; 1892 pl. ao. Prof. Tübingen; 1903 o. Prof. Tübingen; 1913 o. Prof. Halle; 1914-17 Heeresdienst als Oltn. (EK II; Ritterkreuz 2. Kl. m. Schwertern; Württembergischer Friedrichsorden; Ritterkreuz II. Klasse des Sachsen-Ernestinischen Hausordens); 1935 em.; danach vertrat er seinen alten Lehrstuhl mehrmals, vor allem nach 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 o. Mitgl. Akad. gemeinnütziger Wiss. zu Erfurt; 1942 Goethe-Medaille f. Kunst u. Wissenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hrsg. Sammlung kurzer Lehrbücher der romanischen Sprachen u. Literaturen (fortges. v. Gerhard Rohlfs); Romanistische Arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philologische Studien aus dem romanisch-germanischen Kulturkreise: Karl Voretzsch zum 60. Geburtstage u. zum Gedenken an seine erste akademische Berufung vor 35 Jahren. Hrsg. von Bernhard Schädel und Werner Mulertt, Halle a. S. 1927; Joachim Storost, Karl-Voretzsch-Bibliographie: anläßlich seines 70. Geburtstages am 17. April 1937, Halle a. S. 1934.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reinhart Fuchs Heinrichs des Glichezare u. der Roman de Renart, Halle a. S. 1890 (Diss.; gedr. in: ZrP 15, 1890-91 in drei Teilen); Die Composition des Huon von Bordeaux, nebst kritischen Bemerkungen über Begriff u. Bedeutung der Sage, Halle a. S. 1900; Über die Sage von Ogier dem Dänen u. die Entstehung der Chevalerie Ogier: ein Beitrag zur Entwicklung des altfranzösischen Heldenepos, Halle a. S. 1891 (Habil.-Schr.); Einführung in die altfranzösische Sprache, Halle a. S. 1901; Einführung in das Studium der altfranzösischen Literatur im Anschluss an die Einführung in das Studium der altfranzösischen Sprache, Halle a. S. 1905; Altfranzösisches Lesebuch zur Erläuterung der altfranzösischen Literaturgeschichte, Halle a. S. 1921; Lyrische Auswahl aus der Felibredichtung I. Texte. II. Wörterbuch provençalisch - französisch - deutsch, nebst einem Anhang über die Mundarten, Halle a. S. 1934, 1936.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Romanistik musste sich ebenso wie die anderen Neuphilologien als Fach neu orientieren und auch vielfältiger Angriffe von außen erwehren […] Dieser Neuorientierung sollte auch die XVII. Tagung der Neuphilologen 1920 in Halle dienen. Zwei Grundgedanken bestimmen die Diskussionen: zum einen die Notwendigkeit einer Kulturkunde, die den Feind besser erkennen und durchschauen lässt, zum anderen Argumente, warum es gerade jetzt weiterhin wichtig ist, das Französische und andere Sprachen der Kriegsgegner in der Schule zu unterrichten. […] Als Gastgeber der Halleschen Tagung hielt Voretzsch natürlich den zentralen Vortrag mit dem Thema ,Die Vor- und Weiterbildung der Neuphilologen mit Rücksicht auf die jetzigen Verhältnisse‘. Die zentrale Rolle solider Sprachkenntnisse ist ihm ein besonderes Anliegen. Durch die Verarmung der Mittelschichten als Kriegsfolge müssten die Studenten ihr Studium abkürzen, verzichteten auf die Promotion ebenso wie auf Auslandsaufenthalte, aber auch ,der den Krieg überdauernde Haß unserer Feinde macht den für den künftigen Lehrer so notwendigen Auslandsaufenthalt zur Vervollkommnung in der lebenden Sprache auf lange Zeit hinaus zur Unmöglichkeit‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits auf der Bremer Tagung 1914 hatte er die Unverzichtbarkeit eines Auslandsaufenthaltes für den künftigen Französischlehrer betont. Das sei auch dazu wichtig, daß der künftige Lehrer mit eigenen Augen und Ohren das Land und Volk kennen lerne, dessen Sprache er seine Schüler lehren, dessen Geisteswerke er ihnen erklären will‘. Außer der Forderung nach mehr Professuren und mehr Geld für die Universitäten sowie nach Unterricht in ,Auslandskunde und Volkskunde‘ betont er, dass neben den bereits meist im Krieg tätigen deutschen Oberlehrern […] weiter ausländische Lektoren gebraucht würden, man solle sie aber jetzt nicht ins Land holen, sondern auf bereits in Deutschland lebende zurückgreifen. […] Die Diskussion, ob es deutschen Schülern noch zuzumuten sei, die Sprachen der Kriegsgegner in der Schule lernen zu müssen, wurde offensichtlich sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch fachintern geführt“ (Schiller, 2015,166-168).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2954 HSchA Nr. 12525-12526]; Jordan / Hofmann, Geschichte, 1969, 260-261; LRL I, 2, 2001, 963 (Peter Stein / Otto Winkelmann); Kiefer, Bio-Bibliographisches Handbuch, 2004, 600; Kalkhoff, Romanische Philologie, 2010, 357; Annette Schiller, „,… höher als die Liebe zur Wissenschaft steht die Treue zum eigenen Vaterland …‘: Hallenser Romanisten im Ersten Weltkrieg“, Romanische Studien 1, 2015, 153-170; catalogus professorum halensis (online; P).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Vollmoeller,_Karl</id>
		<title>Vollmoeller, Karl</title>
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				<updated>2016-11-04T14:00:38Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Karl Vollmoeller ['''auch: '''Vollmöller]''' (16.10.1848 Ilsfeld b. Heilbronn – 8.7.1922 Dresden); Sohn d. Kaufmanns Rudolf Vollmoeller u. der Sophie Lust geb. Dallinger; Ehemann der Schriftstellerin u. Frauenrechtlerin Theodora Elisabeth Mirus (1865-1934)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1858-62 Lateinschule Laufen a. N.; 1862-63 Oberrealschule Heilbronn; 1863-67 Kaufmannslehre im väterlichen Geschäft bzw. Gehilfe bei d. Handelsfirma Künfer &amp;amp;amp; Cie. Freiburg i. Br.; 1867-70 Human. Gymn. Stuttgart; 1870-72 Stud. Klass. Philol., Rom., Germ., Gesch., Philos. Tübingen, Bonn, München, Sorbonne; 25.11.1872 Prom. Tübingen; 1875 Habil. (Eduard Böhmer) Straßburg; 1875 PDoz. Straßburg; 1878 Reisebegleiter König Alfons XII. v. Spanien (Paris-Madrid), Bibliotheksarbeiten in Madrid u. El Escorial; 1.10.1877 ao. Prof. Erlangen, zugl. Lektor f. Franz.; 1.10.1881 o. Prof. Göttingen; 3.6.1891 Niederlegung d. Lehramts; Privatier, Forscher u. Literat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begr. u. 1. Vors. d. Ges. f. Rom. Lit.; Korr. Mitgl. d. Real Academia de Istoria Madrid; Mitgl. Hispanic Society of America u. a.; 1902 Gründer u. erster Vorstand der Ges. f. romanische Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründer u. Hrsg. Romanische Forschungen, 1883f.; Gründer u. Hrsg. Kritischer Jahresbericht über die Fortschritte der Romanischen Philologie, 1891-1915; Hrsg. Sammlung franz. Neudrucke; Engl Sprach- u. Lit.-Denkmäler d. 16., 17. u. 18. Jh.s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philologische u. volkskundliche Arbeiten. Karl Vollmöller zum 16.10.1908: Hrsg. v. Karl Reuschel und Karl Gruber, Erlangen 1908.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Münchener Brut, München 1877; Ein spanisches Steinbuch: Mit Einl. u. Anmerkungen zum ersten Male hrsg., Heilbronn 1880; Octavian: altfranzösischer Roman nach der Oxforder Handschrift Bodl. Hatton 100, Heilbronn 1883; Eine unbekannte altspanische Übersetzung der Ilias, Hamburg-Leipzig 1893; Beiträge zur Literatur der Cancioneros u. Romanceros. Aus Handschriften u. seltenen Drucken. Mit unbekannten Stücken, Erlangen 1897; Das Rezensionsexemplar u. die bezahlte Rezension, Erlangen 1902.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Karl Vollmöller […], non seulement professeur de philologie romane à Göttingen de 1881 à 1891, mais aussi chargé d’études anglaises, fonda en 1883 un ''neusprachliches Seminar''. Celui-ci se composait d’une section romane et d’une section anglaise. En 1888, l’université de Göttingen obtint pour la première fois une chaire ordinaire de philologie anglaise. C’était l’occasion de séparer les deux sections afin de créer deux séminaires indépentants. Ils restèrent cependant dans un bâtiment commun jusqu’en 1912, l’autonomie financière des deux institutions n’étant garantie qu’en 1913. [….]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollmöller, successeur de Müller, présida en 1881 et en 1882 une ''Romanisch-englische Gesellschaft'', transformée en ''Neusprachliches Seminar''. La bibliothèque s’enrichit progressivement, grâce à quelques dons, notamment celui du ministère prussien qui a acheté et offert au séminaire en 1887 la bibliothèque d’un docteur Braunfels de Francfort que ce dernier avait laissé après sa mort“ (Krapoth, 2013, 24 u. 26).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2953 HSchA Nr. 12522-12524]; Deutschlands, Österreich-Ungarns u. der Schweiz Gelehrte, Künstler u. Schriftsteller in Wort u. Bild, Hannover 1902, 694-695; Bertram, Erlanger Anglistik, 1990, 13-15, 86 (P); Haenicke / Finkenstaedt, Anglistenlexikon, 1992, 341; Wachter, Die Professoren u. Dozenten, 2009, 231-232; Hermann Krapoth, „Les premiers séminaires de philologie romane“, in: Trachsler, Bartsch, Foerster et C&amp;lt;sup&amp;gt;ie&amp;lt;/sup&amp;gt;, 2013, 23-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anglistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Urtel,_Hermann</id>
		<title>Urtel, Hermann</title>
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				<updated>2016-11-04T13:59:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Hermann Urtel''' (21.9.1873 Straßburg i. E. – 22.10.1926 Hamburg); Sohn des Lehrers u. Schulrats Friedrich Urtel (1843-1899)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie; Baskologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 Abitur Gymn. Weimar; Stud. Neuere Sprachen Neuchâtel, Freiburg i. Br., Heidelberg, Göttingen, Berlin u. Straßburg; 1896 Prom. (Fritz Neumann) Heidelberg; 1899 1. StE. Straßburg; Probejahr Gymn. Markirch; Aug. 1900 Lehrer Gelehrtenschule Johanneum Hamburg; Schuldienst Cuxhaven, St. Pauli; 1910 Realgymn. u. Realschule Barmbek; 24.11.1919 Habil. Hamburg; 1919 PDoz.; GymnProf.; 7.6.1926 HonProf. Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitgl. d. Baskischen Akad. Bilbao.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beiträge zum Studium des Neuchâteller Patois, Darmstadt 1897 (Diss.); Deutschland u. Frankreich: Vortrag gehalten im Hamburger Volksheim am 21. Januar 1915, Hamburg 1915; Volkskunde u. romanische Philologie, Hamburg 1918; Zur baskischen Onomatopoesis, Berlin 1919; Beiträge zur portugiesischen Volkskunde, Hamburg 1928; Guy de Maupassant: Studien zu seiner künstlerischen Persönlichkeit, München 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Durante la guerra mundial perteneció a la comisión encargada de estudiar los dialectos de los prisioneros de guerra y fijarlos en discos fonográficos, y entonces se dedicó por primera vez al estudio del vascuence. Encontró en los campos de prisioneros además de franceses, catalanes, italianos, albaneses italianos y rumanos también vascos franceses que espertaron en él tal interés que no perdió ocasión de aprender su idioma, sin pensar en las dificultades que se presentan en su estudio. En este tiempo coleccionó gran número de leyendas, cuentos, canciones y supersticiones de la boca de los prisioneros, que hasta ahora no se han publicado. Ya en 1917 aprovechó sus conocimientos del vasco recién adquiridos para estudiar las huellas de un estrato lingüístico prerománicoibérico en todo el sur de Francia en su trabajo ''Zum Iberischen in Südfrankreich''“ (Giese, 1926, 624).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2909 HSchA Nr. 12252-12314]; Wilhelm Giese, Nachruf, Revista Internacional de Estudios Bascos 1926, 624-625; Hurch, Leo Spitzers Briefe, 2006, 428; Kalkhoff, Romanische Philologie, 2010, 190, 202; Curtius, Briefe aus einem halben Jahrhundert, 2015, 108-109; Kössler, Personenlexikon; Meisel / Meyer-Minnemann, „Hundert Jahre Romanistik“, 2015, 396-397.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baskisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Tobler,_Adolf</id>
		<title>Tobler, Adolf</title>
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				<updated>2016-11-04T13:56:48Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Adolf Tobler''' (24.5.1835 Hirzel, Kt. Zürich – 18.3.1910 Berlin); Sohn des Pfarrers Salomon Tobler (1794-1878) u. der Ursula Hirzel; Bruder des Arztes Salomon (1822-1954) u. des Germanisten Ludwig Tobler (1827-1895)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Primarschule Embrach; Matura Gymn. Zürich; Stud. Rom. Zürich u. Bonn (Friedrich Diez; Nicolaus Delius); 1857 Prom. (Ludwig Ettmüller [?]) Zürich; 1857-67 Kantonsschule Solothurn bzw. Kantonsschule Bern; zwischenzeitlich Reisen nach Italien u. Paris; 1867 Habil. (Albert Schaffter) Bern; 1867 o. Prof. Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.7.1881 o. Mitgl. Preuß. Akad. d. Wiss. Berlin; 1892 Ausw. Mitgl. Rumän. Akad. d. Wiss. Bukarest; 1909 Ausw. Mitgl. d. Académie des Inscriptions; Korr. Mitgl. d. Bayer. u. d. Wiener Akad. d. Wiss.; 16.8.1906 Ausw. Mitgl. Accademia dei Lincei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begr. Altfranzösisches Wörterbuch (Tobler-Lommatzsch), 1915-2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FS Tobler. Zum Siebzigsten Geburtstage, dargebracht von der Berliner Gesellschaft für das Studium der neueren Sprachen, Braunschweig 1905.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darstellung der lateinischen Conjugation u. ihrer romanischen Gestaltung: Nebst einigen Bemerkungen zum provenzalischen Alexanderliede, Höhr-Zürich 1857 (Diss.); Gedichte von Jehan de Condet nach der casanatensischen Handschrift, Stuttgart 1860; Aus der Chanson de geste von Auberi nach einer vaticanischen Handschrift, Leipzig 1870; Li dis dou vrai aniel. Die Parabel von dem ächten Ringe. Französische Dichtung des dreizehnten Jahrhunderts, aus einer Pariser Handschrift zum ersten Mal herausgegeben, Leipzig 1871; Vom französischen Versbau alter u. neuer Zeit. Zusammenstellung der Anfangsgründe, Leipzig 1880; Vermischte Beiträge zur französischen Grammatik, 5 Bde., Leipzig 1886-1912.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Toblers vehementer Protest gegen die seit der sogenannten ,Reformperiode des neusprachlichen Unterrichts‘ immer stärker werdenden Forderungen nach einer Abwendung von der Sprachgeschichte und einer Beschäftigung mit der nicht nur geschriebenen, sondern auch gesprochenen Sprache der Gegenwart ist Ausdruck eines Paradigmenwechsels, den der alt gewordene Gelehrte (dem die Gegenwartssprache im übrigen keineswegs unvertraut war) kaum aufhalten konnte. Vergleicht man Toblers programmatische Stellungnahmen zur Definition und zu den Aufgaben der romanischen Philologie mit der 1889 gehaltenen Zürcher Antrittsvorlesung seines Berliner Nachfolgers Heinrich Morf, dann treten die epistemologischen Verschiebungen deutlich hervor. Beklagt Tobler im selben Jahr, dass in den universitären Examina ,Mangel an wissenschaftlicher [d.h. sprachhistorischer] Durchdringung des Lehrgegenstandes durch Fertigkeiten im Sprechen und Kenntnis neuester Literatur ausgeglichen werden‘ dürfe, so vertritt Morf die These, dass der neusprachliche Unterricht ,nicht länger auf der antiquierten mittelalterlichen Sprachbetrachtung beruhen‘ dürfe, sondern ,sich auf die heutigen Anschauungen von der Natur der Sprache und des sprachlichen Geschehens gründen‘ solle: […] Es ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Ungleichzeitigkeit des Gleichzeitigen, dass mit der fünf Jahre nach Toblers Tod erfolgten Publikation des ersten Faszikels des ''Altfranzösischen Wörterbuchs'' (1915) ein wesentlicher wissenschaftlicher Ertrag des sprachhistorischen 19. Jahrhunderts erst in einem Moment sichtbar wurde, in dem mit dem gewaltigen ''Atlas linguistique de la France'' (1902-1910) die dann in mehreren Schüben vollzogene Hinwendung der Romanistik zur synchronischen Sprachbetrachtung ihren das 20. Jahrhundert bestimmenden Weg nahm“ (Lebsanft, 2009, 94).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2867 HSchA Nr. 11706-11727]; Erhard Lommatzsch, Worte des Gedächtnisses für Adolf Tobler, Berlin 1910; Risop, Die romanische Philologie, 1910, 91-105; Heinrich Morf, Gedächtnisrede auf Adolf Tobler, Berlin 1911 (aus: SB der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften, 1911); Homeyer, Zumbini, 1982, 81-91; Doris Jakubec / ASCH, hls (online); LexGramm 1996, 920-921 (Hermann Krapoth); Franz Lebsanft, „Adolf Tobler (1835-1910): ,Der gesamte Reichtum der Menschennatur‘“, in: Bähler / Trachsler, Portraits, 2009, 61-95 (P); „Ursula Bähler, „Adolf Tobler (1835-1910). II: ,La philologie en contexte‘“, ebd.; 99-137; Wolf, Kontinuität u. Wandel, 2012, 359-378; Fryba-Reber, Philologie et linguistique romanes, 2013, 384, bes. 113-115, 184-188, 219-220.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Terracini,_Benvenuto_Aronne</id>
		<title>Terracini, Benvenuto Aronne</title>
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				<updated>2016-11-04T13:54:47Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''''Benvenuto'' Aronne Terracini''' (12.8.1886 Turin – 30.4.1968 Turin); Sohn des Goldschmieds Beniamino Moise Benedetto Terracini; Ehemann der Übersetzerin Lore geb. Klonower&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Italienische Sprachwissenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Prom. (Matteo Giulio Bartoli) Turin; 1910 Stud. Paris (Jules Gilliéron; Mario Roques; Antoine Meillet); 1911-13 Lektor f. Ital. u. Assist. Akad. f. Sozial- u. Handelswiss. Frankfurt a. M. (Betreuer Matthias Friedwagner); 1925 o. Prof. f. It. Sprachwiss. Cagliari; 1926-29 Padua; 1929-38 Mailand; aufgrund der Rassengesetze Auswanderung nach Argentinien; 1941-46 o. Prof. San Miguel de Tucumán; 1947-59 o. Prof. Turin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Non è verificabile se Terracini decise di operare a Francoforte anche per interesse verso il lavoro di Morf, anche perché Morf lasciò la cattedra nel 1910, un anno prima dell’arrivo di Terracini, e non sappiamo se egli ebbe la possibilità di scegliere la sede universitaria, ma in caso positivo sarebbe ipotizzabile che abbia voluto lavorare là dove aveva operato un suo maestro, uno studioso a cui si era orientato per la sua tesi. […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sebbene non sia più verificabile è comunque possibile ipotizzare che sia stato proprio il nostro Terracini ad iniziare un programma di corsi di lingua universitari, in una forma simile a quella che conosciamo noi oggi, per quanto riguarda l’italiano; non solo perché prima del 1911 non figurano corsi simili e dopo il 1913 li troviamo, quanto anche per il fatto che il suo successore, Bianchi, gestisce corsi per il livello intermedio e superiore, e questo fa pensare alla continuazione di un lavoro iniziato dal suo predecessore Terracini“ (Cardone, 1996, 84-85).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2847 HSchA Nr. 11595-11599]; Anna Cardone, in: Giovanardi / Stammerjohann, I lettori, 1996, 81-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italienisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Tappolet,_Ernst_Emanuel</id>
		<title>Tappolet, Ernst Emanuel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Tappolet,_Ernst_Emanuel"/>
				<updated>2016-11-04T13:52:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''''Ernst'' Emanuel Tappolet''' (21.10.1870 Hittnau, Kt. Zürich – 2.11.1939 Basel); Sohn des reformierten Pfarrers Paul Tappolet u. der Elisabeth geb. Peyer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Dialektologie u. Namenskunde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelschule Basel; Stud. Neuere Sprachen Marburg, Paris u. Florenz; 1895 Prom. (Heinrich Morf) Zürich; 1901 Habil. (Morf) Zürich; 1895-1904 Französischlehrer Gymn. Zürich. 1902 PDoz. U Zürich; 1904 ao. Prof. Zürich; 1905 o. Prof. f. Rom. Philol. Basel; em. 1939; 1925 Rektor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitbegr. u. Mithrsg. d. Glossaire des Patois de la Suisse romande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FS f. Ernst Tappolet, Professor der romanischen Philologie an der Universität Basel, Basel 1935; Zur Erinnerung an Herrn Prof. Ernst (Emanuel) Tappolet, 1870–1939, Basel 1940.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die romanischen Verwandtschaftsnamen: mit besonderer Berücksichtigung der französischen u. italienischen Mundarten; ein Beitrag zur vergleichenden Lexikologie, Straßburg 1895 (Diss.); Über den Stand der Mundarten in der deutschen u. französischen Schweiz, Zürich 1901 (Habil.-Schr.); Die Sprache des Kindes, Basel 1907; Die alemannischen Lehnwörter in den Mundarten der französischen Schweiz. Kulturhistorisch-linguistische Untersuchung, 2 Bde., Basel-Straßburg 1913 u. 1916.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Einem Gelehrten ist selten das Glück beschieden, nach mehreren Jahrzehnten feststellen zu können, daß seine Dissertation den Eingang zu einem neuen Forschungssektor beherrscht. Ernst Tappolet’s Zürcher Doktorarbeit: ''Die romanischen Verwandtschaftsnamen'', 1895, leitet die große Serie der onomasiologisch orientierten Arbeiten ein, die in ungeahntem Umfang den Wortschatz der Romania recht eigentlich begrifflich und etymologisch erschlossen haben. Einzelfragen, die der Doktorand in der Einleitung seiner Dissertation berührt hat, haben den reifen Forscher das ganze Leben hindurch beschäftigt und ihn zu neuer Stellungnahme veranlaßt; er hat weiter Ausdrücke für die Verwandtschaftsnamen und die Bezeichnung des Kindes gesammelt, aber für die notwendige Neubearbeitung seines Erstlingswerkes hat er bei der vollen Beanspruchung durch andere dringendere Arbeiten keine Zeit mehr gefunden“ (Jud, 1940, 332).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2838 HSchA Nr. 11556-11570]; Jakob Jud, Nachruf, VRom 5, 1940, 332-334; Lucienne Hubler / CBA, hls (online); Fryba-Reber, Philologie et linguistique romanes, 2013, 384, bes. 157-160.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dialektologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Namenskunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Suchier,_Hermann_Heinrich_Ludwig</id>
		<title>Suchier, Hermann Heinrich Ludwig</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Suchier,_Hermann_Heinrich_Ludwig"/>
				<updated>2016-11-04T13:51:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''''Hermann'' Heinrich Ludwig Suchier''' (11.12.1848 Karlshafen a. d. Weser – 3. od. 4.7.1914 Halle); Sohn von Henri-Soisjuste Suchier, Kaufmann u. kurhessischer Landtagsabgeordneter aus hugenottischer Pastorenfamilie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. altfranzösische u. altprovenzalische Texteditionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854-62 Kandidatenschule Karlshafen; 1862-66 Gymn. Rinteln; 1862 Abitur; 1862-68 Stud. Neuere Sprachen, Germ., Sanskrit, Vgl. Sprachwiss. Marburg, Leipzig (Friedrich Zarncke; Adolf Ebert); Parisreise zum Handschriftenstudium; 1870/71 Teilnahme am Deutsch-franz. Krieg; 27.7.1881 Prom. (Friedrich Zarncke) Leipzig; 1871/72 Forts. d. Studiums Marburg; Nov. 1872 1. StE. Marburg; 12.2.1873 Habil. (Edmund Stengel) Marburg; 1873-74 PDoz. Marburg; 15.10.1874 ao. Prof. Zürich; 15.3.1875 o. Prof. Münster; 19.8.1876 o. Prof. Halle a. S.; abgelehnte Rufe Straßburg (1880) u. Leipzig (1890); wiederholt Dekan; 1901/02 Rektor Halle; 2.12.1906 GehRR.; 1.4.1913 em.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAO 3. Kl.; Kronen-Orden 3. Kl.; Palmes d’Officier de l’Acad. Française.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hrsg. Bibliotheca normannica, 1879-1911.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Korr. Mitgl. d. Ges. d. Wiss. bzw. Akad. in Barcelona, Brüssel, Dorpat, Erfurt, Madrid, Montpellier; Ehrenmitgl. mehrerer neusprachl. Vereine sowie der provenz. Félibrige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forschungen zur romanischen Philologie. Festgabe für Hermann Suchier zum 15. März 1900, Halle a. S. 1900.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das niederrheinische Bruchstück der Schlacht bei Alleschanz, Wien 1871 (Diss.); Aucassin u. Nicolette: neu nach der Handschrift mit Paradigmen u. Glossar, Paderborn 1878 (immer wieder aufgelegt); Über die Quelle Ulrichs von dem Türlin u. die älteste Gestalt der prise d’Orange, Paderborn 1883 (Habil.-Schr.); Denkmäler provenzalischer Literatur u. Sprache. Zum ersten Male hrsg., 2 Bde., Halle a. S. 1883; Altfranzösische Grammatik, 2 Bde., Halle a. S. 1893; Geschichte der französischen Literatur von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart, 2 Bde., Leipzig 1913.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wie jene ganze Generation, die die von der klassischen Philologie und der Germanistik übernommene philologisch-historische Methode auf entsprechende Stoffgebiete aus dem Bereich der romanischen Kulturen zu übertragen begann, hat auch H.S., wenigstens in seinen jüngeren Jahren, seine wissenschaftliche Tätigkeit fast ausschließlich auf das Mittelalter gerichtet, das in erster Linie derartige Stoffe bot und auch als Ausgangspunkt einer entwicklungsgeschichtlichen Betrachtung in den Vordergrund gerückt war. Innerhalb des dadurch gezogenen Rahmens erscheinen als eigentliches Feld seiner Betätigung Textkritik- und –interpretation; daß hier dringende Aufgaben zu lösen waren, ersieht man aus der Tatsache, daß zu Anfang der siebziger Jahre, wo die Arbeit von H.S. einsetzt, außer etwa Bartschs ''Romanzen'' ''und Pastourellen'' (1870) und ''Vie de saint Alexis'' von G. Paris (1872) keine nach streng wissenschaftlichen Gesichtspunkten hergestellte Ausgaben romanischer Texte vorlagen. […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einzelnen Handschriften oder Texten gehen auch einige der Arbeiten aus, die H.S. zur Sprachgeschichte beigesteuert hat, und wobei neben den Artikeln in Zeitschriften auch die Einleitungen oder sonstigen Beigaben zu seinen oben genannten Textausgaben in Betracht kommen. Auch hier tritt daher das Altfranzösische in den Vordergrund, daneben spielt noch das Provenzalische eine Rolle. […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wichtigste seiner Beiträge zur historischen Lautlehre liegt in der ''Altfranzösischen Grammatik'' […] vor, die aus einer Vorlesung erwachsen, aber leider nicht über die erste Lieferung, die betonten Vokale der Schriftsprache behandelnd, hinausgelangt ist. […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch mehrere grundlegende Studien hat H.S. im besonderen noch die Geschichte der Mundarten gefördert. So bringt die Untersuchung über die ''Vie de Saint Auban'' […] einen ersten tiefer gehenden Vorstoß zur Erforschung des bis dahin kaum näher beachteten Anglonormannischen, besonders auf dem Gebiet der Lautlehre und des Versbaus; die Dialektuntersuchung des ''Aucassin'' […] stellt erstmalig die charakteristischen Züge des Pikardischen einigermaßen vollständig zusammen […], und die Einleitung zur Ausgabe der ''Reimpredigt'' […] erschließt die ,normannische‘ Schriftsprache, die wohl jetzt gewöhnlich ,altfranzisch‘ genannt wird“ (Suchier, 1938/39, 257-258; 260-261).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2815 HSchA Nr. 11404-11431]; KrJb 9, 1909, IV 13-17 (C. Voretzsch); Eduard Wechßler, GRM 8, 1920, 239-248; Karl Voretzsch, Mitteldeutsche Lebensbilder 5, 1930, 538-554; Voretzsch, Das Romanische Seminar der vereinigten Friedrichs-Universität Halle-Wittenberg im ersten Halbjahrhundert seines Bestehens, Halle 1926 (P); Walther Suchier, Lebensbilder aus Kurhessen u. Waldeck 1, 1939, 258-260; Ders., ZfSL 62, 1938/39, 257-265 (Schrift.-Verz. 265-294); Gundlach, Catalogus professorum academiae marburgensis, 1927, 408; Hillen, Wegbereiter, 1993, 518, bes. 239-241; Haenicke / Finkenstaedt, Anglistenlexikon, 1992, 322-323; Ridoux, Evolution, 2001, 1169, bes. 461-462; Trachsler, Bartsch, Foerster et C&amp;lt;sup&amp;gt;ie&amp;lt;/sup&amp;gt;, 2013, 299; catalogus professorum halensis (online) (P).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altfranzösisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altprovenzalisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Editionsphilologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=St%C3%BCrzinger,_Jakob</id>
		<title>Stürzinger, Jakob</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=St%C3%BCrzinger,_Jakob"/>
				<updated>2016-11-04T13:49:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jakob Stürzinger''' (6.12.1853 [gelegentlich auch: 1855] Wilen-Stammheim, Kt. Zürich – 12.6.1903 Würzburg); Sohn des Getreidekaufmanns Hans Jakob Stürzinger u. der Margaretha Engeler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuere Sprachen, bes. Romanische Philologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1874-79 Stud. Germ., Rom., Vgl. Sprachwiss. Marburg (Edmund Stengel), Leipzig (Adolf Ebert), Paris (Gaston Paris; Paul Meyer; Arsène Darmsteter); 19.7.1879 Prom. (Heinrich Breitinger) Zürich; 6.6.1882 Habil. (Wendelin Foerster) Bonn; 21.9.1885-5.6.1890 Assistant Professor Bryn Mawr College, Pennsylvania; 23.12.1890-3.5.1892 PDoz. München; 3.5.1892 ao. Prof. Tübingen; 15.8.1892 o. Prof. Würzburg (Nachf. v. Eduard Mall); erster Direktor d. Romanisch-Englischen Seminars Würzburg; 1895 Dekan; mehrmals Ministerialkommissär in der Absolutorialprüfung; 1898 vorzeitig i. R. wegen Krankheit (Zeugnis vom 25.5.1898).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Conjugation im Rätoromanischen, Winterthur 1879 (Diss.); Orthographia Gallica. Ältester Traktat über französische Aussprache u. Orthographie, nach 4 Handschriften zum 1. Mal hrsg., Heilbronn 1884, Nachdrucke 1967, 1968; Le pelerinage de vie humaine de'''' Guillaume de Deguileville. Printed for the Roxburghe club, London 1893; Le pelerinage de l’ame de Guillaume de Deguileville. Printed for the Roxburghe club, London 1895; Le pelerinage Jhesucrist de Guillaume de Deguileville. Printed for the Roxburghe club, London 1897; Hunbaut: Altfranzösischer Artusroman des 13. Jhs. Nach Wendelin Foerster‘s Abschrift der einzigen Chantilly-Hs. zum ersten Male kritisch bearb. v. Jakob Stürzinger. Aus dessen Nachlass erg., hrsg. von Hermann Breuer, Halle a. S. 1914.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„In der kurzen Zeit, die Stürzinger in München lehrte, vertrat er vor allem die Hispanistik. Neben der Interpretation ausgewählter Kapitel aus ,Don Quichote‘, aus Calderóns ,El mágico prodigioso‘ und aus dem Poema del Cid las er auch über historische spanische Grammatik. Auf italianistischem Gebiet brachte er eine Erklärung von Dantes ,Divina Commedia‘ […]“ (Seidel-Vollmann, 1977, 219).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Mais son nom restera spécialement attaché à l’œuvre de Guillaume de Deguilleville, éditée par lui pour le Roxburghe Club. […] Le tome III, que la ''Romania'' a omis de signaler à ses lecteurs, a paru en 1897: il contient le ''Pelerinage Jhesucrist''. Stürzinger se proposait de publier dans la même collection un quatrième volume dans lequel il aurait placé un glossaire précédé d’une étude complète sur la vie, l’œuvre et les manuscrits de Deguilleville. Il devait en outre donner le texte de la seconde rédaction du ''Pelerinage de Vie'', en appendice à la traduction anglaise de Lydgate, dans la collection de l’''Early English Text Society''. Son œuvre reste inachevée; mais il a assez fait pour laisser une trace durable dans le domaine de la philologie romane. Ceux qui l’ont connu personnellement resteront longtemps affligés de sa disparition, car à des connaissances étendues et variées Stürzinger joignit la modestie et l’aménité“ (AntoineThomas, 1903, 470).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2813 HSchA Nr. 11353]; KrJb 7, 1902-03, I 6; Romania 32, 1903, 470 (A. Th. = Antoine Thomas); Voretzsch, Die Anfänge, 1904, 28; Heinrich Schneegans, Biographisches Jb. u. Deutscher Nekrolog 8, 1905, 280-283; Bucher, Aus der Vergangenheit, 1932, 260; Wenig, Verzeichnis, 1968, 307; Seidel-Vollmann, Die romanische Philologie, 1977, 278, bes. 218-219; Haenicke / Finkenstaedt, Anglistenlexikon, 1992, 321-322.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuphilologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Settegast,_Franz_Gustav</id>
		<title>Settegast, Franz Gustav</title>
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				<updated>2016-11-04T13:47:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
'''''Franz'' Gustav Settegast''' (30.1.1852 Proskau i. Schlesien – 1.5.1931 Zürich); Sohn des Agrarwissenschaftlers Hermann Gustav Settegast (1819-1908); Ehemann der Übersetzerin Marie geb. Rohde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869-73 Stud. Neuere Sprachen Breslau, Leipzig u. Marburg; 1873 Prom. (Edmund Stengel) Marburg; 1876 Habil. (Adolf Ebert) Leipzig; 1876-77 PDoz.; 1877-83 ao. Prof. Zürich (ernannt auf sechs Jahre); lehnte eine erneute Einstellung für sechs Jahre wegen des ihn unzureichend dünkenden Gehalts ab u. kehrte 1883 nach Leipzig zurück, mußte aber noch drei Jahre auf seine Ernennung warten; 1886-1918 ao. Prof. Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hrsg. Deutsche Zeitschrift f. Geschichtswissenschaft, 1896f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hartmanns „Iwein“ verglichen mit seiner altfranzösischen Quelle, Marburg 1872 (Diss.); Benoit de Sainte-More. Eine sprachliche Untersuchung über die Identität der Verfasser des „Roman de Troie“ und der „Chronique des Ducs de Normandie“, Breslau 1876 (Habil.-Schr.); Li hystore de Julius Cesar. Eine altfranzösische Erzählung in Prosa von Jean de Tuim. Zum ersten Mal hrsg. von Franz Settegast, Halle a. S. 1881; Die Ehre in den Liedern der Troubadours, Leipzig 1887; Quellenstudien zur galloromanischen Epik, Leipzig 1904; Die Sachsenkriege des französischen Volksepos auf ihre geschichtlichen Quellen untersucht, Leipzig 1908.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„En 1878, la chaire de philologie romane connaît son troisième titulaire, Franz Gustav Settegast, dont l’enseignement est remarquablement diversifié et complet: grammaire comparée des langues romanes, lectures d’ancien français, de provençal, d’italien, d’espagnol et de portugais accompagnées de grammaire historique de chaque langue. En 1883, il rentre à Leipzig où il occupera un poste de professeur ordinaire“ (Fryba-Reber, 2013, 117).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2725 HSchA Nr. 10509]; Professorenkatalog der Universität Leipzig / catalogus professorum lipsiensium (online); (P); Univ. Zürich, Historische Vorlesungsverzeichnisse (online); Bähler / Trachsler, Portraits de médiévistes suisses, 2009, 147; Fryba-Reber, Philologie et linguistique romanes, 2013, 384, bes. 117.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Sechehaye,_Charles_Albert</id>
		<title>Sechehaye, Charles Albert</title>
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				<updated>2016-11-04T13:44:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Charles ''Albert'' Sechehaye''' (4.7.1870 Genf – 2.7.1946 Genf); Sohn d. Buchhalters Jean-François Sechehaye u. der Louise geb. Valloton&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Französische Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880-89 Collège de Genève; 1889 Reifeprüfung Genf; Stud. Klass. Sprachen, Philos., Literatur u. Gesch. Genf u. Leipzig; 1891 licencié-ès-lettres classiques; 1891-93 Privatunterricht Genf; Hörer v. Ferdinand de Saussure; WS 1893/94 Stud. Leipzig; 1894 Lehrer Höhere Handelsschule Aussig; 1.4.1897-1.10-1901 Lektor f. Franz. Göttingen; 3.3.1902 Prom. (Albert Stimming) Göttingen; Rückkehr nach Genf; PDoz. U Genf; 1929 ao. Prof. f. Grammatiktheorie; 1939 Nachf. v. Charles Bally auf d. Lehrstuhl f. Allg. Linguistik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konjunktiv Imperfecti u. seine Konkurrenten in den normalen hypothetischen Satzgefügen im Französischen, Göttingen 1902, vollst. Erlangen 1906 (Diss.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CV; [http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2714 HSchA Nr. 10468-10476]; KrJb 10, 1910, IV 135 [Albert Stimming]; Anne-Margret Fryba-Reber, Albert Sechehaye et la syntaxe imaginative: contribution à l’histoire de la linguistique saussurienne, Genf 1994; Dies., Philologie et linguistique romanes, 2013, 384; Dies. hls (online).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Sch%C3%BCrr,_Friedrich_Josef_Maria</id>
		<title>Schürr, Friedrich Josef Maria</title>
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				<updated>2016-11-04T13:39:06Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''''Friedrich'' Josef Maria Schürr''' (9.6.1888 Wien – 24.8.1980 Konstanz); Sohn des Architekten Josef Schürr († 1909) in Wien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, Sprach- u. Literaturwissenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulbesuch Klagenfurt; 1907-11 Stud. Rom. (Wilhelm Meyer-Lübke; Philipp August Becker), Kunstgesch. u. Germ. Wien; 1911 Prom. (Meyer-Lübke); 1911 Supplent Staatsoberrealschule Triest; 1915 Lektor f. Ital. Straßburg (Oskar Schultz-Gora); 1918 von der Wörterbuchkomm. d. Bayer. Akad. d. Wiss. u. d. Phonogrammkomm. beauftragt, in ital. Gefangenenlagern Tonaufnahmen für Dialektstudien anzufertigen; 1919 Lektor f. Ital. Freiburg i. Br.; 1919/20 Habil. (Hanns Heiß) ebd.; 1922 Lektor f. Span. Freiburg i. Br.; 1925 ao. Prof. Freiburg i. Br.; 1926 o. Prof. Graz; 1938 o. Prof. Marburg; 1940/41 o. Prof. Köln, zugl. Dir. d. Dt.-Ital. Kulturinstit. „Petrarca-Haus“; 1941-44 o. Prof. Straßburg; 1944/45 GProf. Tübingen; 1948-58 GProf. mit LA Freiburg i. Br.; 1950-52 Gründungsdir. Philos.-Theolog. Hochschule Passau; 1958 em. Freiburg i. Br.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1965 Premio Miguel de Unamuno d. Fundación P. de Mendoza Buenos Aires; 1967 Mitgl. im Tribunato dei vini di Romagna; 1970 Rubiconia Accademia d. Filopatridi in Savignano; 1974 Ehrenbürger v. Ravenna; 1996 nach ihm benannt: Istituto Friedrich Schürr, Santo Stefano, Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie ich Romanist wurde“, Carinthia I/158, 1968, 116-35 (P).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Kenntnis des Romagnolischen (Vokalismus u. intervokale Dentalia), Wien 1911 (Diss.), masch.; Charakteristik der Mundart von Portomaggiore (Provinz Ferrara). Lautlehre, Bemerkungen zur Formenlehre, Triest 1914; Romagnolische Mundarten. Sprachproben in phonetischer Transkription auf Grund phonographischer Aufnahmen, Wien 1917 (Basis der kumulat. Habil. 1919 in Freiburg i. Br.); Das altfranzösische Epos. Zur Stilgeschichte u. inneren Form der Gotik, München 1926; Barock, Klassizismus u. Rokoko in der französischen Literatur, Leipzig 1928; La classificazione dei dialetti italiani, Leipzig 1938; Cervantes. Zum 400. Geburtstag des großen Humoristen, Essen 1947, Bern-München 1963; Miguel de Unamuno. Der Dichterphilosoph des tragischen Lebensgefühls, Bern-München 1962; Erlebnis, Sinnbild, Mythos, Wege der Sinndeutung Romanischer Dichtung, Bern-München 1968; La diphtongaison romane, Tübingen 1970; Probleme u. Prinzipien romanischer Sprachwissenschaft, Tübingen 1971; La voce della Romagna, Profilo linguisticoletterario, Ravenna 1974; La dittongazione romanza e la riorganizzazzione dei sistemi vocali, Ravenna, 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Nel corso del primo conflitto mondiale Schürr fa parte della commissione lessicologica promossa dall’Accademia Bavarese delle Scienze che si occupa di raccogliere registrazioni fonografiche delle parlate dei prigionieri di guerra internati nei campi di concentramento. Frutto della tesi sul ''Pulon matt'' e delle indagini in Romagna e presso i prigionieri di guerra romagnoli sono i tre studi pubblicati ad un anno di distanza uno dall’altro nei ''Rendiconti dell’Accademia delle Scienze di Vienna: Parlate romagnole (1917), Studi dialettali romagnoli I. Fonologia dei testi antichi (1918). Studi dialettali romagnoli II. Fonologia delle parlate viventi.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Queste pubblicazioni gli consentono di ottenere la libera docenza e di dare inizio ad una lunga carriera di professore di Filologia romanza nelle università tedesche ed austriache: Friburgo, Graz, Marburgo, Colonia, Strasburgo, Ratisbona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oltre ad importanti studi sulle letterature italiana, spagnola e rumena ed in particolare sulle figure di Cervantes ed Unamuno, va segnalata nel campo più prettamente linguistico l’opera sulla dittongazione romanza, uno studio di ampio respiro che prende le mosse dalle sue profonde conoscenze dei dialetti italiani ed in particolare del romagnolo. L’opera, elaborata a partire dal 1936, uscirà nella sua versione definitiva in italiano a Ravenna pochi mesi dopo la morte dell’autore“ ([[www.argaza.it/Schurr_Biobibliografia essenziale.pdf|www.argaza.it/Schurr_Biobibliografia essenziale.pdf]]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2701 HSchA Nr. 10374-10394]; Österreicher der Gegenwart, 1951, 277; Pavao Tekavčić, „L’opera di Friedrich Schürr alla luce dei suoi recenti contributi linguistici e letterari“, Studia Romanica et Anglica Zagrabiensia 41-42, 1976, 129-165; Auerbach, Catalogus professorum, 1979, 607-608; Giuseppe Bellosi, „Le edizioni del Pulon Mat“, Studi Romagnoli 50, 1999, 239-251; Hausmann, „L’Enseignement“, 2005, 180-183; Wirbelauer, Die Freiburger Philosophische Fakultät, 2006, 998; Hausmann, NDB 23, 2007, 648-649; Hausmann, „Vom Strudel“, 2008, 812, bes. 195-196, 425-426, 657-658, 667-668; Hausmann, „Romanisten erinnern sich“, 2010, 148-150.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturwissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Schl%C3%A4ger,_Georg</id>
		<title>Schläger, Georg</title>
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				<updated>2016-11-04T13:36:43Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Georg Schläger''' (27.6.1870 Weida – 21.3.1921 Freiburg i. Br.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanistik u. Volkskunde (Volksliedforschung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stud. Rom. Halle u. Jena; 1895 Prom. (Wilhelm Cloëtta) Jena; Lehrer u. Schuldir. Eschwege; 1917 i. R. (Krankheitsgründe); 1.4.1917 Archivar Dt. Volksliedarchiv Freiburg i. Br.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studien über das Tagelied, Jena 1895 (Diss.); (gem. m. Wilhelm Cloëtta), Die altfranzösische Prosafassung des Moniage Guillaumes 1897; Über Musik und Strophenbau der französischen Romanzen (mit einem musikalischen Anhang), Halle a. S. 1900; Sprechübungen im neusprachlichen Unterricht, Oberstein 1906.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Eine interessante, gründliche, aber in ihren Resultaten gewiss nicht unanfechtbare Untersuchung über das Tagelied hat GEORG SCHLAEGER verfasst. Er scheidet volkstümliche und höfische Lieder scharf voneinander und will die Bezeichnung ''alba, aube'', tagelied nur auf die gedichte der ritterlich-konventionellen Gattung mit Ausschluss aller anderen eingeschränkt wissen“ (KrJb 4, 1898, II 176 [Emil Levy]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„SCHLÄGER stellte sorgfältige Untersuchungen über das Tagelied bei Provenzalen und Nordfranzosen an, wobei er auch deutsche, arabische, griechische und lateinische Vorbilder zur Vergleichung heranzog. Er lehnte arabische Vorbilder und solche aus der Vagantenlyrik als bisher unbewiesen ab und erklärte sich für den provenzalischen Ursprung der Gattung. Von Südfrankreich sei sie nach dem Norden gelangt“ (KrJb 4, 1898, II 414 [Eduard Wechssler]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2637 HSchA Nr. 10056-10057]; Voretzsch, Das Romanische Seminar, 1926, 31; Fritz Böhm, Nachruf, Z. d. Vereins f. Volkskunde 30-32, 1920-22, 111.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Schneegans,_Heinrich_Alfred</id>
		<title>Schneegans, Heinrich Alfred</title>
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				<updated>2016-11-04T13:36:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''''Heinrich'' Alfred Schneegans''' (11.9.1863 Straßburg i. E. – 6.10.1914 Bonn); Sohn des elsässischen Politikers u. späteren deutschen Generalkonsuls in Messina u. Genua, Carl ''August'' Schneegans (1835-1898), u. der Sophie Anna Bruch (1839-?), Tochter des Theologieprofessors Johann-Friedrich Bruch (1792-1874)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulbesuch Lyon, Straßburg u. Messina; 1883 Abitur Protestant. Gymn. Straßburg; 1883-87 Stud. Rom., Germ. u. Gesch. Straßburg u. Bonn; 24.10.1887 Prom. (Gustav Gröber) Straßburg; 1888 StE. u. Probekandidat bzw. Wiss. Hilfslehrer Protestant. Gymn. Straßburg; SS 1890 Lektor f. Ital. U Straßburg; 13.6.1892 Habil. Straßburg; nach Rufablehnung Rostock 23.6.1897 ao. Prof. Straßburg; 14.7.1898 ao. Prof. Erlangen; 1.10.1900 o. Prof. Würzburg; 7.12.1908 o. Prof. Bonn (Nachf. v. Wendelin Foerster); 25.10.1913 beurl.; 1910 Rufablehnung Straßburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laute u. Lautentwicklung des sicilianischen Dialectes nebst Mundartenkarte u. aus dem Volksmund gesammelten Sprachproben, Straßburg 1888 (Diss.); Geschichte der grotesken Satire, Straßburg 1894 (Habil.-Schr.); Die Lieder u. Melodien der Geissler des Jahres 1349: Nach der Aufzeichnung Hugo’s von Reutlingen. Nebst einer Abhandlung über die italienischen Geisslerlieder von Heinrich Schneegans u. einem Beitrag zur Geschichte der deutschen u. niederländischen Geissler von Heino Pfannenschmid. Hrsg. von Paul Runge, Leipzig 1900; Molière, Berlin 1902; Studium u. Unterricht der romanischen Philologie, Heidelberg 1912.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Schneegans hat mit unter den ersten in Deutschland und stets mit besonderem Nachdruck von der Universität verlangt, daß sie den Studierenden neben der Einführung in wissenschaftliches Arbeiten auch die notwendigen praktischen Kenntnisse vermittle, daß über dem unentbehrlichen Studium der Sprachgeschichte und der Anfänge französischer Sprache nicht die für den künftigen Oberlehrer gleich unentbehrliche Vertrautheit mit der modernen Sprache vernachlässigt werde und daß auch im wissenschaftlichen Teil der Ausbildung die Gebiete zu ihrem Recht kommen, die in der Schule am dringendsten gebraucht werden, also vor allem die neuere Literaturgeschichte seit dem 17. Jahrhundert, betrachtet im Zusammenhang mit der geistigen und kulturellen Entwicklung Frankreichs. Jeder einseitigen Begrenzung feind, hat er selber keine Mühe gescheut, mit gutem Beispiel voranzugehen, hat gewissenhaft versucht, in seinen Vorlesungen und Übungen das ausgedehnte, für einen einzigen Dozenten kaum mehr zu bewältigende Gebiet der Romanistik möglichst in allen Abschnitten nach Maßgabe ihrer Wichtigkeit zu berücksichtigen und den Kandidaten Gelegenheit zu bieten, vom ganzen Fach so viel zu lernen, als die Semesterzahl erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er nahm in Übungen die ältesten französischen Sprachdenkmäler ebenso vor, wie Lamartinesche Gedichte oder den Tartuffe, die Novelas ejemplares wie den Orlando furioso, das Rolandslied oder seinen Alexanderroman wie J.J.Rousseau, Rabelais wie den Atlas linguistique. Er trug über historische Grammatik der französischen Sprache ebenso vor wie über romantische Dichtung, über das mittelalterliche Epos wie über Dante oder die vergleichende Lautentwicklung der romanischen Sprachen. Und zur Zeit, wo er in Bayern noch nicht die Schaffung eines hauptamtlichen Lektorates erreicht hatte, hielt er unverdrossen auch neusprachliche Kurse ab. Und er mochte dozieren, wovon er wollte, […] er vergaß nie, daß es nicht galt, Spezialisten heranzuzüchten, sondern romanistische Allgemeinbildung zu geben, auf deren Grundlage sich später ein solider französischer Schulunterricht aufbauen könnte“ (Heiss, 1915, 196-197).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2654 HSchA Nr. 10134]; Philipp August Becker, GRM 6, 1914, 609-615; Hanns Heiss, ZfSL 43, 1915, 195-198; Bucher, Aus der Vergangenheit, 1932, 261-264; Wenig, Verzeichnis, 1968, 275; Birgit Tappert, in: Hirdt, Romanistik, eine Bonner Erfindung, 1993, I, 231-319 (Schrift.-Verz. 313-319), II, 1069-1227 (P: I, 247, 268); Hillen, Wegbereiter, 1993, 517, bes. 9-11 u. 44-46; Birgit Tappert, „Heinrich Schneegans u. die beiden Curtius“, in: Baum, Lingua et Traditio, 1994, 501-515; Tappert, NDB 23, 2007, 282-283; Wachter, Die Professoren u. Dozenten, 2009, 194-195; Curtius, Briefe aus einem halben Jahrhundert, 2015, 52, 54, 66, 72, 73, 473; Kössler, Personenlexikon (online).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachdidaktik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Schl%C3%A4ger,_Georg</id>
		<title>Schläger, Georg</title>
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				<updated>2016-11-04T13:34:47Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Georg Schläger''' (27.6.1870 Weida – 21.3.1921 Freiburg i. Br.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanistik u. Volkskunde (Volksliedforschung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stud. Rom. Halle u. Jena; 1895 Prom. (Wilhelm Cloëtta) Jena; Lehrer u. Schuldir. Eschwege; 1917 i. R. (Krankheitsgründe); 1.4.1917 Archivar Dt. Volksliedarchiv Freiburg i. Br.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studien über das Tagelied, Jena 1895 (Diss.); (gem. m. Wilhelm Cloëtta), Die altfranzösische Prosafassung des Moniage Guillaumes 1897; Über Musik und Strophenbau der französischen Romanzen (mit einem musikalischen Anhang), Halle a. S. 1900; Sprechübungen im neusprachlichen Unterricht, Oberstein 1906.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Eine interessante, gründliche, aber in ihren Resultaten gewiss nicht unanfechtbare Untersuchung über das Tagelied hat GEORG SCHLAEGER verfasst. Er scheidet volkstümliche und höfische Lieder scharf voneinander und will die Bezeichnung ''alba, aube'', tagelied nur auf die gedichte der ritterlich-konventionellen Gattung mit Ausschluss aller anderen eingeschränkt wissen“ (KrJb 4, 1898, II 176 [Emil Levy]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„SCHLÄGER stellte sorgfältige Untersuchungen über das Tagelied bei Provenzalen und Nordfranzosen an, wobei er auch deutsche, arabische, griechische und lateinische Vorbilder zur Vergleichung heranzog. Er lehnte arabische Vorbilder und solche aus der Vagantenlyrik als bisher unbewiesen ab und erklärte sich für den provenzalischen Ursprung der Gattung. Von Südfrankreich sei sie nach dem Norden gelangt“ (KrJb 4, 1898, II 414 [Eduard Wechssler]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2637 HSchA, Nr. 10056-10057]; Voretzsch, Das Romanische Seminar, 1926, 31; Fritz Böhm, Nachruf, Z. d. Vereins f. Volkskunde 30-32, 1920-22, 111.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Sch%C3%A4del,_Bernhard_Anton_Otto</id>
		<title>Schädel, Bernhard Anton Otto</title>
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				<updated>2016-11-04T13:32:16Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''''Bernhard'' Anton Otto Schädel''' (13.10.1878 Gießen – 9.9.1926 Hamburg); Sohn des Gymnasialprofessors Dr. Bernhard Schädel (Historiker)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Spanische Linguistik u. Sprache, ibero-amerikanische Auslandskunde, Katalanistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abitur Mainz; Stud. Rom. Bonn, Heidelberg (Fritz Neumann), Tübingen, Grenoble, Straßburg (Gustav Gröber), Zürich (Heinrich Morf); 1902 Prom. (Karl Voretzsch) Tübingen; 1903 Habil. Halle (Hermann Suchier); 1904 PDoz. Halle a. S.; 1910 Prof. am Kolonialinstitut Hamburg, Dir. d. Seminars f. Rom. Sprachen u. Kultur; Vors. d. Ibero-Amerikan. Vereins; 1911-12 Erkundungsreisen durch Frankreich, Spanien, 1913-14 durch Südamerika; 1914-18 Feldartillerieoffizier im Westen, dann in verschiedenen Kommissionen bis zum Waffenstillstand; 1919 o. Prof. U Hamburg; 1916 Gründung d. Ibero-amerikanischen Gesellschaft (auch: Ibero-amerikanischer Verein).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begr. d. Société Internationale de Dialectologie romane, zugl. Hrsg. d. Revue bzw. d. Bulletin de Dialectologie romane, 1909-15; Begr. Spanien. Zeitschrift f. Auslandskunde. Organ der Ibero-amerikanischen Gesellschaft e. V., 1919; fortges. als: Iberica, Zeitschrift f. spanische u. portugiesische Auslandskunde, 1924; Begr. Cultura latino-americana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mundart von Ormea. Beiträge zur Laut- u. Konjugationslehre der nordwestitalienischen Sprachgruppe, Tübingen 1903 (Diss.); Untersuchungen zur katalanischen Lautentwicklung, Halle a. S. 1904 (Habil.-Schr.); Mundartliches aus Mallorca, Halle a. S. 1905; Manual de fonètica catalana, Köthen 1908; Über Schwankungen u. Fehlergrenzen beim phonetischen Notieren, Halle a. S. 1910; Beiträge zur romanischen Sprachgeographie, Hamburg 1915; Unsere kulturellen Beziehungen zu Südamerika vor u. nach dem Kriege, Leipzig-Berlin 1915.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Als erster deutscher Romanist ging Schädel unmittelbar nach seiner Berufung an das Kolonialinstitut daran, Lateinamerika, mithin auch Brasilien, in den Bereich der romanischen Sprach- und Kulturwissenschaft miteinzubeziehen. Im Romanischen Seminar schuf er 1913 eine ,Südamerika-Abteilung’. Später bemühte er sich um eine Neugestaltung des portugiesischen Sprachunterrichts. In dem von ihm geleiteten Ibero-Amerikanischen Institut organisierte er einen Ferienkurs für portugiesische, brasilianische und spanisch-amerikanische Akademiker. Von 1924 bis 1927 gab dieses Institut die auslandskundlich orientierte Zeitschrift ''Iberica'' heraus, die Portugal und Brasilien große Beachtung schenkte. Auf seiner ersten Portugalreise im Herbst 1923 sondierte er die Möglichkeiten eines wissenschaftlichen Austauschs mit portugiesischen Universitäten und legte den Grundstein für die Errichtung des Instituto Alemão in Coimbra. […] Schädels Engagement auf dem Gebiet der Intensivierung der deutsch-portugiesischen Kultur- und Wissenschaftsbeziehungen brachte ihm den Beinamen ,Portugiesischer Apostel in Deutschland‘ ein“ (Kalwa, 2004, 43-44).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2609 HSchA Nr. 09990-09994]; Wer ist’s? 1922, 1327-28; Nachrufe Hamburger Nachrichten, 10.9.1926 (P); Deutsche Zeitung S. Paulo, Brasilien, 9.10.1926; Iberica 6, 1927, 12-21; Carme Eberenz-Greoles, „Bernhard Schädel i els Països catalans“, ZfK 3, 1990, 137-166; Settekorn, „Die frühe Hamburger Iberoromanistik“, 1990, bes. 53-59; Kalwa, Die portugiesischen und brasilianischen Studien, 2004, 33-44; Günther, Afrika- u. Lateinamerikaforschung, 2008, 222-247; Kalkhoff, Romanische Philologie, 2010, 356, bes. 187-192, 209-210; catalogus professorum halensis.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spanisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinamerikanisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katalanisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Sachs,_Karl_Ernst_August</id>
		<title>Sachs, Karl Ernst August</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Sachs,_Karl_Ernst_August"/>
				<updated>2016-11-04T13:28:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''''Karl'' Ernst August Sachs''' (31.3.1829 Magdeburg – 1.8.1909 Brandenburg a. d. Havel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanist; Lexikograph&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1845 Matura Marienstiftsgymn. Stettin; 1845-49 Stud. Klass. Philol. u. Neuere Sprachen FWU Berlin; 1849-52 Lehrer Marienstiftsgymn. Stettin; 1852 Lehrer Luisenstädtisches Realgymn. Berlin; 1855-56 Frankreichaufenthalt; 1856 Lehrer Friedrichsgymn. Berlin; 1857 Oberstufenfakultas Engl. u. Franz.; 1858 Prom. Rostock; 1858-94 Lehrer Saldernsches Realgymn. (Saldrina) Brandenburg; 1871 Professorentitel; Sekretär d. literar. Vereins d. Mark Brandenburg; 1.10.1894 i. R.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 Ehrenmitgl. der Berliner (Herrigschen) Gesellschaft für das Studium der neueren Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
La vie de Sainte Enimie von Bertran von Marseille. In provenzalischer Sprache zum ersten Male vollständig hrsg. von Carl Sachs, Berlin 1857 (Diss.); Beiträge zur Kunde alt-französischer, englischer u. provenzalischer Literatur aus französischen u. englischen Bibliotheken, Berlin 1857; Le trésor de Pierre de Corbiac en vers provençaux, publié en entier avec une introduction, Brandenburg 1859; Les auzels cassadors: poème provençal; publié avec une introduction, Brandenburg 1865; Enzyklopädisches französisch-deutsches u. deutsch-französisches Wörterbuch: enthaltend unter Anderem für beide Sprachen: den vollständigen Wortschatz nach der Akademie u. Littré, wie nach Grimm und Sanders ... nebst genauer u. durchgängiger Angabe der Aussprache nach dem phonetischen System der Methode Toussaint-Langenscheidt, Berlin 1871 [immer wieder bearbeitet und aufgelegt, meist zit. als Sachs-Villatte].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So schreibt z.B. Adolf Kreßner bezüglich des Französisch-Deutschen Supplementwörterbuchs von Césaire Villatte u. Karl Sachs (Ausg. 1894): „[D]enn mancher, der allerneueste Prosalektüre betreibt, wird darin über Wörter und Redensarten Aufschluß finden, die er anderswo vergeblich suchen möchte, selbst im großen Sachs-Villatte, weil seit dem Erscheinen des letzteren eine unzählige Menge von Neubildungen sich eingefunden haben, die vor zwanzig Jahren noch unbekannt waren. Nicht nur hat die Technik mit ihrem immer mehr anwachsenden Gebiete dringend mehr Berücksichtigung erheischt, nicht nur verlangen, bei dem immer größer werdenden Verkehr, eine grosse Anzahl exotischer Wörter Eintritt in das Wörterbuch, sondern auch das in immer weitere Schichten der Bevölkerung siegreich vordringende Argot, sowie viele von modernen Schriftstellern angewandte dialektische Ausdrücke mußten Beachtung finden. Das Supplementwörterbuch bietet das Menschenmöglichste“ (KrJb 2, 1896/97, 427-428 [Adolf Kreßner]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2582 HSchA Nr. 09887]; Stefanie Schill, Gustav Langenscheidt 1832-1895, Verleger im Dienste der Völkerverständigung, Berlin 2007 (P, S. 21); BBF, Archivdatenbank; Kössler, Personenlexikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lexikographie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Rohlfs,_Gerhard</id>
		<title>Rohlfs, Gerhard</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Rohlfs,_Gerhard"/>
				<updated>2016-11-04T13:26:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gerhard Rohlfs''' (14.7.1892 Berlin-Lichterfelde – 12.9.1986 Tübingen); Sohn des Baumschulbesitzers Hans Christian Heinrich Rohlfs (1862-1948); Großneffe des Afrikaforschers Gerhard Rohlfs (1831-1896)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Sprachwissenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abitur Coburg; Stud. Klass. Philol. u. Rom. FWU Berlin u. Grenoble; 1914 Kriegsfreiwilliger; 1916 verwundet, Forts. d. Studiums; 1919 Prom. (Heinrich Morf) Berlin; 10.3.1919 Examen pro facultate docendi; 1920 Privatlehrer in Ostpreußen; 1922 Habil. (Eduard Wechßler) Berlin; 1922 PDoz; 1926 o. Prof. Tübingen; 1938 o. Prof. München (Nachf. v. Karl Vossler); 1957 em.; Rückkehr nach Tübingen, dort HonProf.; 1937 Dr. h. c. Athen; 1963 Palermo; 1964 Turin; 1973 Lecce; 1981 Cosenza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1940 o. Mitgl. Bayer. Akad. d. Wiss., 1959 korr. Mitgl.; 1953 Schwed. Akad. d. Wiss.; 1954 Akad. d. Wiss. Athen; 1956 Accad. della Crusca, Florenz; 1972 Accad. dei Lincei, Rom; 1963 Ehrenmitgl. Linguistic Society of America; 1968 American Name Society; 1964 Premio Forte dei Marmi, Univ. Pisa; 1965 Ibykos-Preis, Reggio; 1963 Gr. BVK; 1968 Bayer. Verdienstorden; 1968 Officier dans l’Ordre des Palmes Académiques.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hrsg. ASNSpr, 1931-54.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanica: FS für Gerhard Rohlfs. Hrsg. v. Heinrich Lausberg u. Harald Weinrich, Halle a. S. 1958 (P); Serta Romanica: FS für Gerhard Rohlfs. Hrsg. v. Rudolf Baehr, Tübingen 1968 (Bibl. 291-310); Romania cantat: Gerhard Rohlfs zum 85. Geburtstag gewidmet; Lieder in alten u. neuen Chorsätzen mit sprachl., literar. u. musikwiss. Interpretationen. Hrsg. von Francisco J. Oroz Arizcuren, Tübingen 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ager, Area, Atrium. Eine Studie zur rom. Wortgeschichte, Borna-Leipzig 1920 (Diss.); Das romanische habeo-Futurum u. Konditionalis, Florenz 1922 (Habil.-Schr.); Griechen u. Romanen in Unteritalien. Ein Beitrag zur Geschichte der unteritalienischen Gräzität, Genf 1924; Etymologisches Wörterbuch d. unteritalienischen Gräzitat, Halle a. S. 1930, 1964; Dizionario dialettale delle Tre Calabrie, 3 Bde., Halle a. S. 1932-39, &amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt;1996; Scavi linguistici nella Magna Grecia, Rom 1933, 1975; Le Gascon. Etudes de philologie pyrénéenne, Halle a. S. 1935, &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1977; La struttura lingiustica dell’Italia, Leipzig 1937; L’italianità linguistica della Corsica, Wien 1941; Sprachgeographische Streifzüge durch Italien, München 1947; Griechischer Sprachgeist in Süditalien (zur Geschichte der inneren Sprachform), München 1947; Germanisches Spracherbe in der Romania, München 1947; Historische Grammatik der italienischen Sprache u. ihrer Mundarten, 3 Bde., Bern 1949-54; Romanische Philologie, 2 Bde., Heidelberg 1949-52; Sermo vulgaris latinus: vulgärlateinisches Lesebuch, Halle a. S. 1951, 1956; An den Quellen der romanischen Sprachen, Halle a. S. 1952; Estudios sobre geografía lingüística de Italia, Granada 1952; Die lexikalische Differenzierung der romanischen Sprachen, München 1954; Vocabolario dei dialetti salentini, 3 Bde., München 1956-61; Studien zur romanischen Namenskunde, München 1956; Primitive Kuppelbauten in Europa, München 1957 (auch ital.); Manual de filología hispánica: guía bibliográfica, crítica y metódica, Bogotá 1957; Vom Vulgärlatein zum Altfranzösischen: eine Einführung in das Studium der altfranzösischen Sprache, Tübingen 1960, &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1968; Neue Beiträge zur Kenntnis der unteritalienischen Gräzität, München 1962; Nuovo Dizionario dialettale della Calabria, Ravenna 1977; Supplemento ai vocabolari siciliani, München 1977; Dizionario dei cognomi e sorpannomi in Calabria, repertorio storico e filologico, Ravenna 1979; Die rumänische Sprache in ihrer sprachgeographischen Beziehung zu den anderen romanischen Sprachen, München 1980; Calabria e Salento. Saggi di storia linguistica, Ravenna 1980; Dizionario storico dei soprannomi salentini, Terra d’Otranto, Galatina 1982; Romanische Lehnübersetzungen aus germanischer Grundlage, München 1983; La Sicilia nei secoli. Profilo storico, etnico e linguistico, Palermo 1984; Von Rom zur Romania. Aspekte und Probleme romanischer Sprachgeschichte, Tübingen 1984; Dizionario storico dei cognomi nella Sicilia Orientale, repertorio storico e filologico, Palermo 1984; Sporannomi siciliani, Palermo 1984; Diccionario dialectal del Pirineo aragonés, Zaragoza 1985; Latinità ed ellenismo nel Mezzogiorno d’Italia, Chiaravalle 1985; Antroponimía toponomastica nelle lingue neloatine, Tübingen 1985; Dizionario storico dei cognomi in Lucania, Ravenna 1985; Panorama delle lingue neolatine: piccolo atlante linguistico delle lingue neolatine, Tübingen 1986.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ausgangspunkt seiner Arbeit war also immer das Material; von den zahllosen Details gelangte er zu allgemeineren Erklärungen und zu zusammenfassender Schau. Die Problematik, die ihn hier immer wieder anzog, kann man mit Uriel Weinreichs Prägung als ,languages in contact‘ bezeichnen. Allem anderen voran die Existenz des Griechischen, die Gräzitat, in Süditalien, zu der er die These aufstellte, daß sie nicht auf die byzantinische Zeit, sondern auf die alte Magna Graecia zurückgehe, mit der Konsequenz, daß die Romanität dieser Gebiete nicht, jedenfalls nicht durchweg, autochthon sei, sondern daß ihr Italienisch – wenn auch in verschiedenem Grad – auf mittelalterlichem Import beruhe, im Sinne einer ''neo-romanità''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Griechischen in Süditalien speziell hat Rohlfs ebenfalls eine Reihe von Arbeiten gewidmet, und man kann überhaupt feststellen, daß diese Sprache und Kultur ihn durch sein ganzes Leben hindurch wissenschaftlich wie menschlich bewegte. Den Grund hatte schon in der Berliner Studienzeit Wilamowitz-Moellendorff gelegt, seit 1921 beschäftigte Rohlfs sich dann mit dem Griechischen in Unteritalien, 1938 unternahm er die erste Reise nach Griechenland, der 1962 bis 1974 zahlreiche weitere folgten […].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem weiteren ganz anderen Fall von ,languages in contact‘ wandte Rohlfs sich 1926 zu, dem Pyrenäenromanischen, wo das Gaskognische und das Spanische bzw. Aragonesische aneinanderstoßen und wo überdies mit baskischen Einwirkungen zu rechnen ist. Charakteristischerweise begann er wieder mit einer Reise ins Gelände, der dann neun Jahre lang weitere Reisen folgten. Das Ergebnis legte er 1935 mit dem (auf Rat von Alfred Jeanroy französisch geschriebenen) Buch ''Le Gascon'' vor; es enthält neben einer historischen Grammatik eine Darstellung des gaskognischen Wortschatzes, der als zwischen Iberoromania und Galloromania stehend vorgeführt wird. Eine Art aragonesische Ergänzung dazu, die auch katalanische Interferenzen nachweist, bildet das nach weiteren Fahrten fertiggestellte ''Diccionario dialectal del Pirineo aragonés''“ (Christmann, 1987, 702-703).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2542 HSchA Nr. 09715-09717]; W. Th. Elwert, RoJb 5, 1952, 34-36 (zum 60. Geb.); Alfred Noyer-Weidner, Jb. d. Bayer. Ak. d. Wiss., 1987, 259-65 (P); Hans Helmut Christmann, ZrP 103, 1987, 698-712; Hemut Stimm, RLiR 51, 1987, 308-314; Henry u. Renée Kahane, Romance Philology 42, 1989, 279-284; Salvatore Gemelli, Gerhard Rohlfs (1892–1986). Una vita per l’Italia dei dialetti, Rom 1990 (Schr.-Verz, v. Liselotte Bihl, 237–290); LexGramm 1996, 799-800 (Edgar Radtke); LRL I, 2, 2001, 951 (Peter Stein / Otto Winkelmann); LRL I, 2, 2001, 222-223 (Corrado Grassi); 999-1000 (Livia Gaudino Fallegger / Otto Winkelmann); Hausmann, NDB 21, 2003, 768-769; Hausmann, „Aus dem Reich“, 2008, 810, bes. 456-465; Maas, Verfolgung u. Auswanderung, 2010, I, 647-654; BBF, Archivdatenbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Risop,_Johann_Friedrich_Alfred</id>
		<title>Risop, Johann Friedrich Alfred</title>
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				<updated>2016-11-04T13:23:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Johann Friedrich ''Alfred'' Risop''' (11.3.1855 Berlin - 1933 Berlin); Sohn des Schlossermeisters Johann Gottfried Risop&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27.2.1875 Abitur Köllnisches Gymn. Berlin; Stud. Franz., Englisch, Klass. Philol. Berlin; 1876 Einjährig-Freiwilliger (1882 Vice-Feldwebel); 12.6.1883 1. StE.; 27.4.1884 Erweiterungsprüfung; 1883-85 Probezeit Luisenstädt. Oberrealschule Berlin; Dorothenstädt. Realgymn. Berlin; Kaiser Friedrich-Wilhelm-Gymn. Berlin; Oberrealschule Potsdam; 1.10.1885 Festanstellung (Oberlehrer); 4.10.1890 Prom. (Adolf Tobler) Berlin; 1885-1911 Oberlehrer Oberrealschule Potsdam, Victoria-Gymn. Potsdam, II. Realschule Berlin, VI. Realschule Berlin, Dorothenstädt. Realgymn.; seit 1898 Vorlesungen in den Fortbildungskursen der Lehrer; 1.4.1914 i. R.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.6.1888 Landwehr-Dienstauszeichnung 2. Kl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bildung des französischen Verbalstammes, Berlin 1882; Die analogische Wirksamkeit in der Entwicklung der französischen Konjugation, 1882; Studien zur Geschichte der französischen Konjugation auf –ir, Potsdam 1890 (Diss., Teildruck; Langfassung Halle a. S. 1891); Ungelöste Fragen zum Florimont, Halle a. S. 1895; Begriffsverwandtschaft u. Sprachentwickelung. (Beiträge zur Morphologie des Französischen), Berlin 1903; Miszellen zur französischen Syntax, 1905; Die romanische Philologie an der Berliner Universität; 1810-1910, Erlangen 1910; Nachdr. in: Trabant, Beiträge, 1988, Anhang,173f. [danach wird die Paginierung des Originals beibehalten].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„In der hier im Anhang nachgedruckten Arbeit stellt Risop die Geschichte der Berliner romanischen Philologie im neunzehnten Jahrhundert als eine anfänglich schwierige, hindernisreiche, schließlich aber zu ihrem glänzenden Gipfel – zu Adolf Tobler – hin aufsteigende Entwicklung dar. Gerade das Französische mußte nach den napoleonischen Kriegen in Schule und Universität um seine Existenzberechtigung kämpfen. Vor allem aber mußte sich die Erforschung der neueren Sprachen überhaupt erst einmal als wissenschaftswürdig erweisen. Das konnte sie nur durch die Anlehnung an etablierte Disziplinen: in Analogie zur klassichen Philologie durch die Textarbeit an ehrwürdigen, d. h. mittelalterlichen Texten einerseits und durch den Anschluß an das erfolgreiche Vorbild der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft andererseits. Die neueren Philologien mußten zeigen, daß sie mehr waren als Sprachpraxis, die an den Hohen Schulen Sache der ,technischen‘ Lehrer war, der Sprachmeister, die traditionellerweise mit dem Tanz- und Fechtmeister identisch waren. Wie wenig es den Neuphilologien trotz einer jahrhundertelangen intensiven Forschungsleistung gelungen ist, sich als Wissenschaften im allgemeinen Bewußtsein zu etablieren, zeigen die neuesten Versuche der Kulturbürokratien, sie mehr und mehr wieder auf Sprachvermittlung zu reduzieren. Der preußische Minister Altenstein hatte, wie Risop zeigt, im Gegensatz zu seinen modernen Kollegen die wissenschaftliche Aufgabe der neueren Philologien genau verstanden und sie nach Kräften gefördert“ (Trabant, 1988, VIII).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2527 HSchA Nr. 09668]; BBF, Archivdatenbank; Kössler, Personenlexikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Riegler,_Richard</id>
		<title>Riegler, Richard</title>
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				<updated>2016-11-04T13:12:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Richard Riegler''' (2.4.1874 St. Georgen b. Cilli [Celje, Slowenien, früher Steiermark] – 10.11.1956 Klagenfurt); Vater von Prof. Dr. Richard Hermann Riegler, Lehrerbildungsanstalt Klagenfurt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Volks- u. Tiernamenkunde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 Abitur 2. Staats-Gymn. Graz; Stud. Rom., Angl., Germ. Graz, Paris u. Rom; 26.2.1899 Lehrbefähigung f. Franz., Ital. u. Dt.; Prom. (Hugo Schuchardt); 1899 Supplent Staats-Realschule Wien; 1907 Gymn.-Prof. k. u. k. Marine- bzw. Staats-Unterrealschule Pola; ab 1909-31 Realschul-Prof. Klagenfurt (Franz., Ital.); 30.9.1931 i. R.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den metaphorischen Gebrauch von Vogelnamen in den modernen Kultursprachen, Pola 1905; Das Tier im Spiegel der Sprache, Dresden-Leipzig 1907; Zur Tiernamenkunde, Pola 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R. R., „Hugo Schuchardt als Lehrer“, Die Neueren Sprachen 30, 1922, 45-46; „Hugo Schuchardt“, Archivum Romanicum 11, 1927, 270-272.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2520 HSchA Nr. 09588-09661]; Korr. mit Giulio Bertoni 1914-39, schrieb für das Archivum Romanicum¸ Briefe in Modena; Hurch, Leo Spitzers Briefe, 2006, 424; Ausk. Klagenfurt, Kärntner Landesarchiv, Landesschulrat, Paketreihe Fasz. 119 Nr. 39 bzw. Magistrat der Landeshauptstadt Klagenfurt, Bevölkerungswesen / Standesamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Rambeau,_Paul_Theobald_Adolf</id>
		<title>Rambeau, Paul Theobald Adolf</title>
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				<updated>2016-11-04T13:09:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Paul Theobald ''Adolf'' Rambeau''' (3.4.1852 Jessen, Reg.-Bez. Merseburg – 27.3.1918 Berlin); Sohn eines kgl. Kriegsgerichtssekretärs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, einschl. Lusitanistik; Anglistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.4.1871 Abitur Gymn. Wittenberg; Stud. d. Neueren Sprachen Halle (Eduard Böhmer; Hugo Schuchardt), Straßburg u. Marburg; noch als Student USA-Aufenthalt, 1874-78 Hauslehrer einer anglo-amerikanischen Familie, die ihm jedoch Urlaub einräumte, so daß er in Marburg seine Studien fortsetzen konnte; Dez. 1876 [1877] Prom. (Edmund Stengel) Marburg; Assist. Stengels mit LA; 23.5.1879 Marburg Examen pro facultate docendi (Franz., Engl. Hf., Latein, Griech. Nf.); 1879/80 Probezeit Realschule St. Johann Straßburg i. E.; 1880-31.3.1882 ebd. o. Lehrer; 1.4.1882 Lehrer Realschule II. Ordnung Wiesbaden; danach Hamburg, wo die Oberschulbehörde seine Reformideen bezüglich des neusprachlichen Unterrichts ablehnte; 1892 USA; 1894 Associate Professor in Romance Languages Johns Hopkins Univ. Baltimore; 1899 Aufgabe der Stelle; bis 1903 Prof. am Institute of Technology in Boston; 1903 Rückkehr nach Deutschland; ao. Prof. FWU Berlin, gleichz. Doz. am Orientalischen Institut (auf zahlreichen Reisen nach Nordafrika und in den vorderen Orient hatte er arabische Sprachkenntnisse erworben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mithrsg. Die Neueren Sprachen, 1895f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die als echt nachweisbaren Assonanzen der Chanson de Roland. Ein Beitrag zur Kenntnis des altfranzösischen Vocalismus, Halle a. S. 1878 (Diss.); „Chaucers House of Fame“ in seinem Verhältnisse zur Divina Commedia, Heilbronn 1880; Die dem Trouvere Adam de la Hale zugeschriebenen Dramen: „Li Jus du Pèlerin“, „Li Gieus de Robin et de Marion“, „Li Jus Adan“. Hrsg. v. A. Rambeau'','' Marburg 1886; Der französische u. englische Unterricht in der deutschen Schule, mit besonderer Berücksichtigung des Gymnasiums. Ein Beitrag zur Reform des Sprachunterrichts, Hamburg 1886; Aus und über Amerika. Studien über die Kultur in den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika, Marburg 1912.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Das Hauptinteresse Rambeaus galt phonetischen Studien zum französischen und englischen Sprachunterricht. In diesem Rahmen muß sein Interesse für das Portugiesische eingeordnet werden. In Rezensionen kommt Rambeau auf die Schwierigkeiten zu sprechen, welche die Aussprache des Portugiesischen noch in seiner Studienzeit den Studierenden bereitet habe. So habe man die portugiesischen Nasalvokale ,wie im Französischen‘ ausgesprochen, da man eben von portugiesischer Phonetik ,herzlich wenig‘ verstanden habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rambeaus Lehrangebot zum Portugiesischen war noch von bescheidenem Umfang. Von 1910 bis 1918 kündigten die Vorlesungsverzeichnisse insgesamt nur fünf Veranstaltungen von ihm an. Charakteristisch war für sie eine kombinierte Vermittlungsform von Grammatik- und Literaturunterricht. Im Sommersemester 1910 behandelte er die ''Lusiaden'', deren Analyse er einen grammatisch-phonetischen Exkurs voranstellte. Dies war die erste Lehrveranstaltung zum Portugiesischen an der Universität Berlin im 20. Jahrhundert“ (Kalwa, 2004, 212).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2469 HSchA Nr. 09125]; Risop, Die romanische Philologie, 1910, 114-115; Edmund Stengel, Nachruf, Die Neueren Sprachen: Z. f. d. neusprachl. Unterricht 26,1-2, April-Juni 1918, 51-54; Asen, Gesamtverzeichnis, 1955, 154;'''''' Kalwa, Die portugiesischen und brasilianischen Studien, 2004, 210-214; Kalkhoff, Romanische Philologie, 2010, 130,137, 151, 167, 174, 177; BBF, Archivdatenbank (mit hs. Lebenslauf); Kössler, Personenlexikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Portugiesisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anglistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Pu%C5%9Fcariu,_Sextil_Iosif</id>
		<title>Puşcariu, Sextil Iosif</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Pu%C5%9Fcariu,_Sextil_Iosif"/>
				<updated>2016-11-04T11:40:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''''Sextil'' Iosif Puşcariu''' (4.1.1877 Braşov, Siebenbürgen – 5.5.1948 Bran, Siebenbürgen); Sohn des Rechtsanwalts Josif Puşcariu u. der Eufrosina Ciurcu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Rumänistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887-88 Griech.-oriental. Rumän. Gymn. Kronstadt (Braşov), 1888-89 sächs.-luth. Gymn. ebd.; 1891-95 wieder Griech.-oriental. Gymn. Braşov (heute Colegiu Național „Andrei Șaguna“); 1895 Matura; 1895-99 Stud. Rom., Slaw., Germ. Leipzig, Paris, Wien; 1900 Prom. (Gustav Weigand) Leipzig; 1900-01 Parisaufenthalt (Gaston Paris; Jules Gilliéron) 1904 Habil. (Wilhelm Meyer-Lübke) Wien; 1905-06 Leiter des Rumänischen Sem. U Wien; 1906-08 ao. Prof. f. Rumän. Sprache u Lit. Czernowitz; 1907 f. Leiter der Herausgabe des Dicţinonarul limbii române im Auftr. d. Rum. Akad. d. Wiss.; 1908-18 o. Prof. Czernowitz; 1914-18 Dekan; 1918 Vizepräs. d. Nationalrats der Bukowina; 1919 Rektor U Klausenburg (heute Babeş-Bolyai-Univers. Cluj); 1926 o. Prof. Klausenburg; 1940-44 Präs. d. Rumän. Instituts in Deutschland; gleichzeitig GProf. FWU Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.2.1937 korr. Mitgl. d. Sächs. Akad. d. Wiss.; 8.6.1939 korr. Mitgl. Preuß. Akad. d. Wiss.; Vollmitgl. Rumän. Akad. d. Wiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hrsg. Dacoromania, 1920-48.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Călare pe două veacuri. Amintiri din tinereţe 1895-1906, Bukarest 1968 [An der Grenze zweier Jahrhunderte: Erinnerungen aus den Jahren 1895-1906].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rumänischen Diminutivsuffixe, Leipzig 1899 (Diss.); Lateinisches Ti und Ki im Rumänischen, Italienischen u. Sardischen, Leipzig 1904 (Habil.-Schr.); Etymologisches Wörterbuch der rumänischen Sprache. Bd. 1: Lateinisches Element mit Berücksichtigung aller romanischen Sprachen, Heidelberg 1905, 1975; Studii istroromâne, 3 Bde., Bukarest 1906-29; Zur Rekonstruktion des Urrumänischen, Halle a. S. 1910; (gem. mit Eugen Herzog), Lehrbuch der rumänischen Sprache, Klausenburg 1920; Deutsche Kultureinflüsse auf das rumänische Volk, Jena-Leipzig 1933; Atlasul linguistic român. Publ. de Muzeul limbii române sub conducerea lui Sextil Puşcariu, Klausenburg 1938f.; Limba română, 2 Bde., Bukarest 1940-59, 1976-1994; Die rumänische Sprache, ihr Wesen und ihre volkliche Prägung. Aus d. Rumän. Übers. u. bearbeitet von Heinrich Kuen, Leipzig 1943, Bukarest 1974.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Sextil Puşcariu hat in den etwa sieben Jahren seiner Lehrtätigkeit in Cernowitz – die Mobilmachung vom 28. Juli 1914 betraf ihn sofort – versucht, die rumänische Sprache und Literatur so umfassend wie möglich zu behandeln. In der Forschung war er durch sein 1905 noch während seiner Wiener Zeit veröffentlichtes ''Etymologisches Wörterbuch der rumänischen Sprache'' der unbestrittene Spezialist für die Herkunft rumänischer Wörter, und seine Studien zum Istrorumänischen (''Studii istroromâne'', Bucureşti 1906) hatten ihn auch zum Fachmann für süddanubische Mundarten gestempelt. Seine Theorie zur Urheimat der Rumänen steigerte seine Bekanntheit. Seit 1913 war er ''de facto'' der verantwortliche Herausgeber des ''Dicţionarul limbii române'', somit der für das maßgebliche Großwörterbuch der rumänischen Sprache Zuständige. Die zusammen mit Alexa Procopovici veranstaltete Ausgabe der ''Cartea învăţătură'' des Diakons Coresi festigte seine Stellung als Editor altrumänischer Texte. Kurz, Czernowitz hatte mit Sextil Puşcariu den herausragendsten jungen Sprachwissenschaftler der Epoche gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man darf aber nicht vergessen, daß der Gelehrte gerade in dieser Zeit auch auf dem Gebiet der Literaturwissenschaft beachtliche Aktivitäten entwickelte“ (Kramer, 2010, 106).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
CV; [http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2460 HSchA Nr. 09059-09076]; Ion Popinceanu, RF 61, 1948, 107-109; ÖBL 8, 1983, 342-343 (T. Pavel); LexGramm 1996, 761-762 (Sorin Stati); Elisabeta Faiciuc, Sextil Puşcariu (1877-1948); Biobibliografie, Klausenburg &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;2000; Storost, 300 Jahre, 2001, II, 449, bes. I, 354-362; Greive, Deutsche u. rumänische Philologen, 2003 (darin die Beiträge von Klaus Heitmann, „Sextil Puşcariu und Gustav Weigand“, 56-65, sowie die Beiträge von Mircea Borcilă, Dumitru Loşonţi, Magdalena Vulpe u. Ion Cuceu); Kramer, „Die Romanisten“, in: Popovici, Gelebte Multikulturalität, 2010, 105-106; Hausmann, „Vom Strudel“, 2008, 173, 616-619, 725, 759.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rumänisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Priebsch,_Josef</id>
		<title>Priebsch, Josef</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Priebsch,_Josef"/>
				<updated>2016-11-04T11:38:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Josef Priebsch''' (10.10.1866 Tiefenbach, Potočná [Isergebirge, Nordböhmen] – 18.6.1941 Wien); Vetter des Germanisten Robert Priebsch (1866-1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Hispanistik u. Lusitanistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 Prom. (Hugo Schuchardt) Graz; 1892-99 Forschungen in englischen Bibliotheken; 1899 Honorardoz. Hochschule f. Welthandel Wien (Exportakademie); 1906 ao. Prof.; 1914 o. Prof.; 1934 em.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mithrsg. Österreichische Zeitschrift für das Kaufmännische Unterrichtswesen. Hrsg. vom Österreichischen Handelsschullehrer-Verein, 1905-15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu einem asturischen Lexicon, Graz 1890, masch. (Diss.); Französisches Lesebuch für Handelshochschulen, Wien 1919; Las repúblicas hispano-americanas: trozos selectos relativos a las condiciones geográficas, económicas y comerciales de los países de idioma español, Wien 1919; Materialien zur Einführung in die französischen Sprache, Wien 1919. [Seine Arbeiten zur älteren Romanistik liegen als Zeitschriftenartikel vor].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2445 HSchA Nr. 09013-09021]; 50 Jahre Hochschule für Welthandel, 1948, 148, 195.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spanisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Portugiesisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachdidaktik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Pillet,_Alfred</id>
		<title>Pillet, Alfred</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Pillet,_Alfred"/>
				<updated>2016-11-04T11:36:03Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Alfred Pillet''' (25.1.1875 Breslau – 26.10.1928 Königsberg i. Pr.); Sohn des aus Carouge, Kt. Genf stammenden Schweizers André Pillet (1844-1918), Oberlehrer u. Französischlektor in Breslau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Provenzalistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ev. Realschule I, Höhere Knabenschule Breslau, König Wilhelm Gymn.; 1892 Abitur; Stud. Neuere Sprachen u. Germ. Breslau u. Berlin; 30.11.1896 Prom. (Carl Appel) Breslau; 1898 Parisaufenthalt, Hörer v. Gaston Paris am Collège de France; 7.2.1901 Habil. Breslau; 1911 o. Prof. Königsberg; 1921/22 Dekan; 1924/25 Rektor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitgl. Königsberger Gelehrte Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bibliographie der Troubadours. Erg., weitergeführt u. hrsg. von Henry Carstens, Halle a. S. 1933; Reprint New York 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuprovenzalischen Sprichwörter der jüngeren Cheltenhamer Liederhandschrift, Berlin 1897, Nachdruck 1967 (Diss.); Das Fableau von den Trois bossus Ménestrels u. verwandte Erzählungen früher und später Zeit. Ein Beitrag zur altfranzösischen u. zur vergleichenden Literaturgeschichte, Halle a. S. 1901 (Habil.-Schr.); Studien zur Pastourelle, Breslau 1902; Beiträge zur Kritik der ältesten Troubadours, Breslau 1911; Zum Ursprung der altprovenzalischen Lyrik, Halle a. S. 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Eine heute nicht eben gewöhnliche Scheu, in den Druck zu geben, was etwa nicht bis zum letzten ausgereift hätte erscheinen können, hat ihn nur weniges veröffentlichen lassen. Was erschienen ist: seine ,Studien zur Pastourelle‘ […], seine ,Beiträge zur Kritik der ältesten Troubadours‘ […], eine Reihe inhaltreicher Besprechungen, seine Rektoratsrede über ,Geist und Charakter der Franzosen‘ […], ein paar Vorträge, die er auf Philologentagen oder in der Gelehrten Gesellschaft zu Königsberg gehalten hat, gibt Zeugnis von der Gründlichkeit und dem Umfang seines romanistischen Wissens, von der Feinsinnigkeit seines Urteils und von der Anmut seiner darstellenden Form. […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr als 20 Jahre hindurch war er damit beschäftigt, die Trobadorbibliographie, die Karl Bartsch seinem ,Grundriß zur Geschichte der provenzalischen Literatur‘ beigegeben hatte und die seit 1872 die Grundlage aller Trobadorforschung geworden, mittlerweile aber vollständig veraltet war, neu zu gestalten. Aufschluß über die Art, wie er die Arbeit angefaßt hat, gab er in dem genannten Aufsatz des 47. Bandes dieser Zeitschrift. Eine Probe von einigen Seiten, die Pillet schon vor vielen Jahren hatte drucken lassen, zeigte, mit welcher Umsicht und Gewissenhaftigkeit er seine Arbeit ausführte. Sie zu einem Abschluß zu bringen, der ja immer nur ein vorläufiger hätte sein können, konnte er nicht über sich gewinnen. Das Manuskript ist, wie wir hören, in seinem Nachlaß in einer Form vorhanden, die gestatten wird, es bald zum Druck zu bringen. So dürften wir hoffen, daß Pillets Name dauernd mit jedem Fortschritt der provenzalischen Forschung verbunden bleiben wird“ (Appel, 1929, 384).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2409 HSchA Nr. 08836]; „Alfred Pillet, Nekrolog“, Jb. d. schles. Ges. f. vaterländ. Cultur 1928, separat Breslau 1928; Carl Appel, ZrP 49, 1929, 383-384; Tilitzki, Die Albertus-Universität, 2012, 803, bes. 599, 776 (P); Tilitzki, Protokollbuch, 2014, 690-691.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Provenzalisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Pietsch,_Karl</id>
		<title>Pietsch, Karl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Pietsch,_Karl"/>
				<updated>2016-11-04T11:31:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
'''Karl Pietsch''' (4.1.1860 Stettin – 1.4.1930 Stettin); Sohn eines preußischen Feldwebels, später Expedienten der „Neuen Stettiner Zeitung“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Hispanistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbst 1865 Vorschule d. Friedrich-Wilhelm Schule Stettin; 1879 Abitur; 1879-87 Stud. Neuere Sprachen Berlin (Adolf Tobler), Florenz (dort auch Privatlehrer in einer deutschen Familie), Halle a. S. (dort 1886 zunächst Militärdienst); 1887 Prom. (Hermann Suchier) ebd.; Privatlehrer d. Kinder von Enos M. Barton, Präs. d. Western Electric in Berlin; auf seinen Rat hin 1889 Emigration in die USA; 1890-96 Gehilfe Newberry Library Chicago; 1.7.1896-1900 Instructor, Assist. Prof. U Chicago; 1900 Studienjahr ÉPHÉ Paris; 1901 ao. Prof. Chicago; 1910 o. Prof.; 1925 em.; Rückkehr nach Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alexander Herman Schutz, The Romance of Daude de Pradas called Dels Auzels Cassadors, edited with introduction, summary, notes and glossary, Columbus, Ohio State University Press 1945 [dem Andenken von Karl Pietsch gewidmet].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aus meinem Leben“, Modern Philology 27, 1930, 388-394.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beiträge zur Lehre vom altfranzösischen Relativum, Halle a. S. 1888 (Diss.); Preliminary Notes on Two Old Spanish Versions on the Disticha Catonis, Chicago 1902; Spanish Grail fragments: El Libro de Josep Abarimatia. La Estoria de Merlin. Lançarote, ed. from the unique ms., Chicago 1924-25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„As a scholar Pietsch was pre-eminent as syntactician and text editor. Only the accident of departemental needs made him a Hispanist. On joining the Chicago staff he was better fitted to give instruction in French or Italian. Years were devoted to mastering this new subject before he began to publish, at a time when greater activity in this regard might have speeded his academic advancement. Having at last acquired a profound mastery of medieval Spanish, he continued in that field on account of the opportunities it offered for pioneer work. But he always approached Spanish studies from the viewpoint of a general Romance philologist. In these days of narrow specialization many philologists succeed in acquiring a rigid historical method only to exhibit weakness in the comparative approach to their subject. Pietsch’s method, like Tobler’s, was a happy blend of the historical and the comparative. It is the greatest of errors to consider his scholarship narrow. Karl Pietsch was nearly, if not quite, the last in America of Romance philologists in the general sense“ (G.T. Nortup, Modern Philology, 1930, 386).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2405 HSchA Nr. 08828-08832]; Voretzsch, Das Romanische Seminar, 1926, 30; Modern Philology 27, Mai 1930, 385f. (P); Ehrenpromotion Yakov Malkiel 1983, Berlin 1984, 83-84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spanische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Nobiling,_Oskar_Julius</id>
		<title>Nobiling, Oskar Julius</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Nobiling,_Oskar_Julius"/>
				<updated>2016-11-04T11:25:22Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''''Oskar'' Julius Nobiling''' (30.3.1865 Hamburg – 4.9.1912 Bonn); Sohn des Kaufmanns Theodor Nobiling u. der Mathilde geb. Radbruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Lusitanistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 Abitur Gymn. Wandsbek; Stud. Neuere Sprachen Göttingen, Berlin, Freiburg i. Br., Bonn; zweijähriger Parisaufenthalt; Juli 1889 1. StE. Bonn; 1889 Auswanderung nach Brasilien; Lente catedratico Staatsgymn. São Paulo; 18.7.1907 Prom. (Wendelin Foerster) Bonn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Congresso Brasileiro de Língua e Literatura: (de 19 a 23 de julho de 1976); homenagem a Oskar Nobiling / Sociedade Brasileira de Língua e Literatura, Rio de Janeiro 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Primeiro Livro de Alemão contendo um Livro de leitura, São Paulo 1901; Die Lieder des Trobadors Joan Garcia de Guilhade, 13. Jahrh. Kritische Ausgabe mit Anmerkungen u. Einleitung, Erlangen 1907 (Diss.); Cantigas de D. Joan Garcia de Guilhade trovador do seculo XIII, Erlangen 1907.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„A sua obra principal foi a tese de doutoramento, ''As Cantigas de D. Joan Garcia de Guilhade, trovador do seculo XIII'', Erlangen, 1907, edição crítica do cancioneiro individual daquele trovador galego-português que toma por inspiração a edição de Hery Lang dedicada a D. Dinis (''Das Liederbuch des Königs Denis von Portugal'',Halle 1894) e que aplica os métodos da crítica textual com grande apuro e modernidade. Apesar do seu voto (,já será tempo de reunirmos em edições completas as obras dos mais importantes d’entre os trovadores‘), seria preciso esperar cerca de quarenta anos para que o seu exemplo começasse a ser sistematicamente seguido.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uma série de recensões dedicadas tanto a Lang como à edição do ''Cancioneiro da Ajuda'', de Carolina Michaëlis, formam o restante de uma obra filológica que é, em dimensão, desproporcionada com a qualidade e a influência que atingiu. […] O programa de estudos de um filólogo do tempo de Nobiling não separava as literaturas medievais das respectivas línguas. É assim que se lhe devem ensaios linguísticos importantes, como ,Die Nasalvokale im Portugiesischen‘ (''Die neueren Sprachen'', XI, 1903, 129-153; trad. port. ,As nasais vogaís em português, ''Litterae'',4, 1974), frequentemente citado, nem sempre com concordância, quer em estudos de fonologia histórica, quer de versificação“ (Ivo Castro, 1999, 1134-1135).&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CV [mit Schrift.-Verz. bis 1907]; [http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2306 HSchA, Nr. 09723-09725]; Lênia Márcia Mongelli, „Nobiling, Oskar. As cantigas de D. Johan Garcia de Guilhae e Estudos Dispersos. Org., inter. e notas de Yara Frateschi Vieria, Niterói: EdUFF, 2007 (Col. Estante Medieval)“, Floema V, 5, 2009, 153-158; Silveira Bueno, Jornal de Filologia 1, 1953, 153-161; Leodegário A. de Azevedo Filho, in: As Cantigas de Pero Meogo, Rio de Janeiro 1974, 11-12; Ivo Castro, in: Biblos. Enciclopédia Verbo das Literaturas da Língua Portuguesa 3, 1999, 1134-1135.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Portugiesisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Neumann,_Friedrich_(Fritz)_Heinrich_Georg</id>
		<title>Neumann, Friedrich (Fritz) Heinrich Georg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Neumann,_Friedrich_(Fritz)_Heinrich_Georg"/>
				<updated>2016-11-04T11:23:28Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Friedrich (''Fritz'') Heinrich Georg Neumann''' (23.4.1854 Warnemünde – 3.2.1934 Heidelberg); Sohn des Kammermusikus Fritz Neumann (†1882)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1872/73 Stud. Berlin u. Heidelberg; 11.2.1876 Prom. (Karl Bartsch) Heidelberg; 1876–78 Hilfsarbeiter an d. UB Heidelberg; 5.4.1878 Habil. (Bartsch) Heidelberg; 16.1.1882 ao. Prof. Heidelberg; 6.5.1882 etatm. ao. Prof. Freiburg i. Br.; 18.6.1883 o. Prof. Freiburg i. Br.; 4.6.1890 o. Prof. Heidelberg; 1891 Rufablehnung Gießen; 31.3.1923 em.; 1897/98 Mitgl. d. Engeren Senats u. Dekan der Phil. Fak.; 1902 Hofrat; 1905 GehHofrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 Ritterkreuz I. Kl.; 1910 Ritterkreuz I. Kl. mit Eichenlaub vom Orden des Zähringer Löwen; 1909 o. Mitgl. d. Akad. d. Wiss. Heidelberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mithrsg. Literaturblatt f. germ. u. rom. Philologie, 1880–1929.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Vossler, Salvatore di Giacomo, Festgabe für Fritz Neumann, Heidelberg 1908.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die germanischen Elemente in der provenzalischen u. französischen Sprache, ihren lautlichen Verhältnissen nach behandelt. Bd. 1: Die einfachen Vocale u. Diphtonge, Heidelberg 1876 (Diss.); Zur Laut- und Flexionslehre des Altfranzösischen hauptsächlich aus pikardischen Urkunden von Vermandois, Heilbronn 1878; Teildruck Bonn 1878 (Habil.-Schr.); Die romanische Philologie, ein Grundriß, Leipzig 1886.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Dieser Romanist der ersten Stunde hatte 1890, nachdem er bereits acht Jahre in Freiburg gelehrt hatte, den Lehrstuhl für romanische Philologie in Heidelberg übernommen […]. Seine besondere Stärke lag in der Lehre […] und weniger in herausragenden wissenschaftlichen Forschungsergebnissen. Neueren literaturwissenschaftlichen Ansätzen stand er zunächst skeptisch gegenüber. […] Bei den Studenten war Neumann als Prüfer beliebt, sie kannten ihn als einen ,väterlich sorgenden, mit Lust und Liebe dozierenden Professor‘ (Meier, 1955, 73)“ (Dörner, 2005, 34–35).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2288 HSchA Nr. 07759–07816]; Harri Meier, „Fritz Neumann zum 100. Geburtstag“, Ruperto-Carola 17, 1955, 73f. (P); Curtius, Gesammelte Aufsätze, 1960, 441; Drüll, Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803–1932, 1986, 191–192; Haenicke/Finkenstaedt, Anglistenlexikon, 1992, 231; Dörner, La vita spezzata, 2005, 344, bes. 43–47, 295–299; Stammbaum der Professoren d. Rom. Sem. d. Univ. Freiburg (online) (P).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Mussafia,_Adolf_(Adolfo)</id>
		<title>Mussafia, Adolf (Adolfo)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Mussafia,_Adolf_(Adolfo)"/>
				<updated>2016-11-04T11:19:16Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Adolf [Adolfo] Mussafia''' (15.2.1835 Split [Spalato] – 7.6.1905 Florenz); Sohn des Rabbiners Johann Amadeus Mussafia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Historische Sprachwissenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852–54 Medizinstudium Wien; Italienischlehrer u. Repetitor d. Lehramtskandidaten; 28.9.1855 Konversion zum Katholizismus; 1857–76 Angestellter d. Hofbibliothek, zuletzt als 4. Skriptor; 1860 per k. u. k. Erlaß ao. Prof. d. Rom. Sprachen u. Literaturen Wien; 1867 o. Prof.; 1869 Dr. phil. h. c. Wien; 1872 Rufabl. Straßburg; später auch Florenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 goldene Medaille f. Kunst u. Wiss.; 1872 Ritterkreuz d. Franz-Josef-Ordens; 1895 ausländ. Ritter des Ordens pour le mérite; 1901 Mitgl. im österr. Herrenhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 Mitgl. im Vorstand der DDG; 1865 korr., 1871 o. Mitgl. d. Akad. d. Wiss. Wien; 1899 korr. Mitgl. d. Preuß. Akad. d. Wiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bausteine zur romanischen Philologie. Festgabe für Adolf Mussafia zum 15. Februar 1905, Halle a. S. 1905 (Schrift.-Verz. von Elise Richter, IX-XLVII); Hugo Schuchardt, An Adolf Mussafia [FS zum 70. Geburtstag], Graz 1905.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Italienische Sprachlehre in Regeln u. Beispielen, Wien 1860, &amp;lt;sup&amp;gt;32&amp;lt;/sup&amp;gt;1925, dann u. d. T. Der neue Mussafia, Wien 1935, &amp;lt;sup&amp;gt;11&amp;lt;/sup&amp;gt;1962, dann u. d. T. Der neueste Mussafia, Wien 1981, &amp;lt;sup&amp;gt;15&amp;lt;/sup&amp;gt;1999; Ueber die Quelle der Altspanischen „Vida de S. Maria Egiziaca“, Wien 1863; Monumenti antichi di dialetti italiani, Vienna 1864; Sul testo della Divina Commedia, Vienna 1865; Beitrag zur Kunde der Nord-Italischen Mundarten im 15. Jahrhundert, Wien 1873; Zur Kritik u. Interpretation romanischer Texte, 6 Hefte, Wien 1886–1903; Mittheilungen aus romanischen Handschriften, 2 Fasz., Wien 1884–86; Scritti di filologia e linguistica. A cura di Antonio Daniele e Lorenzo Renzi, Padua 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Obwohl das Vorlesungsprogramm Mussafias sowohl auf literaturwissenschaftliche als auch auf sprachwissenschaftliche Schwerpunkte ausgerichtet war, befasste er sich mit besonderer Vorliebe mit den Voraussetzungen der historischen Sprachwerdung. Betrachtet man seine Publikationen im Ganzen, wird man folgende Schwerpunkte isolieren können: historische Grammatik, Texteditionen und Textkritik zu altitalienischen, franco-venezianischen und altfranzösischen Manuskripten, sprachwissenschaftliche Abhandlungen über die historischen Aspekte der romanischen Sprachen, Dialektstudien zum Altitalienischen, Diskussionen über fachliche Fragen, zumeist in Form von Buchbesprechungen, Beiträge zur Metrik des Altportugiesischen und des Katalanischen sowie Untersuchungen zum praktischen Sprachgebrauch des Italienischen und des Rumänischen“ (Boaglio, 2012, 142).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2264 HSchA Nr. 07635–07691]; Elise Richter, „Adolf Mussafia. Zur 25. Wiederkehr seines Todestages“, ZfSL 55, 1932, 169–193; Lorenzo Renzi, „Adolfo Mussafia a sessant’anni dalla morte“, Atti dell’Istituto Veneto di scienze, lettere ed arti. Classe di scienze morali e lettere. 123, 1964/65, 369–403; Erika Kanduth, ÖBL 7, 1978, 3–4; Hans Helmut Christmann, „Zum Gedenken an Adolfo Mussafia, den ersten Inhaber einer romanistischen Lehrkanzel der Universität Wien“, Italienische Studien 5, 1982, 153–157; Storost, 300 Jahre, 2001, II, 447, bes. I, 263–267; Thierry Elsen, Adolf Mussafia zur 100. Wiederkehr seines Todestags, München 2008 (e-book); Boaglio, Geschichte der italienischen Literatur in Österreich 2, 2012, 139–147.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Linguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Morf,_Heinrich</id>
		<title>Morf, Heinrich</title>
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				<updated>2016-11-04T11:13:50Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Heinrich Morf''' (23.10.1854 Münchenbuchsee, Kt. Bern – 23.1.1921 Thun, Kt. Bern); Sohn des Pädagogen u. Philanthropen Heinrich Morf (1818–1899)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Dialektologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1873 Matura Gymn. Winterthur; 1873 Stud. Klass. Philol. Zürich,1875 Rom. Philol. Straßburg; 14.7.1877 Prom. (Eduard Böhmer) Straßburg; Nachstudium Paris (Gaston Paris); Reisen durch Spanien u. Italien; 1879 ao. Prof. Bern (Nachf. v. Heinrich Breitinger); Weihnachten 1891 o. Prof. Bern; 1884/85 Studienurlaub Italien u. Frankreich; WS 1889 o. Prof. Zürich; 1892/93 erneutes Urlaubssem., verbracht in Frankreich u. England; WS 1901 o. Prof. Akad. f. Handels- und Sozialwiss.en Frankfurt a. M.; 1901–03 Rektor; 1909 Rufablehnung Straßburg; 1910 o. Prof. FWU Berlin (Nachf. v. Adolf Tobler); 1917 em.; 1912 Dr. phil. h. c. Genf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.11.1910 o. Mitgl. Preuß. Akad. d. Wiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus romanischen Sprachen u. Literaturen: FS Heinrich Morf [zur Feier seiner 25jährigen Lehrtätigkeit], Halle a. S. 1905, Reprogr. Nachdr Genf 1980 (Schrift.-Verz. 417 – 427 [J. H. Meister]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wortstellung im altfranzösischen Rolandslied, Strassburg 1878 (Diss.); Die sprachlichen Einheitsbestrebungen in der rätischen Schweiz, Bern 1888; Das Studium der romanischen Philologie. Eine akademische Antrittsrede, Zürich 1890; Geschichte der neuern französischen Litteratur (XVI.–XIX. Jahrhundert). Ein Handbuch. Bd. 1: Das Zeitalter der Renaissance, Strassburg 1898; Deutsche u. Romanen in der Schweiz, Zürich 1901; Aus Dichtung u. Sprache der Romanen, 3 Bde., Strassburg 1903–22 (in Bd. 2, 331–363, die Zürcher Antrittsvorlesung „Das Studium der romanischen Philologie“); Zur sprachlichen Gliederung Frankreichs, Berlin 1911.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Vossler hat einmal sehr schön den Unterschied zwischen Stuben- und Reiseromanisten geprägt. Für Morf trifft dieser Unterschied nicht zu. Morf war beides: Auf dem Katheder der große Forscher und der feine Künstler, hat er doch immer wieder auf Reisen, bald in Spanien oder Rumänien, in Graubünden, Frankreich oder Italien, Anregungen und Material gesammelt, blieb er so in stetigem und unmittelbarem Kontakt mit der romanischen Welt, deren Erforschung seine Lebensarbeit galt. Morf war überhaupt ein Romanist, wie er so recht sein sollte; darum ist es auch schwer, etwa bei Morf zu entscheiden, ob er mehr Sprachforscher oder Literarhistoriker, ob er mehr Phonetiker oder Textkritiker war. Er war – heute etwas Unerhörtes! – überhaupt nicht Spezialist. Er war auf allen diesen Gebieten zu Hause wie selten einer, und er war auf allen diesen Gebieten eine gleich führende Autorität. Gründe des Lautwandels, Ursachen der Mundartengrenzen, Verhältnis von Vulgärlatein und Romanisch, Bildung der Schriftsprachen, syntaktische Fragen, Wortforschung, Lagerung und Geschichte der Wörter, das alles waren Gebiete, die er mit derselben zähen Ausdauer, mit derselben Universalität und seiner unvergleichlich scharfen sprachlichen Empfindung ebenso bahnbrechend gefördert hat, wie die zahlreichen Probleme mittelalterlicher und moderner Literaturgeschichte: Dante und Diderot, Cervantes und Ariost, Rousseau und M&amp;lt;sup&amp;gt;me&amp;lt;/sup&amp;gt; de Staël, mittelalterliches Theater und Volkslied. Mit welcher tiefen Andacht und welcher unveränderten Ergriffenheit lauschten seine Hörer seinem Dante-Kolleg oder dem großen Kolleg über die französische Aufklärung! Welches feine Verständnis und künstlerisches Nachempfinden verrät seine Gesamtdarstellung der romanischen Literaturen in Hinnebergs ,Kultur der Gegenwart‘ (1909)! Offenbart sie nicht am besten die große Gabe des Verfassers, die großen Strömungen und Zusammenhänge zu erfassen und mit universaler Meisterhand auseinander zu entwickeln?“ (Rohlfs, 1921, 261).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2233 HSchA Nr. 07493–07529]; Erhard Lommatzsch, ASNSpr 142, 1920, 78–94; Gerhard Rohlfs, ZrP 41, 1921, 259–263; Gustav Roethe, „Gedächtnisrede […] auf Heinrich Morf“, SB d. Preuss. Akad. d. Wiss. 1921, 1. Halbbd., 521–528 [30. Juni 1921]; LexGramm 1996, 651–652 (Jakob Wüest/Anne Poitrineau); W. Th. Elwert, NDB 18, 1997, 100–102; Marc-René Jung/GL, hls (online); Storost, 300 Jahre, 2001, II, 447, bes. I, 292–300; Tognoli, „Präuniversitäre Romanistik“, 2001, 58–75; Lotz, „Disserationsgutachten“, 2001, 76–99; Richard Trachsler, „Heinrich Morf (1854–1921). Le bâtisseur déchu“, in: Bähler/Trachsler, Portraits, 2009, 141–175 (P); Fryba-Reber, Philologie et linguistique romanes, 2013, 382, bes. 80–84, 119–123, 187–196.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dialektologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Moldenhauer,_Gerhard</id>
		<title>Moldenhauer, Gerhard</title>
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				<updated>2016-11-04T11:10:07Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gerhard Moldenhauer''' (19.1.1900 Unterpeißen, Saalkreis – 1980 Bernburg); Sohn des Pfarrers Otto Moldenhauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karlsgymn. Bernburg a. S.; 1917 Kriegsabitur, dann Eintritt in die Kaiserl. Kriegsmarine als Seeoffiziersanwärter; 1918–22 Stud. Theologie, Neuere Sprachen u. Geschichte Halle a. S. u. Hamburg; 1919 als Zeitfreiwilliger Teilnahme a. d. Niederschlagung kommunist. Aufstände in Mitteldeutschland; 18.2.1922 Prom. (Karl Voretzsch) Halle; 1922–24 Reisen nach Spanien, Portugal u. Lateinamerika; 1924 Leiter ArbStelle Madrid f. Dt.-Span. Wiss-Beziehungen; 1926 Habil. (Voretzsch) Halle; 1929 Umhabilitierung, PDoz. Bonn (E. R. Curtius hatte in seiner Berufungsvereinbarung eine zusätzliche linguistische Stelle erhalten, für die er Moldenhauer vorschlug, der von einem Greifswalder Listenplatz profitierte); 1930 ao. Prof. Bonn; 1939–45 o. Prof. Wien; ab 1940 zeitweise als Kapitänleutnant zur Kriegsmarine eingezogen; 23.8.1945 entl.; 1949 LA Buenos Aires; 1950 Prof. contratado para Lingüística, Dir. Inst. de Filología U Nacional del Litoral, Rosario, Argentinien; 1957 o. Prof. Buenos Aires u. Rosario; ab 1960 Bemühungen, als Prof. z. Wv. in Deutschland bzw. Österreich anerkannt zu werden, die vor allem v. Hans Rheinfelder unterstützt werden, jedoch scheitern; Em. v. Phil. Fak. Erlangen-Nürnberg ohne Erfolg beantragt; 1965 Vetreteter Argentiniens bei der 600–Jahrfeier der Univ. Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitgl. Hispanic Soc. Am., 1930; Silberne Leibniz-Medaille d. Preuß. Akad. Wiss., 1927.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitred. (gem. mit Edmund Schramm) Boletín bibliográfico del Centro de Intercambio Intelectual Germano-Español, Madrid 1927f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzog Naimes im altfranzösischen Epos, Halle a. S. 1922; Die Legende von Barlaam u. Josephat auf der Iberischen Halbinsel, Halle a. S. 1929 (Habil.-Schr.); Verzeichnis der Veröffentlichungen von Wilhelm Meyer-Lübke, Jena 1938; Filología y linguística. Esencia, problemas actuales y tareas en la Argentina, Rosario de Santa Fé 1952; Fritz Krüger: Notice biographique et bibliographique; [Publ. par le Centre à l‘occasion de son 70&amp;lt;sup&amp;gt;ième&amp;lt;/sup&amp;gt; anniversaire (7 déc. 1959)], Louvain 1959; Contribución a la historia de las interrelaciones literarias argentino-germanas, Rosario de Santa Fé 1964.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Moldenhauer […] betrieb fortan seine eigene Art Romanistik, die rassenbiologisch und völkisch argumentierte und eine regionalistische französische Literaturgeschichte auf Stammesbasis lehrte, um die Kulturautonomie Frankreichs zu leugnen und als einzig positives Element im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie den germanischen Einfluß als befruchtend nachzuweisen. Gegen die Vernachlässigung des Sprachunterrichts durch Moldenhauer und seine eigenmächtig angekündigten Lehrveranstaltungen protestierte Curtius vergeblich. In der Radikalität seiner Ansichten blieb auch Moldenhauer jedoch ein Außenseiter in der Romanistik, weshalb er auch erst 1938 auf einen Lehrstuhl nach Wien berufen wurde“ (Höpfner, 1999, 373–374).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Rheinfelder, der auch Vorsitzender des Romanistenverbandes war, suchte in der Sache Moldenhauers sowohl bei von Elmenau als auch bei Maunz zu intervenieren. Sein Einsatz blieb erfolglos. Der Widerstand der Fakultät veranlasste das Ministerium schließlich, sich gegen eine Wiedereinsetzung zu entscheiden. Moldenhauer musste unverrichteter Dinge wieder nach Buenos Aires zurückreisen. Der Fall bestärkte Rheinfelder in seiner Verbitterung über die pharisäerhafte Selbstgerechtigkeit seiner Kollegen. Wie Bosl in seiner Laudatio bemerkt hat, folgte Rheinfelder seinem Idealismus selbst gegenüber politischen Gegnern“ (Jedlitschka, 2006, 355–356).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2213 HSchA Nr. 07431-07432]; Wenig, Verzeichnis, 1968, 200; Hausmann, „Aus dem Reich“, 1993, 195, bes. 55–61,169–170; Höpfner, Die Universität Bonn, 1999, 10, 22, 371, 373, 374; de la Hera Martínez, La política cultural de Alemania, 2002, 480, bes. 46–47, 60–66, 89; Tanzmeister, Zeichen des Widerspruchs, 2002, 66; Jedlitschka, Wissenschaft u. Politik, 2006, 355; Hausmann, „Vom Strudel“, 2008, 806, bes. 10, 546–548; Tanzmeister, „Die Wiener Romanistik“, 2010, 496–498, hier 496–498; Rebok, in: Rebok, Über Grenzen hinaus, 2010, 116–117; catalogus-professorum-halensis (online).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Lommatzsch,_Erhard</id>
		<title>Lommatzsch, Erhard</title>
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				<updated>2016-11-04T10:58:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Erhard Lommatzsch''' (2.2.1886 Dresden – 20.1.1975 Frankfurt a. M.); Sohn des Sächsischen Oberforstmeisters Wilhelm Lommatzsch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. Sprachwissenschaft u. Altfranzösisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Reifezeugnis Humanist. Gymn. Wurzen; 1904–05 Militärdienst Dresden; 1905–10 Stud. Klass. Phil., Germ. u. Rom. Berlin; 17.10.1910 Prom. (Adolf Tobler) Berlin ; 1913 Habil. (Heinrich Morf) ebd.; 1917 etatmäß. ao. Prof. Berlin; 1921 o. Prof. Greifswald; 1928 o. Prof. Frankfurt a. M.; 1956 em.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
o. Mitgl. d. Straßburger Wiss. Ges. a. d. Univ., Frankfurt a. M.; 1937 korr. Mitgl. Deutsche Akad. d. Wiss. Berlin; 1949 Akad. d. Wiss. u. d. Lit. Mainz; 1952 Bayer. Akad. d. Wiss.; 1960 Ehrenmitgl. Modern Language Association of America; 1972 assoz. Mitgl. Académie des Inscriptions et Belles-Lettres (Institut de France).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ZfSL LXVI, 1956 (E. L. anläßlich seines 70. Geburtstags am 2. Februar 1956 gewidmet) (P); Philologica romanica, E. L. gewidmet. Hrsg. v. Manfred Bambeck u. Hans Helmut Christmann, München 1975 (P; Schrift.-Verz. 441–444).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
System der Gebärden, dargestellt auf Grund der mittelalterlichen Literatur Frankreichs, Berlin 1910 (Diss.); Worte des Gedächtnisses für Adolf Tobler, Berlin 1910; Ein italienisches Novellenbuch des Quattrocento. Giovanni Sabadino degli Arientis „Porretane“, Halle a. S. 1913 (erw. Antrittsvorl.); Gautier de Coincy als Satiriker, Halle a. S. 1913 (Habil.-Schr.); Provenzalisches Liederbuch: Lieder der Troubadours mit einer Auswahl biographischer Zeugnisse, Nachdichtungen u. Singweisen, Berlin 1917 (Habil.-Schr.); Beiträge zur älteren italienischen Volksdichtung, Untersuchungen u. Texte, 4 Bde., 1950–1963; Tobler-Lommatzsch, Altfranzösisches Wörterbuch. Adolf Toblers nachgelassene Materialien bearbeitet u. mit Unterstützung der Preuss. Akad. d. Wiss. hrsg. v. Erhard Lommatzsch, 12 Bde., 1925[1915]-2008 (fortges. v. Hans Hemut Christmann, Richard Baum u. Willi Hirdt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Erhard Lommatzsch war mehr als der Nestor der deutschen Romanistik. Er war ein Philologe von Gottes Gnaden, der letzte, der die große Tradition eines Diez und eines Tobler noch persönlich verkörperte, ein eminenter, von seinen Schülern verehrter Lehrer und vor allem ein in seiner inneren Ausgeglichenheit und Heiterkeit seltener Mensch. Man konnte vieles von ihm lernen, aber dies war vielleicht das Hervorstechendste: «certaine gayeté d‘esprit conficte en mespris des choses fortuites », wie er es mit den Worten Rabelais‘ ausdrückte und Kollegen wie Studenten empfahl. Im Lauf von 65 Jahren unermüdlicher Arbeit verfaßte Lommatzsch ein imponierendes, vielfältiges Werk; und doch gehörte er zu denjenigen Gelehrten, die nicht gänzlich in ihren Schriften faßbar werden, sondern als akademische Lehrer und bei persönlicher Begegnung einen noch viel größeren geistigen Reichtum offenbaren. Mit der ihm eigenen Verschmitztheit sagte er einmal, eigentlich sei er immer nur zur Hälfte Philologe gewesen, aber dafür verstehe er zum Beispiel etwas von Raffael. Kunst war für ihn die Schwester der Philologie […].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhard Lommatzsch pflegte zu sagen, bei der starken Inanspruchnahme durch das Wörterbuch habe er sich die Zeit zu anderen Arbeiten stehlen müssen. Aber da er Einseitigkeit fürchtete, war er stets bemüht, auch in seinen Publikationen den Blick über den altfranzösischen Wortschatz hinaus zu richten. Eine stattliche Reihe von Schriften legt davon Zeugnis ab. Da ist zunächst die von ihm zusammen mit Max Leopold Wagner gleich nach dem ersten Weltkrieg herausgegebene Sammlung ''Romanische Texte,'' die dem Mangel an Lektüre für den akademischen Unterricht abhelfen wollte; für sechs der mit reicher Bibliographie und meist mit ausführlichem Glossar ausgestatteten Editionen zeichnete Lommatzsch verantwortlich. Seine weiteren Arbeiten erstrecken sich im wesentlichen auf drei Gebiete: ältere französische Literatur und Sprache, Provenzalistik und ältere italienische Literatur. […]“ (Christmann, 1975, 717–18 u. 722).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2066 HSchA Nr. 06609–06610]; Manfred Bambeck, Forschungen u. Fortschritte 40, 1966, 62f. (P); Hans Helmut Christmann, „Erhard Lommatzsch zum Gedenken“, ZrP 91, 1975, 717–726; W. Th. Elwert, NDB 15, 1987, 143f.; Storost, 300 Jahre, 2001, II, 445, bes. I, 330–339; Erfurt, „Romanistik in Frankfurt am Main“, 2001, 54–56; Welker, Lexikon Greifswalder Hochschullehrer, 2004, 147–148: Frank Estelmann/Olaf Müller, „Angepasster Alltag in der Germanistik und Romanistik“, in: Kobes, Frankfurter Wissenschaftler, 2008, 33–60, bes. 45–50 (P); Hammerstein, Die Johann Wolfgang Goethe-Universität 1, 1989, 902; bes. 151; 2, 2012, 975, bes. 278ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altfranzösisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://lexikon.romanischestudien.de/index.php?title=Lerch,_Eugen</id>
		<title>Lerch, Eugen</title>
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				<updated>2016-11-04T10:56:29Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Hurch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Eugen Lerch''' (25.12.1888 Berlin – 16.11.1952 Mainz); Sohn des Kaufmanns Philipp Lerch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Verf. || [[user:frhausmann|Frank-Rutger Hausmann]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische Philologie, bes. franz. Sprache u. Literatur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Realschule u. Friedrich-Wilhelmstädtische Oberrealschule Berlin; Michaelis 1908 Abitur; 1909 Abitur des Realgymn.; 1908–11 Stud. Rom., Germ., Angl. u. Philos. Berlin (Adolf Tobler; Heinrich Morf), Marburg u. München; 15.12.1911 Prom. (Karl Vossler) München; Febr. 1914 Habil. (Vossler) München; 1914–18 freiwilliger Krankenpfleger in Frankreich, dann im Zentralkomitee des Roten Kreuzes München; 1920 nb. ao. Prof München; 1921 b. ao. Prof. München; 1930 o. Prof. Münster i. W.; 1935 zwangspens. („jüdische Versippung“); 1935–42 wohnhaft in Köln, dort Bibliotheksarbeit; 1937 Ruf an die Univ. Saint Louis, MO (abgelehnt); 1942–45 wohnhaft in einem Dorf im Riesengebirge; 1945/46 LVtr. Köln; 1946 Wiedereinsetzung Münster i. W.; 1946/47 o. Prof. Mainz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studia Romanica. Gedenkschrift für Eugen Lerch. Hrsg. v. Charles Bruneau u. Peter M. Schon, Stuttgart 1955 (Schrift.-Verz. 454–493).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prädikative Participia für Verbalsubstantiva im Französischen, Halle a. S. 1912 (Diss.); Das invariable Participium praesentis des Französischen, München 1913 (Habil.-Schr., gedr. in RF 33, 1914/15, 369–488); Die Verwendung des romanischen Futurums als Ausdruck eines sittlichen Sollens, Leipzig 1919; Historische französische Syntax, 3 Bde., Leipzig 1925–34; Hauptprobleme der französischen Sprache, 2 Bde., Braunschweig 1930–31; Französische Sprache u. Wesensart, Frankfurt a. M. 1933; Das Wort „Deutsch“. Sein Ursprung u. seine Geschichte bis auf Goethe, Frankfurt a. M. 1942; Lessing, Goethe, Schiller u. die französische Klassik, Mainz 1948.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Mit Eugen Lerch ist eine der markantesten Persönlichkeiten der älteren Generation der deutschen Romanistik von uns gegangen. […] Eugen Lerch beherrschte das unübersehbare Material und die Fülle der Literatur zur historischen Syntax des Französischen wie niemand anders in Deutschland, ja wahrscheinlich in der Welt überhaupt. Und dazu hatte er die Gabe zur feinsinnigen, verständnisvollen Interpretation dieses Materials. In dieser Hinsicht kann niemand sein Erbe antreten. Die altfranzösische Literatur kannte er bis in den letzten Winkel und den altfranzösischen Sprachbestand bis in die abgelegenste Form. In zahllosen Fällen hat er das bewiesen. Diese Kenntnisse sind mit ihm erloschen, denn sie sind nur zum kleineren Teil in seinen Publikationen niedergelegt. Ein tragisches Schicksal hat gefügt, daß er den vierten Band seiner ''Historischen französischen Syntax'', in dessen Vollendung er die letzte große Aufgabe seines Lebens sah, nicht abschließen konnte. Damit ist auch der schwerste Verlust bezeichnet, den sein allzu früher Tod der romanischen Philologie zugefügt hat. Eines der grundlegenden und unentbehrlichen Werke der französischen Philologie ist ein Torso geblieben. Darüber hinaus stellte Eugen Lerch fast allein noch die lebendige Verbindung mit einer Epoche und einer Richtung des Faches dar, die in den beiden großen Meistern Adolf Tobler und Heinrich Morf ihre würdige Vertretung gefunden hatte“ (Schramm, Gedächtnisrede, in: Studia Romanica, 1955, 5–6).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://schuchardt.uni-graz.at/id/person/2029 HSchA Nr. 06412–06415]; Edmund Schramm, RoJb 5, 1952, 56–58; Th.W. Elwert, NDB 14, 1984, 310–311; Christmann, Idealistische Philologie, 1974, 155, bes. 39–42, 55–60, 140–144; Christmann, in: Christmann/Hausmann, Deutsche und österreichische Romanisten, 1989, 301–303; LexGramm 1996, 294–295 (Jörn Albrecht); Court, Victor Klemperers Kölner Kandidatur, 1999, 154; Heike Schoo, „Eugen Lerch und Karl Vossler“, in: Wolf Dietrich/Ulrich Hoinkes (Hrsg.), Festgabe für Horst Geckeler zu seinem 65. Geburtstag, Romanistica se movet, Münster 2000, 163–178; LRL I, 2, 2001, 200–201 (Wolf-Dieter Stempel); Knobloch, „Volkhafte Sprachforschung“, 2005, 465, bes. 66f., 144f., 237f., 425f.; Ehlers, Strukturalismus, 2006, 588, bes. 379–400, 505–507; Hausmann, „Vom Strudel“, 2008, 803, bes. 275 u. 670–671; Horrath, Bücherspuren, 2009, 100–108, 223; Maas, Verfolgung u. Auswanderung, 2010, I, 454–462.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Philologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hurch</name></author>	</entry>

	</feed>